Ringen: Einiges an Diskussionsstoff hatten die höherklassigen Ringer-Teams aus der Region am vergangenen Wochenende. Während der Kampfrichter beim Bundesligisten SV Triberg wenige Sympathie-Punkte erntete, gab es beim KSV Tennenbronn Kopfschütteln über das Auftreten einiger Regionalliga-Konkurrenten.

SV Triberg

Pfaff zufrieden: Trotz der knappen 10:12-Niederlage gegen die Red Devils Heilbronn und sehr strittigen Entscheidungen des Kampfrichters war der Vorsitzende des SVT, Mike Pfaff, mit dem ersten Rückrundenkampf zufrieden. „Es gab Kämpfe vom Feinsten, die Stimmung war gut und der Mannschaftskampf lange spannend“, blickt Pfaff zurück. Auch die Zuschauerkulisse war für den Vorsitzenden mit 350 Zuschauern positiv.

Englische Woche: Vor den Tribergern liegt eine englische Woche. Zunächst geht es am Samstag zum Spitzenreiter ASV Mainz, drei Tage später kommt Aufsteiger SV Nackenheim an den Wasserfall nach Triberg und am Samstag, 4. November, gastieren die Schwarzwälder beim Schlusslicht ASV Urloffen. Während bei den ungeschlagenen Mainzern wohl kaum was zu holen ist, kann der SV Triberg mit möglichen Siegen in den anderen zwei Kämpfen bereits den entscheidenden Schritt in Richtung Finalrunde machen.

61 kg-Klasse: Gegen Heilbronn ging für Triberg in der 61 kg-Freistilklasse Vladislav Wagner auf die Matte. Allerdings mit vier Kilo zuviel. Da der für diese Klasse geplante deutsche Neuzugang den Tribergern in letzter Minute abgesagt hatte und Robert Miuti den erhofften N 6-Status nicht erhielt, sucht Trainer Kai Rotter noch nach der bestmöglichen Lösung für diese Gewichtsklasse: „Wir werden das hinbekommen“, ist Rotter überzeugt. Will er einen ausländischen Ringer einsetzen, müsste einer der anderen vier Ausländer im Team weichen. Rotter: „Eventuell wird Vladislav Wagner doch noch eine Option, falls er das Gewicht wirklich schafft. Wenn, dann aber nur für einige Kämpfe.“

KSV Tennenbronn

Herbstmeister: Stell Dir vor, du bist Herbstmeister und kaum einer merkt’s? So erging es dem KSV Tennenbronn am Wochenende. Durch die unerwarteten Niederlagen des TuS Adelhausen II (bei der RG Hausen-Zell) und des Tabellenzweiten AV Sulgen (beim Schlusslicht Taisersdorf) sind die Tennenbronner nach ihrem 15:16-Sieg in Rheinfelden das beste Team der Vorrunde. Die Adelhausener stehen in der Tabelle zwar noch einen Punkt vor dem KSV, haben jedoch bereits einen Rückrundenkampf ausgetragen. Für Trainer Matthias Brenn ist der Grund für die Herbstmeisterschaft die Tatsache, „dass wir die Mannschaft sind, die bislang am ehrlichsten gekämpft hat“. Die derzeitigen Ergebnisse in der Liga bezeichnet er als „Lotteriespiel“.

Bundesliga: Das Thema Bundesliga wurde vergangenes Jahr in Tennenbronn schon heiß diskutiert und könnte auch in dieser Saison wieder aktuell werden. In der Regionalliga müssen die ersten zwei Mannschaften aufsteigen. Ist der nicht aufstiegsberechtigte TuS Adelhausen II in der Abschlusstabelle unter den ersten Zwei, muss lediglich eine Mannschaft in die Bundesliga. Der Tabellendritte hat dann die Wahl. Die Tatsache, dass Regionalliga-Staffelleiter Hardy Stüber selbst von „muss aufsteigen“ spricht, als er nach der Regelung gefragt wird, sagt schon einiges darüber, wie begehrt die Bundesliga bei den Regionalligisten ist. Auch Matthias Brenn wäre von einem Aufstieg derzeit wenig begeistert: „Der ASV Urloffen ist wesentlich besser aufgestellt als wir, hat aber in der Bundesliga kaum eine Chance. Wenn wir weiterhin Eigengewächse einsetzen wollen, wären wir in der Bundesliga nur Kanonenfutter.“

KSK Furtwangen

Bilanz: Nach der 12:19-Niederlage bei Olympia Schiltigheim II schlossen die Furtwanger die erste Saisonhälfte auf dem siebten Platz ab. „Es hätte besser laufen können. Für uns war bis auf zwei Kämpfe einiges mehr zu drin“, lautet die Bilanz von KSK-Trainer Tobias Haaga. Nun hofft er auf einen erfolgreichen Start in den Rückrunde. Immerhin treffen die Furtwanger in den nächsten drei Kämpfen auf Gegner, die sie in der Vorrunde alle drei besiegten.

Personalwechsel: Der Stilartenwechsel sorgt bei den Furtwangern auch für einige personelle Veränderungen. Marcel Wolber (66 kg griechisch) rückt nach seiner langen Verletzung wieder ins Oberliga-Team. Freistilspezialist Ionut Hamzu darf in der 61 kg-Klasse nun in seiner bevorzugten Stilart ringen. Das gleiche gilt für Sascha Weinauge (80 kg) und Felix Pfaff (86 kg). Zudem soll Albert Qorraj die Bregtäler in der 98 kg-Klasse verstärken.

Haaga wundert sich: Laut offiziellen Angaben waren beim Furtwanger Oberligakampf am Samstag in Schiltigheim 200 Zuschauer. Eine Angabe, die bei Tobias Haaga für Verwunderung und Schmunzeln sorgt: „Das waren maximal 50 Zuschauer, davon 15 Fans aus Furtwangen. Als wir nach dem Kampf noch etwas getrunken haben, freuten sich die Schiltigheimer riesig, weil sie es nicht gewohnt sind, dass jemand nach dem Kampf noch in der Halle bleibt“.