Nun hat es auch den Regionalligisten KSV Tennenbronn und den Oberligisten KSK Furtwangen erwischt. Beide Mannschaften kassierten am vierten Kampftag die erste Saisonniederlage. Etwas erholen konnte sich der kampffreie Bundesligist SV Triberg.
 

KSV Tennenbronn

 

Bundesliga-Format: Der KSV Tennenbronn ringt bekanntlich in der Regionalliga. Am Samstag hatte es das Team von Trainer Matthias Brenn mit einem Gegner zu tun, der auch in der Bundesliga mithalten würde. Der TuS Adelhausen II bot gegen die Tennenbronner gleich mehrere EM-Teilnehmer auf und ließ den Schwarzwäldern beim 22:6 keinerlei Chance. „Wir sind abgewatscht worden. Es ist aber eine Niederlage, mit der wir gut leben können“, meinte der KSV-Coach nach dem Kampf.

Kopfschütteln: Als es in Adelhausen zum Wiegen ging und somit die Aufstellungen bekannt wurde, wunderte sich Matthias Brenn, in welcher bärenstarken Besetzung der Gegner antritt. „Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen. Adelhausen hat einige junge, talentierte Ringer, setzte aber gegen unsere Jungs Halbprofis ein“, so Brenn. Vor allem die Tatsache, dass der TuS in der Freistil-Klasse bis 75 kg den Kubaner Reinier Perez einsetzte, sorgte beim Tennenbronner Trainer für Kopfschütteln: „Perez wurde als Ausnahmeathlet für die Bundesliga-Mannschaft geholt und kocht vier Kilo Gewicht ab, dass er in der Regionalliga gegen uns ringen kann.“
 

KSK Furtwangen

 

Siegesserie gerissen: Erster Heimkampf – erste Niederlage. Das hatten sich die Ringer des KSK Furtwangen sicherlich anders vorgestellt. 11:19 mussten sich die Bregtäler dem KSV Haslach geschlagen geben. Immerhin sorgten rund 300 Zuschauer für eine tolle Kulisse in der Jahnhalle. „Der Gegner war einfach ausgeglichener. Deshalb müssen wir die Niederlage akzeptieren“, meinte Trainer Tobias Haaga

Bittere Verletzung: Arne Jöhnk vertrat gegen Haslach in der 71 kg-Griechisch-Klasse Philipp Wolber, der sich eine Woche zuvor am Knie verletzt hatte. Allerdings verlief der Einsatz von Jöhnk keinesfalls so wie geplant. Vier Kilogramm Gewicht nahm er die Tage zuvor ab, um unter 71 Kilo zu kommen. Am Freitagabend zog sich Jöhnk jedoch zu Hause eine Lippenverletzung zu und musste genäht werden. Gegen Haslach stand er zwar auf der Matte, ließ sich jedoch aufgrund seiner Verletzung nach wenigen Sekunden von seinem Gegner schultern.

Gemeinsames Essen: Auf der Matte bekämpften sich die Furtwanger und die Haslacher hartnäckig. Danach ging es jedoch freundlicher zu. Beide Mannschaften gingen noch gemeinsam essen. „Da wurde dann noch eifrig gefachsimpelt“, freut sich Haaga über das freundschaftliche Verhältnis der beiden Vereine.

Weiße Weste: Nach der Niederlage gegen Haslach gibt es bei den Furtwangern zumindest noch eine „weiße Weste“. Diese gehört Jan Furtwängler. Der Freistilspezialist ist als Einziger aus dem KSK-Team in dieser Saison noch ungeschlagen.
 

SV Triberg

 

Kellerkind: Die Bilanz der zweiten Mannschaft des SV Triberg ist bislang trostlos. Auch im Duell der Zweitliga-Reserve in Urloffen gingen die Triberger leer aus. Die große Zahl an Neuzugängen (17), die der SVT vor der Saison verpflichtete, sollte auch dazu beitragen, dass das Oberliga-Team stärker wird. Doch bislang gab es lediglich Niederlagen. Nun droht Niederlage Nummer fünf, denn das Schlusslicht empfängt am Samstag den verlustpunktfreien Spitzenreiter aus Hofstetten.