Leichtathletik: (oh) Am ersten Tag der Süddeutschen U23- und U16-Meisterschaften im saarländischen St. Wendel sorgte Christoph Kessler von der LG Region Karlsruhe in 1:47,28 Minuten über 800 Meter für das beste Einzelresultat. Bisher stand seine 800-Meter-Bestzeit bei 1:47,50 Minuten. Mit einem mutigen Sololauf von der Spitze wurde der Donaueschinger überlegen süddeutscher Meister. Seine Konkurrenten distanzierte er dabei um fast fünf Sekunden. Mit diesem Erfolg krönte Kessler seine bislang erfolgreichste Saison. Bei etwas mehr Glück in den vorhergegangenen Rennen wäre durchaus eine Teilnahme bei den bevorstehenden Olympischen Spielen in Rio möglich gewesen. Insbesondere warf ihn bei den deutschen Meisterschaften ein schwerer Rempler durch einen Konkurrenten mit einem folgenden Fast-Sturz und damit eine schlechtere Platzierung aus dem Rennen um die Olympiatickets. Momentan hat Kessler noch parallel seine Prüfungsklausuren im Rahmen seines Studiums und er muss als waschechter Amateur die Mehrfachbelastung Training-Lernen-Prüfungen mit viel Geschick und Anstrengung meistern.

Vom TV Lenzkirch hatten sich mit Lea Straub, Sarah Ziegler, Larissa Walleser und Anna-Lena Gamp vier Athletinnen für die Titelkämpfe im Saarland qualifiziert. U 16-Sprinterin Sarah Ziegler erreichte das Semifinale über 100 Meter, wo sie sehr gute 13,19 Sekunden lief. Lea Straub kam nach gerade überstandener Krankheit beim Diskuswerfen noch nicht an ihre gewohnten Weiten heran und musste sich mit exakt 26,00 Metern mit dem 12. Platz begnügen. Larissa Walleser platzierte ihren weitesten Wurf mit dem 1-Kilo-Gerät leider neben dem Sektor und beendete den Vorkampf mit 28,72 m etwas unglücklich auf dem neunten Platz. Beim Kugelstoßen zeigte sie jedoch ihre aufsteigende Form und erreichte durch 11,52 m den hervorragenden 4. Platz. Auf Rang acht folgte ihre benachbarte Konkurrentin Christin Rodinger vom FSV Schwenningen mit 10,92 m.

Bei den Juniorinnen U 23 gewann Anna-Lena Gamp mit starken 11,91 m beim Kugelstoßen und neuer persönlicher Bestleistung von 47,81 m beim Diskuswerfen zweimal Silber. Für den Neustädter 100 Meter-Sprinter Jannis Sorgius hingen in der M 15 die Trauben besonders hoch. Trotz guten 11,95 Sekunden blieb ihm der Einzug in das Finale versagt.