Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: (daz) Während an der Tabellenspitze der FC Fischbach weiterhin ohne Ausrutscher dem Titel entgegen marschiert, steckt über die Hälfte der 16 Mannschaften im Abstiegskampf. Nur die ersten vier, fünf Teams scheinen davon befreit.

Deutlich nach unten zeigt der Trend bei der SG Vöhrenbach/Hammereisenbach. Zwei magere Punkte holte die Mannschaft von Trainer Franz Ratz nach der Winterpause. Am Montag gab es eine Sitzung mit der Mannschaft. „Es war keine Krisensitzung und hatte den Charakter, auch den letzten Spieler aufzurütteln. Was wir beim 1:5 in Peterzell gezeigt haben, war eins der schwächsten Spiele, seit ich hier Trainer bin. Da fehlten Einstellung und Wille. Die Mannschaft hat es zu locker genommen. Dabei sind jetzt andere Tugenden gefragt“, macht Ratz deutlich.

Nach einem kleinen Zwischenhoch steht die SG Buchenberg/Neuhausen wieder auf einem Abstiegsplatz. „Wir waren gegen Fischbach Außenseiter, haben die Konstellation aber gut angenommen und hatten beim Stand von 0:0 selbst zwei, drei gute Chancen. Da sind wir am Fischbacher Torhüter gescheitert“, sagt SG-Trainer Hannes Feucht. Nicht nachvollziehbar waren für Feucht einige Schiedsrichterentscheidungen, „allerdings auf beiden Seiten“, betont er. Bitter war für die Gastgeber, dass sie in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das 0:1 kassierten. Feucht: „Ich mache meiner Mannschaft keine Vorwürfe. Wir haben alles versucht. Die nächste Partie in Schönwald hat richtungweisenden Charakter für uns.“

Keinen guten Trend hat aktuell der FC Tannheim vorzuweisen. Die jüngste 1:2-Niederlage in Neukirch war die dritte Pleite in Folge. „Uns fehlt aktuell der Zug zum Tor. Wir erarbeiten uns zu wenige Chancen. Jetzt sollten die Alarmglocken schrillen“, betont Trainer Christoph Raithel und fügt an: „Es ist sicherlich auch kein Vorteil, dass wir zweimal in der Woche um Punkte spielen. Da bleibt wenig Training, um Fehler abzustellen.“ Am heutigen Mittwoch in Hammereisenbach steht ein besonderes Spiel an, denn einige Tannheimer haben in der Jugend mit den Spielern der SG zusammen gespielt. Raithel appelliert an die eigenen Fans, die Mannschaft beim Derby zu unterstützen

Den Ernst der Lage scheinen indes die Sportfreunde Neukirch begriffen zu haben, wie die jüngsten zwei Siege und vier ungeschlagene Spiele zeigen. Neukirch hat mit Platz 13 die bisherige Saisonbestmarke eingestellt. „Wir haben den Kampf angenommen und hatten beim 2:1-Erfolg gegen Tannheim auch mehr Spielanteile. Die Tendenz stimmt, zumal wir uns auch wieder mehr Chancen erarbeiten“, freut sich Trainer Udo Glander. Nun geht es gegen die starken Villinger Vereine VfB und DJK II. „Wir haben uns wieder das nötige Glück erarbeitet und wünschen uns, dass die kleine Serie möglichst noch lange hält“, fügt Glander an.

Durch die 1:5-Heimniederlage im Kellerduell gegen Schönwald ist der Rückstand des SV Nußbach auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf acht Zähler angewachsen. „Wir hatten vor allem in den ersten 45 Minuten viel Pech mit zwei Aluminiumtreffern. Individuelle Fehler haben zu den Schönwälder Toren geführt. Unser Gegner war insgesamt etwas giftiger als wir“, bilanziert Trainer Richard Dittrich die Partie und ergänzt: „Wir verteilen zu oft Geschenke.“ Aufgeben gilt in Nußbach nicht. „Der Glaube an den Klassenerhalt ist bei mir und der Mannschaft weiterhin da. Schon am Mittwoch haben wir die nächste Chance gegen Hajduk. Es kann ja nicht immer alles gegen uns laufen“, fügt Dittrich an.

Wie in der Vorrunde kassierte der SV Rietheim gegen Weilersbach eine Niederlage. Damals war es die erste in der Saison, diesmal die erste im Jahr 2018. „Wir mussten schon nach acht Minuten verletzungsbedingt wechseln. Daraus resultierte auch das erste Gegentor“, sagt Trainer Rafael Zimmermann. Ein Punkt sei für seine Elf auch in der Partie möglich gewesen. Zimmermann sieht seine Mannschaft unabhängig von der Niederlage auf einem sehr guten Weg, den siebten Platz der vergangenen Saison deutlich zu verbessern. „Die Mannschaft lebt von ihrer Geschlossenheit. Da geht sicherlich noch etwas mehr.“