Fußball-Landesliga: Drei Spieltage vor Abschluss der Saison hat sich der SC Pfullendorf an der Tabellenspitze mit drei Punkten abgesetzt. Der FC 08 Villingen II kann langsam für die Verbandsliga-Aufstiegsspiele planen. Am Tabellenende droht neben Obereschach auch der DJK Villingen der Gang in die Bezirksliga. Fünf Schwarzwälder Landesligisten waren am Wochenende im Einsatz. Die Ausbeute war mit drei Treffern und lediglich einem Punkt sehr dürftig.

Dem FC 08 Villingen II scheint das Schießpulver nass geworden zu sein. Nach bisher 74 Toren in 25 Spielen blieb die Elf nun zweimal in Folge ohne Treffer. „Es gibt solche Phasen. Wir machen uns deswegen nicht verrückt. Immerhin sind die Chancen da“, sagt Trainer Marcel Yahyaijan. Er hat trotz des Rückstands auf Pfullendorf die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben. Am Freitag soll mit drei Punkten in Obereschach zumindest Platz zwei rechnerisch abgesichert werden. „Wir sind voll im Soll und lassen uns jetzt auch nichts kaputtreden“, betont Yahyaijan. Nicht ganz glücklich läuft indes aktuell der Trainingsbetrieb. Einerseits aufgrund der vielen Spiele in allen Altersklassen, andererseits trainieren einige Akteure mit dem Oberliga-Kader, sodass Yahyaijan Übungseinheiten lediglich mit einem recht kleinen Landesliga-Kader machen kann.

Am Donnerstag hatten die Spieler des FC Schonach gegen Pfullendorf (2:3) alles abgerufen und dem Titelfavoriten einen großen Kampf geliefert. Am Sonntag schalteten die Spieler offenbar auf den Reservetank um, doch auch da waren die letzten Tropfen Sprit schnell verbraucht. „Unser Kader ist zu klein. In derartigen Situationen können wir nicht die frischen Kräfte bringen, die nötig wären. Hinzu kam mit Dettingen ein Gegner, der 90 Minuten fast nur in der Abwehr stand und wir viele Fehlpässe produzierten“, bilanziert Trainer Enrique Blanco die 0:1-Heimniederlage. Blanco hält weiterhin den dritten Platz für erreichbar, was für Schonach ein Riesenerfolg wäre. „Wir haben viel geschafft, was dem Verein keiner zugetraut hatte. Wir werden diese Woche regenerieren, um erholt ins Saisonfinale zu gehen“, hofft Blanco.

Die schwere Kopfverletzung von Torhüter Dominik Osek überschattete die Partie des FC Löffingen in Markdorf (1:4). Osek musste nach 57 Minuten ins Krankenhaus gebracht werden. „Dominik hat mir gesagt, dass nichts gebrochen ist. Er hat zahlreiche Prellungen und schwere Kopfschmerzen. Glücklicherweise durfte er noch am Abend das Krankenhaus wieder verlassen“, berichtet Löffingens Trainer Tim Heine. In seiner Mannschaft habe die Szene Bestürzung ausgelöst, zumal Osek schon einmal eine ähnliche Verletzung hatte. „Dass Markdorf im Abstiegskampf etwas härter spielt, ist legitim. Aber es waren viel zu viele Nickeligkeiten im Spiel“, ergänzt Heine, der von seiner Elf eine gute erste Halbzeit sah, was sich jedoch einmal mehr nicht im Ergebnis ausdrückte.

Die DJK Villingen ist nach der 2:5-Heimniederlage gegen den FV Walbertsweiler wieder auf einem Abstiegsplatz angekommen. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir noch zwei Siege brauchen. Daran hat sich nichts geändert. Jetzt müssen wir aus den drei letzten Saisonspielen die sechs Punkte holen“, sagt DJK-Trainer Jan Hirsch. Gegen Walbertsweiler ärgerte sich Hirsch über die erneuten Fehler im Spielaufbau und in der Defensive. „Nach dem ersten Gegentreffer haben wir noch eine Reaktion gezeigt. Wir schaffen es jedoch nicht, in der Abwehr für Ordnung zu sorgen und im Angriff die Chancen zu nutzen“, ergänzt Hirsch um anzufügen: „Wir müssen jetzt mehrere Wunder schaffen. So muss es uns gelingen, den ersten Auswärtssieg zu landen. Außerdem müssen wir zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge gewinnen. Viel spricht jetzt gegen uns, aber ich glaube weiterhin fest an den Klassenerhalt“, fügt Hirsch an.

Beim Schlusslicht SV Obereschach ist die Luft inzwischen komplett raus. Nach dem 0:6 in Hilzingen droht nun auch die Marke von 100 Gegentreffern zu fallen. „Es wird Zeit, dass die Saison zu Ende geht. Wir wissen seit Wochen, dass wir für die Bezirksliga planen müssen. Natürlich ist es vor dem Hintergrund auch nicht einfach, die Spieler neu zu motivieren“, sagt Alexander Lees vom SVO-Trainerteam. Wieder einmal leistete sich seine Elf viele individuelle Fehler, die der Mitaufsteiger bestrafte. „Wir stehen nicht mehr stabil. Im Training passt alles. Da sind genügend Spieler da und haben Spaß. Aber wenn wir in den Spielen ein, zwei Treffer bekommen, bricht alles zusammen. Wir freuen uns aber dennoch auf das Spiel gegen den FC 08 Villingen II am Freitag. Es sind die kleinen Ziele, die uns geblieben sind“, so Lees.