Herr Stumpp, der Spielausschussvorsitzender Peter Mark bezeichnet Sie als Held von Furtwangen. Wie fühlt man sich in der neue Heldenrolle?

Ich bin kein Held. Fakt ist aber auch, dass es wenige Spieler gibt, die so etwas später einmal zu erzählen haben.

Sind Sie nach dem Platzverweis gegen Christoph Wehrle freiwillig zwischen die Pfosten oder hat Sie Trainer Markus Knackmuß gebeten?

Ich bin freiwillig ins Tor. Ich stand früher mal bei einem Grümpelturnier zwischen den Pfosten. Aber als Erfahrung kann man das natürlich nicht bezeichnen. Da unser Ersatztorhüter gegen Pfullendorf verhindert war, mussten wir eine Lösung finden. Also habe ich mich angeboten.

Der Elfmeter war die erste Aktion. Was ging Ihnen da durch den Kopf?

Ich wusste, dass der Schütze ein Rechtsfuß ist. Deshalb habe ich ihm die linke Ecke angeboten. Er hat mein Angebot angenommen und ich habe den Ball gehalten.

Es war die Aktion, die den 3:2-Sieg absicherte. Müssen Sie als Matchwinner jetzt einen ausgeben oder bekommen Sie einen ausgegeben?

Ich hoffe, dass ich einen ausgegeben bekomme. Nach der Aktion sind alle Spieler auf mich zu gerannt. Die Freude war groß. Ich dachte aber mehr an die zehn Minuten, die noch zu spielen waren.

Sind Sie jetzt in einer neuen Rolle Torwart-Stellvertreter?

Ich fühle mich als Defensivspieler wohler. Unser Torhüter wird nun ein Spiel gesperrt. Ich hoffe, wir finden kommendes Wochenende eine Lösung.

Ist das Matchwinner-Erlebnis nach Ihrer langen Verletzungspause etwas ganz Besonderes?

Ja. Ich habe fast ein Jahr verletzt zugeschaut und stand seit Februar 2017 erst zum zweiten Mal in der Start-Elf. Für solche Tage spielst du Fußball. Für mich bleibt das Spiel wohl unvergesslich.

Fragen: Dietmar Zschäbitz