Ringen: Von Höhen und Tiefen geprägt war der Doppelkampftag für die höherklassigen Ringer-Teams aus der Region. Während Bundesligist SV Triberg mit zwei Siegen die ersten Punkte sammelte, verbuchten Regionalligist KSV Tennenbronn und Oberligist KSK Furtwangen jeweils einen Sieg und eine Niederlage.

SV Triberg

Finalrunde: Die zwei Derby-Erfolge gegen den ASV Urloffen (16:5) und bei RKG Freiburg (18:10) sorgten beim SV Triberg nicht nur für Aufatmen. Sie bedeuten für das Team von Kai Rotter zugleich einen großen Schritt in Richtung Finalrunde. Um das Achtelfinale (2./9. Dezember) sicher zu erreichen, müssen die Triberger mindestens Fünfter werden. Da zudem auch der beste Tabellensechste aus den drei Bundesligen die Finalrunde erreicht, sind die Triberger Achtelfinalchancen in den vergangenen Tagen um einiges gestiegen.

Stau: Das lange Wochenende mit dem Tag der Deutschen Einheit sorgte in Deutschland für volle Straßen. Für Tribergs Neuzugang Özbekhan Güclü hatte dies gleich zweimal Auswirkungen. Am Samstag stand der 57 kg-Freistilspezialist zwei Stunden auf der Autobahn und traf erst fünf Minuten vor dem Wiegen in Triberg ein. Danach zeigte der Türke gegen den jungen Urloffener Nico Megerle eine enttäuschende Leistung. Beim Auswärtskampf in Freiburg drei Tage später war Güclü nur indirekt stau-beteiligt. Sein geplanter Gegner, der Italiener Givi Davidovi, immerhin WM-Zehnter, saß auf der Fahrt von Frankreich nach Freiburger mehrere Stunden im Stau fest und verpasste den Kampf. Somit bekam Güclü vier Punkte „geschenkt“.

KSV Tennenbronn

Schramberg-Derby: Die Lokalkämpfe gegen den AV Sulgen und den AB Aichhalden sind für die Ringer des KSV Tennenbronn die Höhepunkte der Regionalliga-Saison. Teil eins von vier hat das Team von Matthias Brenn am Dienstag im Duell der Schramberger Stadtteile in Sulgen bitter mit 13:14 verloren. „Da ging es auch um die Schramberger Vorherrschaft. Leider haben wir einige Chancen verpasst, um dieses Derby zu gewinnen“, so Brenn.

Übergewicht: Peter Lehmann gehört zu den erfahrensten Ringern bei den Tennenbronnern. Ausgerechnet der Routinier versetzte seinem Team gegen Sulgen den ersten Rückschlag. Lehmann war zu schwer für die 61 kg-Klasse. Dadurch erhielt der Gegner schon vor Kampfbeginn vier Zähler. Für Brenn eine ärgerliche Situation: „Das war nicht professionell und für die Motivation der Mannschaft vor so einem Derby sicherlich nicht förderlich.“

KSK Furtwangen

Jugend forscht: Als Furtwangens Trainer Tobias Haaga am Dienstag vor dem KSK-Heimkampf die Aufstellung der gegnerischen Mannschaft ASV Urloffen II sah, dachte er zuerst an „Jugend forscht“, wie es Haaga süffisant bezeichnet. Die Bundesliga-Reserve trat mit fünf Jugendringern in der Furtwanger Jahnhalle an. Entsprechend hoch fiel mit 29:6 der Sieg der Gastgeber aus. Obwohl die heimischen Zuschauer einen sehr einseitigen Kampf mit wenig Oberliga-Niveau geboten bekamen, zeigt Haaga Verständnis für den Gegner: „Ich kenne den Urloffener Trainer Sascha Wachter schon lange. Er sagte mir, dass mehrere Ringer krank oder verletzt sind. Immerhin hat Urloffen jede Gewichtsklasse besetzt“.