Ringen: Das Wochenende bot für die Fans der höherklassigen Ringermannschaften aus dem Schwarzwald nur wenig Spannung. Bundesligist SV Triberg hat die Vorrunde mit einer deutlichen Niederlage in Adelhausen (8:17) abgeschlossen. Der KSV Tennenbronn bekam den Heimsieg gegen Schriesheim quasi geschenkt und der KSK Furtwangen ging in Appenweier leer aus.

SV Triberg

Positives Fazit: Trotz der klaren Niederlage beim TuS Adelhausen ist Mike Pfaff, der Vorsitzende des SV Triberg, zufrieden mit der ersten Hälfte der Hauptrunde: „Wir haben zwei Siege. Das ist okay. Es hat sich auch gezeigt, dass wir gegen die stärksten Teams kaum eine Chance haben.“ Einen Kritikpunkt hat Pfaff allerdings: „Wir hätten den Kampf in Nackenheim gewinnen müssen“. Mit Blick auf die Finalrunde ist der Vorsitzende zuversichtlich: „Wenn wir auch den Rückrundenkampf gegen Urloffen gewinnen sieht es gut aus“, so Pfaff.

Abschied: Das Vorrunden-Ende bedeutet bei den Ringern auch Stilartenwechsel. Seit dieser Saison wechselt in acht der zehn Gewichtsklassen die Stilart. Dies führt beim SV Triberg zu einigen Änderungen bei der Besetzung. Marvin Scherer (61 kg griechisch), Aleksan Mikayelyan (71 kg gr.) und Weltmeister Viktor Nemes (86 kg gr.) haben sich bereits verabschiedet. Eventuell kehrt der eine oder andere aus dem Trio bei einer Triberger Finalrunden-Teilnahme wieder zurück.

Neues Quartett: Vier neue Ringer stehen bereit für die Rückrunde: Eigengewächs Jan Rotter (80 kg gr.), Europameister Kristijan Fris (66 kg gr.), der Russe Aleksej Kinzhigaliev (57 kg Freistil) und der rumänische Rückkehrer Rares Chintoan (130 kg Fr.). Mike Pfaff geht davon aus, dass Özbekhan Güclü in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr ringen wird. Der Lehrer aus der Türkei verletzte sich in Adelhausen offenbar schwerer am Knie als zunächst erwartet. Somit wäre bei den Tribergern die Stelle in der 61 kg-Freistilklasse vakant.

KSV Tennenbronn

„Komischer“ Kampf: Der Heimkampf der Tennenbronner gegen den KSV Schriesheim hatte mit Spannung herzlich wenig zu tun. Zwölf Punkte wurden den Gastgebern kampflos überlassen. Ein „Geschenk“ über das sich der Tennenbronner Trainer Matthias Brenn nicht so richtig freuen konnte: „Es war ein komischer Kampf. Aber wir haben ja keinen Einfluss darauf wie der Gegner aufstellt.“ Immerhin wahrte der KSV durch den 17:13-Erfolg seine weiße Weste.

Derby-Tage: In diesen Tagen herrscht rund um Schramberg bei den Ringern hohes Derbyfieber. Vor einer Woche verloren die Tennenbronner mit 13:14 das Duell der Schramberger Stadtteile beim AV Sulgen. Am vergangenen Samstag gewann der AB Aichhalden zu Hause gegen Sulgen mit 15:10 und am kommenden Freitag empfangen die Tennenbronner den Rivalen aus Aichhalden. Brenn freut sich auf dieses Prestige-Duell und geht davon ausgeht, dass das Derby kein komischer sondern ein spannender Kampf wird.

KSK Furtwangen

Dünne Personaldecke: Beim Kampf der Furtwanger in Appenweier bestätigte sich das, was Trainer Tobias Haaga vor Saisonbeginn ankündigte: „Ausfälle können wir aufgrund unseres kleinen Kaders schlecht kompensieren“, sagte Haaga. Am Samstag fehlte aufgrund einer Genickverletzung Felix Pfaff. Zudem kassierte Ionut Hamzu überraschend eine Schulterniederlage. Kritik am Rumänen gab es von Haaga jedoch nicht: „Jeder kann mal einen schlechten Tag erwischen.“

Husarenstück: Einen besonders guten Tag erwischte dagegen Jan Furtwängler in Appenweier. Der Freistilspezialist rückte aus taktischen Gründen in die Schwergewichtsklasse. Dort musste Furtwängler nicht nur im griechisch-römischen Stil kämpfen, sondern auch noch gegen einen Gegner, der knapp 24 Kilo schwerer war als er. Umso verblüffter war Tobias Haaga, als Furtwängler seinen Gegner nach fünfeinhalb Minuten auf die Schultern drückte. Ein echtes Husarenstück.