Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Mit dem FC Fischbach gibt es in der Staffel einen würdigen Meister. Der FC Weilersbach rückt als Dritter für den nicht aufstiegsberechtigten Tabellenzweiten DJK Villingen II in die Relegationsrunde zur Bezirksliga nach. Nach nur einer Saison muss der SV Nußbach wieder zurück in die Kreisliga B. Die SG Buchenberg/Neuhausen und der FC Triberg sind die Begleiter. Der Tabellenviertletzte FC Peterzell muss gegen den FC Bad Dürrheim II zwei Spiele um den Verbleib in der Liga bestreiten, der Verlierer steigt in die Kreisliga B ab. In der kommenden Saison umfasst die Kreisliga A, Staffel 2, nur noch 15 Mannschaften und wird 2019 auf 14 reduziert.

FC Fischbach feiert Start-Ziel-Sieg

Seit dem vierten Spieltag stand der FC Fischbach ununterbrochen auf dem ersten Platz. Nur 24 Gegentreffer, fünf davon im letzten Saisonspiel, unterstreichen die Qualität der Elf, zumal einige diese Gegentore durch Elfmeter entstanden. „Aus dem Spiel heraus sind wir kaum zu bezwingen“, betont Trainer Günter Hirsch. Er setzte auf einen Stamm von erfahrenen Spielern und baute zudem junge Spieler ein, die für die Fischbacher Zukunft stehen. „Wir haben eine tolle Saison gespielt. Zudem haben wir einen unglaublichen Zusammenhalt“, ergänzt Hirsch. Die Bezirksliga ist für die Fischbacher kein Neuland. Im Jahr 1983 wurde im Bezirksoberhaus sogar die Vizemeisterschaft erreicht. Wie die Meister der vergangenen Jahre, Hochemmingen und Marbach, wollen auch die Fischbacher eine Liga höher ihr Können zeigen. Hirsch: „Wir haben das Potenzial, um in der Bezirksliga mitzuhalten. Wir werden uns noch punktuell verstärken.“

Pech für DJK Villingen II

Im Sommer 2015 stieg die DJK Villingen II aus der Kreisliga B auf. Nach zwei zweistelligen Abschlussplatzierungen folgte nun ein kaum erwarteter zweiter Rang. Die Belohnung in Form der Aufstiegsspiele zur Bezirksliga bleibt der DJK jedoch verwehrt, da die erste Mannschaft aus der Landes- in die Bezirksliga absteigt. Vor allem auf eigenem Platz war die junge Villinger Elf bärenstark. Es gab nur eine Niederlage. Der erfahrene Patrick Haas erzielte 22 Tore. Einige Spieler sollen künftig die erste Mannschaft verstärken. „Es ist schmerzhaft, dass es mit den Aufstiegsspielen nicht geklappt hat. Wir hätten auch mit dieser Mannschaft eine gute Rolle in der Bezirksliga gespielt“, sagt Spielausschussvorsitzender Hartmut Siegle. Trainer Adrian Schade und seine Elf dürfen in jedem Fall stolz auf die Runde sein.

Tolles Erlebnis für FC Weilersbach

Der FC Weilersbach profitiert von der Sperre der DJK Villingen II für die Aufstiegsspiele und rückt als Dritter nach. Beim 11:1-Sieg am letzten Spieltag gegen Peterzell zeigte die Elf, dass sie für die zwei Relegationspartien gegen den SSC Donaueschingen bereit ist. „Ich hoffe, wir haben unser Pulver noch nicht verschossen. Auf jeden Fall war es wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die zwei Spiele zu gehen. Allerdings sehe ich uns als leichter Außenseiter, denn der SSC ist in der Staffel 2 Tabellenzweiter“, sagt Trainer Nunzio Pastore. Für ihn hat die Elf schon jetzt alle gesteckten Ziele erreicht, mit einer Ausnahme: „Die 54 Gegentreffer sind natürlich zu viel. Da nehme ich die Mannschaft in die Pflicht, es besser zu machen. Schon in den Aufstiegsspielen, die für uns zu einem Erlebnis werden, denn die jungen Akteure kennen diese Form der erfreulichen Saisonverlängerung bisher nicht“, ergänzt Pastore.

NK Hajduk früh aus dem Titelrennen

Der vorjährige Vizemeister NK Hajduk VS verspielte bereits in der Anfangsphase der Saison alle Chancen auf eine Wiederholung des Erfolgs. Personell arg geschwächt, war schon nach der ersten Saisonhälfte bei 17 Punkten Rückstand auf Fischbach der Zug abgefahren. Trainer Predag Kicic trat daraufhin von seinem Amt zurück und Davor Koprivnjak übernahm. Immerhin spielte Hajduk die zweitbeste Rückrunde in der Staffel, doch die Hypothek der Vorrunde war zu groß, zumal auch auswärts zu wenige Punkte geholt wurden. Offensiv ist Hajduk bei 78 geschossenen Toren weiterhin eine Macht, doch 70 Gegentreffer sind die Bilanz eines Absteigers.

VfB Villingen verpatzt Saisonstart

Wie der NK Hajduk wurde auch der VfB Villingen vor der Saison als möglicher Meisterschaftskandidat gehandelt. Aber ebenso wie Hajduk verpatzte auch der VfB den Saisonstart, und so war Rang vier zwischenzeitlich die beste Saisonplatzierung. Nun ist es, wie in der vergangenen Saison, wieder Platz fünf geworden. „Auch wenn es tabellarisch keine Veränderung gibt, sind wir einen Schritt vorangekommen, wenn ich nur an die jungen Spieler denke. Auch der neue Kunstrasenplatz ist für die Entwicklung des VfB enorm wichtig. Es tut sich einiges in unserem kleinen Verein“, sagt Trainer Toni Szarmach, der zunächst den Verein verlassen wollte, nun aber noch eine weitere Saison anhängt. Dann möglicherweise doch mit einem Angriff auf die ersten zwei Plätze, wobei dafür der letzte Platz in der Fairplay-Wertung verlassen werden sollte. „Die Liga 2018/19 wird um 50 Prozent stärker. Die Auf- und Absteiger werden eine gute Rolle spielen und andere Teams haben schon viele Spieler verpflichtet. Wir werden unseren Weg gehen und lassen uns nicht unter Druck setzen“, fügt Szarmach an.

Spielgemeinschaft bester Aufsteiger

Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen, die von Platz zwei bis Rang zwölf vieles beinhaltete, darf sich die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach mit dem Titel des besten Aufsteigers schmücken. Nie stand der Neuling auf einem Abstiegsplatz und bei Saisonhalbzeit sogar auf Rang fünf. Nach der Winterpause fiel die Elf von Trainer Franz Ratz in ein kleines Loch, aus der die Elf sich jedoch rechtzeitig befreite und starke 42 Punkte einsammelte. Zwölf Siegen stehen zwölf Niederlagen gegenüber. „Vor der Runde hatten wir 36 Punkte als Ziel ausgegeben. Damit wären wir abgestiegen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die aus den letzten vier Partien zehn Punkte geholt hat und mit den fünf Treffern bei Meister Fischbach ihr Potenzial eindrucksvoll unterstrich“, analysiert Ratz. Das Ziel für die kommenden Saison umschreibt er so: „Wir wollen uns in der Liga etablieren und keine Luftschlösser bauen.“

SV Rietheim hat noch viel vor

Mit einer starken Vorrunde machte der SV Rietheim auf sich aufmerksam und galt lange als Anwärter auf Rang zwei. Platz 15 in der Rückrundentabelle zeigen, dass die Elf von Trainer Rafael Zimmermann deutlich abgebaut hat. Magere 15 Punkte aus 15 Spielen sind die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Schon jetzt schauen die anderen Vereine auf die Rietheimer, die bereits im Frühjahr zahlreiche Neuzugänge vorstellten und laut eigener Aussage weiterhin auf dem Spielermarkt zuschlagen wollen. Sollte das geschehen, werden die Rietheimer in der kommenden Saison wahrscheinlich einen Angriff auf die Top-Platzierungen starten, wobei Zimmermann die nicht ganz einfache Aufgabe haben wird, die neuen Spieler zu integrieren und die bisherigen Akteure nicht zu vergraulen. In Rietheim dürfte die Erwartungshaltung kräftig steigen.

Starker Endspurt von Schönwald

Binnen zwei Jahren marschierte der FC Schönwald von der Kreisliga B in die Bezirksliga. Nun drohte im gleichen Tempo der umgekehrte Weg. Doch mit einem außergewöhnlichen Schlussspurt (13 Punkte aus den letzten sechs Partien) arbeitete sich die Elf unter Interimstrainer Christian Furtwängler noch bis auf Rang acht nach oben. Furtwängler hatte im April das Amt von Alexander Schätzle übernommen, der eigentlich schon für die kommende Saison zugesagt hatte. „Mit Rang acht war nie zu rechnen. Wir haben uns Schritt für Schritt verbessert und diesen Entwicklungsprozess auch auf den Platz gebracht. „Dass wir offensiv eher ins vordere Tabellendrittel gehören, war mir klar. Die Mannschaft hat zunehmend meine Philosophie verstanden und umgesetzt“, bilanziert Furtwängler, der unmittelbar nach dem Klassenerhalt für eine weitere Saison verlängerte.

Schonacher Unterbau stabil

Bis zum letzten Spieltag durfte sich der FC Schonach II Hoffnungen auf den Titel als bester Aufsteiger machen. Die Schonacher werden es verschmerzen, dass sich nun die SG Vöhrenbach mit diesem Prädikat schmücken darf, denn der Neuling erreichte den Klassenerhalt. Nur zweimal stand die Elf von Robin Kienzler auf Platz 13, ansonsten immer besser. Das interne Ziel, die Mannschaft als Unterbau der Schonacher Landesliga-Elf in der Kreisliga A zu halten, wurde mit 40 Punkten erfüllt. Zu den 18 Zählern aus der Vorrunde kamen noch 22 hinzu. Die jungen Spieler haben einiges gelernt und einige von ihnen werden nun sogar in der ersten Mannschaft eine Chance erhalten. Schonach stand oft für torreiche Spiele. Nie gab es ein 0:0. Nun gilt es, weitere Eigengewächse zu integrieren.

Konstante Saison des FC Tannheim

Um zwei Punkte und zwei Plätze verbesserte sich der FC Tannheim gegenüber der Saison 2016/17. Unter Trainer Christoph Raithel gelang es zudem, mehr Tore zu erzielen und die in der vergangenen Runde hohe Quote an Gegentreffern (78) zu reduzieren. Die beste Saisonplatzierung war Rang sieben, die sechs Mal erreicht wurde. Die Mannschaft spielte zwei annähernd gleiche Halbserien. Die Marke von 40 Punkten wurde, ebenso wie ein einstelliger Tabellenplatz, nur knapp verpasst. Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga 2015 absolvierte die Elf die bislang beste der drei Spielzeiten in der Kreisliga A. Raithel wird auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen.

FC Kappel hat viele Baustellen

An der Bezirksliga schnupperte der FC Kappel 2016, als die Aufstiegsspiele erreicht wurden. Zwölf Monate später stand Rang acht als Abschlussplatzierung und nun Rang elf. Bis zum letzten Spieltag war der Klassenerhalt zumindest rechnerisch noch nicht sicher, doch letztendlich tat die Niederlage bei der SG Buchenberg nicht mehr weh. „Wir hatten in der Saison einige Baustellen. Unser Kader war zu dünn und als Verletzungspech hinzukam, stellte sich die Mannschaft oft von allein auf. Mir fallen aus dem Stand fünf Spiele ein, in denen wir völlig unnötig Punkte abgegeben und eine bessere Platzierung verspielt haben“, sagt Trainer Kai Bommer. Er hat für die neue Saison zwei Wünsche: „Die Mannschaft darf sich nicht mehr von allein aufstellen. Außerdem sollten wir wieder in die Tabellenregionen kommen, in denen es um etwas geht.“

Neukircher Punktlandung

Eine Punktlandung legten die Sportfreunde Neukirch hin. Vom ersten Spieltag an stand die Elf auf einem der letzten vier Ränge. Der einzige Sprung auf Rang zwölf gelang am letzten und entscheidenden Spieltag. Damit war der Klassenerhalt perfekt. Nachdem die Sportfreunde mit dem Trainerduo Klaus Waldvogel und Udo Glander in die Runde gestartet waren, arbeitete Glander nach der Winterpause als alleinverantwortlicher Coach. In der 87. Minute gelang am letzten Spieltag bei Hajduk der 2:1-Siegtreffer. „Ich hatte schon fast nicht mehr an den Sieg geglaubt. Die ganze Saison war Anspannung pur, die ich nicht jedes Jahr brauche. Ich hoffe, wir nehmen die vielen gewonnenen Erfahrungen mit, um wieder eine ruhigere Saison zu spielen. Wir werden aus der Runde lernen und wollen es wieder besser machen“, bilanziert Glander. Neukirch schaffte den Klassenerhalt mit den wenigsten geschossenen Toren (47).

FC Peterzell muss nachsitzen

Mit einer 1:11-Niederlage in Weilersbach verabschiedete sich der FC Peterzell aus der Punkterunde und muss gegen den FC Bad Dürrheim II in den Spielen um den Klassenerhalt nachsitzen. „Mein Ziel ist es weiterhin, mich mit dem Klassenerhalt zu verabschieden. Wir werden gut vorbereitet in die zwei Partien gehen“, sagt Trainer Giovanni Mercuri, der sein Engagement nach der Saison beendet. Mercuri selbst spielte einst vier Jahre in Bad Dürrheim, sogar mit dem dortigen Trainer Dennis Feuerstein zusammen. „Wir werden nicht chancenlos sein. Wir haben mit acht Siegen immerhin die viertbeste Rückrundenbilanz. Wir haben coole Jungs in der Mannschaft, die die Aufgabe lösen werden“, ist Mercuri überzeugt. Peterzell will mit aller Macht die Liga halten, um der neuen SG Peterzell/St. Georgen, die für die bisherigen Vereine FC Peterzell und FV/DJK St. Georgen antritt, einen Startplatz in der Kreisliga A zu sichern.

FC Triberg stürzt ab

Vier Mal verpasste der FC Triberg in den vergangenen Jahren nur haarscharf die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga. Die Mannschaft hatte ein Abonnement auf Rang drei. Nichts deutete auf einen derartigen Absturz hin. Nun aber ist das schier Undenkbare eingetreten. Triberg muss runter in die Kreisliga B. „In den entscheidenden Spielen sind uns wichtige Stammspieler durch Verletzungen weggebrochen. Wir haben oft knapp verloren. Mit unserem Torverhältnis gehören wir klar in die erste Hälfte der Liga“, sagt Vorsitzender Clemens Scherzinger. In dieser Woche wollen die Verantwortlichen des Vereins in die Saison-Analyse einsteigen. Scherzinger: „Unmittelbar nach Abschluss der Runde können wir noch keine Zielvorgabe für 2018/19 ausgeben. Alle drei Absteiger der Staffel werden voraussichtlich in die Kreisliga B 1 gehen. Das zeigt, wie schwer die Staffel wird. Wir werden das Gros der Spieler behalten und mit einer guten Vorbereitung die Grundlagen schaffen, um wieder erfolgreicher zu sein.“ Auch der Vorsitzende kann sich aus dem Stand nicht erinnern, wann Triberg zuletzt in der Kreisliga B gespielt hat.

SG Buchenberg zu Hause schwach

2015 stieg die SG Buchenberg/Neuhausen aus der Bezirksliga ab und nun auch aus der Kreisliga A. Schon seit dem neunten Spieltag steckte die Spielgemeinschaft auf den hinteren Tabellenplätzen fest. Schwer wogen im vergangenen Sommer die Abgänge von erfahrenen Spielern. So kamen jüngere Talente zum Einsatz. Trainer Hannes Feucht stellte sich dennoch der Aufgabe, doch nach einem einigermaßen guten Start ging es ständig bergab. Ein später Trainerwechsel, Daniel Jäckle übernahm, sorgte zwar für frischen Wind, aber nicht für eine Verbesserung in der Tabelle. Mit ein Grund für den Abstieg war die zweitschlechteste Heimbilanz. Noch offen ist, mit welchem Trainer die SG in die neue Saison gehen wird, da Jäckle nur eingesprungen war. Der Großteil der Spieler hat angekündigt, bei der SG zu bleiben.

SV Nußbach kassiert viele Gegentore

Nach dem Abstieg aus der Kreisliga A 2013 feierte der SV Nußbach nur ein kurzes Comeback in der Liga. Als Schlusslicht muss der Aufsteiger sofort wieder zurück in die Kreisliga B. Am zweiten Spieltag noch Tabellensechster, ging es für die Elf von Trainer Richard Dittrich schnell bergab. Seit dem 16. Spieltag wurde die Rote Laterne nicht mehr abgegeben. „Wir haben immer wieder zu viele Fehler gemacht und die Gegner aufgebaut“, analysiert Dittrich. Die 87 Gegentreffer zeigen, dass es vor allem defensiv nicht immer stimmte. „Für uns war die Saison sehr lehrreich. Wir mussten erkennen, dass unser Kader für die Liga zu dünn ist. Allzu oft haben wir es den Gegnern zu einfach gemacht, gegen uns zu treffen. Der sofortige Wiederaufstieg ist zunächst kein Thema. Wir wollen uns in der Kreisliga B unter den besten fünf Mannschaften einordnen“, ergänzt Dittrich.