Leichtathletik: Als der Lauftreff Pfohren 2016 erstmals einen Hallenmarathon in der Arena Geisingen ausrichtete, gab es kritische Stimmen, die dieser Veranstaltung wenig Zukunfts-Chancen einräumten. Zu monoton und wenig abwechslungsreich schien dieser Lauf über 200 Runden. Inzwischen aber hat sich die Veranstaltung etabliert und wird sogar fast zum Selbstläufer, wie die aktuellen Anmeldezahlen für die dritte Veranstaltung am 18. Februar zeigen. „Wir werden beim Marathon und Halbmarathon wieder die selbst gesteckte Grenze von jeweils 50 Läufern erreichen. Sollte es weiterhin ein derart großes Interesse geben, ist sogar eine Aufstockung auf 60 Starter pro Lauf denkbar. Das wäre noch akzeptabel“, sagt Thomas Schneider vom LT Pfohren.

Wurden bei der ersten Veranstaltung nur der Marathon und Halbmarathon angeboten, erweiterte der LT Pfohren in diesem Jahr bei der zweiten Veranstaltung das Angebot um Läufe über 5000 und 10000 Meter sowie einen Lauf über 1000 Meter für Schüler. An diesem Programm halten die Pfohrener auch 2018 fest. Am Konzept, morgens mit dem Marathon zu starten und die Veranstaltung mit dem 10.000-Meter-Lauf abzuschließen, gibt es ebenfalls keine Änderung. Schneider: „Das Programm hat sich bewährt und wird von den Sportlern und Zuschauern so angenommen.“

Um den Rennverlauf übersichtlich zu gestalten, begrenzten die Organisatoren die Starterzahlen auf 50 Läufer. Aktuell haben sich für 2018 bereits 39 Teilnehmer für den Marathon und 19 Starter für die halbe Distanz gemeldet. „Einerseits hat unsere Veranstaltung zwischenzeitlich einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht; andererseits zahlen sich unsere Werbemaßnahmen aus. Wir werden die 50 Läufer in den beiden Top-Läufen auf jeden Fall schaffen“, ist Schneider überzeugt. Angemeldet haben sich neben vielen Athleten aus Süddeutschland auch Sportler aus der Schweiz und Frankreich, was der Veranstaltung internationalen Charakter verleiht.

Einen Hallenmarathon gibt es in Deutschland nur zweimal. In Senftenberg (Brandenburg) haben die Veranstalter ein Dreitages-Event mit sogar einem Lauf über 100 Kilometer daraus gemacht. Dort werden die Pfohrener im Januar mit einigen Läufern starten und für die eigene Veranstaltung nochmals werben. Eine Drei- oder Zweitages-Veranstaltung ist beim LT Pfohren allerdings nicht geplant. „Für uns als eher kleinen Verein hat die aktuelle Veranstaltung exakt die richtige Größe. Das Programm mit der Organisation lässt sich perfekt von uns stemmen“, fügt Schneider an. Wie bei den bisherigen Veranstaltungen wird auch die dritte Auflage für Zuschauer keinen Einritt kosten. Musikalische Einlagen sowie eine Marathon-Messe sind im Rahmenprogramm geplant. Bewährt hat sich die Chip-Zeitmessung.

Einen Zuwachs erhoffen sich die Pfohrener für den Schülerlauf, bei dem die Anmeldezahlen aktuell noch im niedrigen Bereich stagnieren. Schneider: „Wir würden es begrüßen, wenn auch Schulen aus der Region ihr Interesse bekunden. Etwas mehr Resonanz wäre begrüßenswert.“ Im vergangenen Februar gingen 14 Nachwuchsläufer an den Start. Auch hier hoffen die Pfohrener auf einen Langzeiteffekt. Schneider: „Schon jetzt lässt sich sagen, dass es eine gute Idee war, den Hallenmarathon zu initiieren, auch wenn wir damit nur eine spezielle Klientel an Athleten ansprechen. Aber damit hatten wir gerechnet und fühlen uns bestätigt.“