Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Ein Zweikampf zeichnet sich im Kampf um die Meisterschaft ab. Sowohl der FC Fischbach als auch DJK Villingen II gehen mit 38 Punkten in die zweite Saisonhälfte, wobei Fischbach noch zwei Partien weniger als der Konkurrent ausgetragen hat. Aktuell scheint nur der Tabellendritte FC Weilersbach noch in das Titelrennen eingreifen zu können. Am anderen Ende droht dem einstigen Landesligisten Sportfreunde Neukirch der Sturz in die Kreisliga B. Aber auch Neukirch hat noch zwei Nachholspiele und damit die Chance, bei den knappen Abständen auf einen Nichtabstiegsplatz zu springen. Der Kampf um den Klassenerhalt verspricht viel Spannung. Selbst die Teams auf den Plätzen sechs und sieben sollten sich noch nicht zu sicher fühlen.

Seit 2012 spielt der FC Fischbach ununterbrochen in der Kreisliga A. Jetzt könnte der nächste große Schritt ins Bezirksoberhaus folgen. Unter Trainer Günter Hirsch, der bereits für eine weitere Saison verlängert hat, setzte in den vergangenen Jahren eine Entwicklung ein, bei der es trotz einiger Rückschläge nach oben ging. „Wir haben eine gute Ausgangsposition, aber ich kann nur warnen. Ein Vorsprung kann sehr schnell aufgebraucht sein. Unser klares Ziel ist es, die Saison auf einem der ersten zwei Plätze zu beenden. Ich glaube aber nicht, dass es beim Zweikampf bleiben wird. Weilersbach und eine Überraschungsmannschaft können noch eingreifen“, so Hirsch. Gefreut hat den Übungsleiter, dass seine Spieler in der Vorbereitung die schwierigen Bedingungen gut angenommen haben.

Die DJK Villingen II war mit der Zielsetzung gestartet, schnell 40 Punkte zu holen. Dass die Elf jetzt bei 38 Zählern steht, war nicht zu erwarten. „Wir denken nicht an einen Aufstieg, sind aber so selbstbewusst um zu sagen, dass wir Rang zwei so lange wie möglich verteidigen wollen. Wir haben hier etwas aufgebaut und mit bisher guten Leistungen den Platz nicht zufällig erobert. Wir wollen noch robuster auftreten und einige Mannschaften ärgern, die höhere Ziele haben“, sagt DJK-Trainer Adrian Schade.

Seit dem achten Spieltag hat sich der FC Weilersbach auf dem dritten Platz festgebissen. Die Elf von Trainer Nunzio Pastore trennen neun Punkte vom Spitzenduo, wobei die Elf gegenüber dem Tabellenzweiten noch zwei Spiele weniger ausgetragen hat. „Wir haben ein schweres Auftaktprogramm. Schon die ersten drei Partien werden zeigen, wohin die Reise geht“, sagt Pastore, der auch in der kommenden Saison die Elf betreuen wird. Laut Pastore hat die Mannschaft „eine gute Entwicklung genommen, aber auch noch Luft nach oben“. Pastore glaubt, dass Fischbach nicht mehr einzuholen ist. Bestätigt seine Elf den dritten Platz, hat Weilersbach bereits eine gute Saison gespielt. Andererseits würde sich keiner wehren, sollte es mit den Aufstiegsspielen klappen.

Überraschend verabschiedete sich bei NK Hajduk Villingen-Schwenningen in der Winterpause Trainer Predag Kicic. Mit Davor Koprivnjak wurde schnell ein Nachfolger gefunden. Vor der Saison gehörte der vorjährige Vizemeister zu den Titelfavoriten, doch davon ist Hajduk aktuell weit entfernt. Auch deshalb zog Kicic persönliche Konsequenzen. Die 14 Punkte Rückstand auf die zwei Top-Teams sind nahezu uneinholbar. Der schwache Saisonstart im vergangenen Sommer, damals fehlten wichtige Stammspieler, wird eine zu große Hypothek bleiben.

Einen starken Eindruck hat der bisher beste Aufsteiger SG Vöhrenbach/Hammereisenbach hinterlassen. Diesen gilt es nun zu bestätigen und nicht abzurutschen. Trainer Franz Ratz hat bereits für die kommende Saison verlängert, da er gute Perspektiven sieht. Nicht so richtig ins Bild passt jedoch das negative Torverhältnis (30:31). Auswärts ist die SG die viertbeste Elf der Staffel. Die Mannschaft startet mit zwei Heimspielen gegen DJK Villingen II und FC Tannheim.

Nach den Abschlussplatzierungen zehn und sieben scheint der SV Rietheim auf gutem Weg, erneut einen Schritt nach vorne zu machen. Die Elf von Trainer Rafael Zimmermann geht mit 23 Punkten und einigen Nachholspielen in die zweite Saisonhälfte. Das Prunkstück war bisher die zweitbeste Abwehr der Staffel, die nur 20 Gegentreffer kassierte. Auch Platz zwei in der Fairnesstabelle darf sich sehen lassen. Die ersten Spiele sind in Peterzell, gegen Kappel und in Nußbach zu absolvieren. Da möchte die Zimmermann-Elf das Polster zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößern.

Wie der NK Hajduk wurde auch der VfB Villingen vor der Saison als Titelkandidat gehandelt. Doch ebenso wie der Stadtnachbar kam auch der VfB schwer aus den Startlöchern. „Wenn wir uns gegenüber der vergangenen Saison verbessern, wäre ein Ziel erreicht“, sagt Trainer Toni Szarmach. Die Elf belegte in der vergangenen Runde Rang fünf, der auch diesmal noch möglich ist. Für mehr scheint der Rückstand schon zu groß. „Wir haben viele junge Spieler, die wir entwickeln wollen. Die Jungs machen Fehler, aus denen sie lernen sollen. Wenn wir da einen Schritt weiterkommen, wäre auch das zweite Ziel erreicht“, ergänzt Szarmach.

Achter war der FC Kappel nach der vergangenen Saison und von Platz acht geht die Elf um Trainer Kai Bommer auch in die zweite Saisonhälfte. „Wir sind nicht so vermessen, Rang drei als Ziel auszugeben, aber auch nicht so bescheiden, um nur gegen den Abstieg zu spielen. Wir brauchen einen Top-Start, um uns noch etwas nach oben zu orientieren“, sagt Bommer. Er weiß, dass die Punktabstände gering sind und es jederzeit nach oben oder unten gehen kann. Gleichzeitig hofft Bommer, dass seine Elf diesmal vom Verletzungspech verschont bleibt.

Aufsteiger FC Schonach II hat sich in der ersten Saisonhälfte bereits deutlich besser geschlagen als in den vergangenen Jahren die Neulinge aus der Reservestaffel der Kreisliga B4. Die Elf von Trainer Robin Kienzler geht von Tabellenplatz neun in die restlichen 13 Partien. Aber Vorsicht: Alle dahinter platzierten Teams haben bisher weniger Partien ausgetragen. Vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz unterstreichen, dass sich keiner in Sicherheit wiegen darf. Schonach und NK Hajduk haben bisher noch keine Punkteteilungen erzielt. Als Unterbau der Landesliga-Elf werden die Schonacher sicherlich alles unternehmen, um die Liga zu halten, was der Mannschaft auch gelingen sollte.

Nach einem zwischenzeitlichen Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz (13. Spieltag) hat sich die SG Buchenberg/Neuhausen zuletzt wieder etwas stabilisiert. Die bisherigen 20 Punkte sollten indes kein Ruhekissen darstellen, da alle sechs in der Tabelle dahinter platzierten Mannschaften weniger Spiele ausgetragen haben. Trainer Hannes Feucht, der gerne eine weitere Saison bleiben möchte (eine Entscheidung steht noch aus), warnt seine Spieler, denn noch kann es eine längere Zittereinheit geben. Er hofft darauf, eine weitgehend ruhige Rückrunde zu spielen und stets mindestens vier Mannschaften hinter sich zu haben.

Christoph Raithel, Trainer des FC Tannheim, glaubt fest daran, dass seine Mannschaft das Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz hat. „Wir haben einige Testspiele gemacht und waren in Hausach im Trainingslager. Wenn wir aus den Nachholspielen die maximale Punktzahl holen, sind wir auf dem richtigen Weg. Wir wollen uns schnell eine Distanz zu den Abstiegsplätzen aufbauen“, ergänzt Raithel. Tannheim hat in den ersten vier Spielen dreimal Heimvorteil. Dazu gehören auch die Spiele gegen die Topmannshaften DJK Villingen II und FC Fischbach.

Bezirksliga-Absteiger FC Schönwald hat es bisher nur an vier Spieltagen auf einen einstelligen Tabellenplatz geschafft. Überraschend kommt das nicht, musste Schönwald doch im vergangenen Sommer nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wichtige Spieler ziehen lassen und einmal mehr auf eigene Talente setzen. Die will Trainer Alexander Schätzle, der schon im Januar für die kommende Saison verlängerte, auch weiterhin formen. Primäres Ziel wird es in Schönwald sein, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten und perspektivisch wieder eine Mannschaft aufzubauen, die in der Tabelle weiter oben mitspielen kann. Erneut kommen wieder A-Jugendliche hinzu.

Nach zuletzt vier dritten Plätzen in den Abschlusstabellen seit der Saison 2013/14 muss der FC Triberg mit aktuell nur 17 Punkten aus 16 Spielen um den Klassenerhalt zittern. Der Elf von Trainer Joachim Wälde fehlte die Konstanz. Zu oft wechselten sich gute und schwache Auftritte ab. Von den Auswärtsreisen wurden nur magere vier Punkte mitgebracht. Noch sind es nur vier Zähler Abstand zu Platz neun, doch der Vorsprung auf die letzten drei Tabellenplätze ist geringer. Seit dem siebten Spieltag ist Triberg nicht mehr von den zweistelligen Tabellenplatzierungen weggekommen. Auf die Mannschaft wartet eine schwierige Restsaison.

Noch 14 Spieltage liegen vor dem FC Peterzell, bevor es ab der kommenden Saison die SG St. Georgen/Peterzell geben wird. Primäres Ziel ist es, der neuen Spielgemeinschaft die Kreisliga A als Plattform anzubieten. Dazu muss Peterzell den Abstieg vermeiden. Seit dem achten Spieltag hängt die Elf um Trainer Giovanni Mercuri auf einem Abstiegsplatz fest. Nachdem es zwischenzeitlich schon einmal ganz düster aussah, war vor der Winterpause ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen. Der Klassenerhalt wird indes nur gelingen, wenn es Peterzell endlich schafft, in der Abwehr stabiler zu stehen. Bisher schlug es in 16 Spielen stolze 47 Mal im eigenen Kasten ein.

Für Aufsteiger SV Nußbach gibt es weiterhin nur ein Ziel: den Klassenerhalt. „Wir wissen, dass es schwer wird, aber wir stellen uns der Aufgabe. Wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung und die Jungs sollten fit sein. Spielerisch ging nicht allzu viel. Vor allem auf eigenem Platz sollten wir die nötigen Punkte holen“, betont Trainer Richard Dittrich. Ein Nachteil könnte der kleine Spielerkader sein, zumal Timo Kienzler nach Karlsruhe gezogen ist und Marius Faller aus beruflichen Gründen nicht immer zur Verfügung steht.

Ein schwieriges Frühjahr liegt vor den Sportfreunden Neukirch. Vom letzten Platz aus muss die Aufholjagd gestartet werden. Für Neukirch sprechen die erst 14 absolvierten Spiele und die beste Tordifferenz der letzten vier Mannschaften. Zudem setzen die Verantwortlichen darauf, dass die jungen Spieler im bisherigen Saisonverlauf an Erfahrung gewonnen haben, die sie nun umsetzen sollen. Dringend verbessert werden muss der Torabschluss. Die bisherigen 18 Treffer sind der mit Abstand schlechteste Wert in der Staffel. „Für uns kam die Winterpause zum falschen Zeitpunkt, denn wir waren in der Phase im Aufwind. Wir gehen zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte. Das Ziel kann nur lauten, drei bis vier Mannschaften hinter uns zu lassen. Das ist machbar“, sagt Trainer Udo Glander. Die Spieler sind um ihre Aufgabe nicht zu beneiden. Zwei Zugänge, darunter Patrick Eschle aus Furtwangen, sollen bei der Aufholjagd helfen.