Fußball-Verbandsliga: FC Singen 04 – FC Bad Dürrheim (Mittwoch, 19 Uhr). Die Ausgangslage vor dem vorletzten Spieltag ist klar: Alles andere als ein Sieg der Kurstädter könnte bereits den Abstieg in die Landesliga bedeuten. Bei drei Punkten Rückstand auf den fünftletzten Platz wären null Punkte vor dem abschließenden Spiel am Sonntag gegen Lahr wohl gleichbedeutend mit dem Verlust des Startplatzes in der Verbandsliga in der kommenden Saison. Dann würde es ein Wiedersehen beider Teams eine Etage tiefer geben, denn Singen steht bereits als Absteiger fest. In der Vorrunde gelang den Kurstädtern im November auf eigenem Platz ein 2:0-Erfolg.

Immerhin vier Punkte holten die Kurstädter aus den vergangenen vier Partien. Singen blieb im gleichen Zeitraum ohne Punkte, lieferte aber bei der 2:3-Heimniederlage dem Spitzenreiter Freiburger FC einen großen Kampf und kassierte erst in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer. Singen ist in der Liga die einzige Mannschaft, der noch keine Punkteteilung gelang. Neun Siegen stehen 23 Niederlagen gegenüber. Bei der namentlichen Klasse der Einzelspieler überrascht der Abstieg der Elf vom Hohentwiel. Die Spieler Ante Terzic und Nazir Zulji wechselten in der Winterpause von Bad Dürrheim nach Singen. Auch Frank Jeske oder Gianpierre Notarpietro hat Bad Dürrheims Trainer Reiner Scheu schon betreut.

Scheu ist sich schon allein wegen der langjährigen Rivalität beider Vereine sicher: „Singen wird uns keinen Millimeter schenken und versuchen, Bad Dürrheim mit in die Landesliga zu ziehen. Hinzu kommt, dass bei uns keine guten Vorzeichen herrschen.“ Am Montag hatte Scheu nur acht Spieler im Training. Viel taktische Arbeit war da nicht möglich. Immer wieder kassierte der Fußball-Lehrer zuletzt Absagen aus unterschiedlichen Gründen. Julian Rönnefarth ist verletzt. Die Spieler Abdulallah Cil und Mitar Mladenovic weilen im Ausland. Jonas Schwer, der in Rust arbeitet, wird wohl wegen des dortigen Brandes nicht freibekommen. Scheu: „Ich habe telefonisch versucht, alle Spieler zu gewinnen. Bisher ist mir das nicht gelungen. Letztlich müssen wir froh sein, wenn wir mit zwölf Spielern anreisen können.“ Sogar der Bus für die Mannschaft wurde bereits storniert, da mehrere Akteure auch wegen der beruflichen Verpflichtungen am Mittwoch wohl mit dem eigenen Auto anreisen werden.

Scheu hat seinen Spielern nochmals klar gemacht, dass in Singen die wirklich allerletzte Chance besteht, um die Liga zu halten. „Ich bin mir sicher, dass die wenigen Jungs, die ich zur Verfügung habe, alles geben werden. Leider fehlen auf der Bank die Alternativen, um neue Impulse zu setzen. Ich will das Spiel gewinnen und erwarte von den Spielern den gleichen Ehrgeiz und die gleiche Einstellung.“