Ringen: Während der kampffreie Bundesligist SV Triberg am Wochenende entspannt das Geschehen verfolgen konnte, gab es bei den anderen zwei höherklassigen Ringerteams aus der Region völlig unterschiedliche Emotionen. Der KSV Tennenbronn feierte vor einer großen Kulisse einen begeisternden Derby-Sieg, der KSK Furtwangen kassierte vor eigenem Publikum eine deftige Schlappe.

Bundesliga Südwest

Halbzeitbilanz: Die neue gegründete Ringer-Bundesliga hat ihre erste Halbserie hinter sich. In der Gruppe Südwest hat sich die im Vorfeld erwartete Zweiklassen-Gesellschaft bestätigt. Der ASV Mainz, die Red Devils Heilbronn und der TuS Adelhausen werden die ersten drei Plätze unter sich ausmachen. Dahinter gibt es einen Dreikampf um Platz vier zwischen dem SV Nackenheim (6:6 Punkte), dem SV Triberg (4:8) und der RKG Freiburg (3:5). Nackenheim und Freiburg müssen noch in Triberg antreten.

Einzelbilanz: Nach der Vorrunde wird bei den Bundesligisten auch die Bilanz der einzelnen Ringer genauer unter die Lupe genommen. In der Bestenliste der Liga findet man den ersten Ringer des SV Triberg mit Roman Dermenji auf Rang acht. Er gewann fünf seiner sechs Kämpfe. Zweitbester SVT-Ringer auf Rang 16 ist Viktor Nemes. Der serbische Weltmeister ging in vier seiner fünf Kämpfe als Sieger von der Matte. Die Nummer drei der Triberger ist Ahmed Dudarov mit vier Siegen in sechs Kämpfen auf Rang 24.

Kommt der Doppelweltmeister? Mit dem Heimkampf gegen Heilbronn startet der SV Triberg am Samstag in die Rückrunde. Prominentester Neuzugang der Red Devils ist Frank Stäbler. Seit seinem historischen Weltmeistertitel im August in Paris bestritt Stäbler keinen Kampf mehr. Auf die Frage, ob der Doppel-Weltmeister in Triberg seine Premiere für Heilbronn feiert, antwortete Red Devils-Trainer Marcus Mackamul: „Es wird Zeit, dass Frank den ersten Kampf für uns bestreitet. Die Chancen, dass er am Samstag in Triberg dabei ist, stehen bei 50:50“.

Regionalliga Baden-Württemberg

Doppelte Freude: Nicht nur die Zuschauer und Ringer hatten beim Derby-Sieg des KSV Tennenbronn gegen den AB Aichhalden (17:13) Grund zum Jubeln. Beim Tennenbronner Schatzmeister war die Freude besonders groß. 750 Zuschauer sorgten für eine stolze Summe bei den Eintrittsgeldern. Zudem hatten die Verkaufsstände Hochkonjunktur. „Nachts um eins waren Getränke und Essen weg“, sagt KSV-Trainer Matthias Brenn.

Zuschauer-Andrang: Die Lokalderbys elektrisieren die Ringer-Fans. Schon drei Stunden vor dem Kampf gegen Aichhalden füllte sich die Tennenbronner Halle immer mehr. „Dadurch hatte auch unsere zweite Mannschaft im Vorkampf eine Zuschauerzahl, die manche Bundesligisten gerne hätten“, schmunzelt Brenn. Zu den drei Derbys in der Region Schramberg zwischen Tennenbronn, Sulgen und Aichhalden kamen in den vergangenen zehn Tagen insgesamt fast 2000 Zuschauer. Bereits jetzt dürften sich die Ringer-Fans auf die Lokalduelle in der Rückrunde freuen.

Oberliga Südbaden

Langer Kampf: Der KSK Furtwangen bekam gegen Spitzenreiter Hofstetten mit 4:21 eine satte Abfuhr. Trotz des deutlichen Ergebnisses bekamen die 150 Zuschauer in der Furtwanger Jahnhalle einiges geboten. Acht der zehn Kämpfe gingen über die vollen sechs Minuten. So dauerte der Mannschaftskampf fast zwei Stunden. Das hat Seltenheitswert bei solch einem einseitigen Ergebnis. „Es gab eine schöne Kämpfe. Allerdings lief fast alles gegen uns, was gegen uns laufen konnte“, sagt KSK-Trainer Tobias Haaga.

Qorrajs Comeback: Früher als erwartet kehrte Albert Qorraj ins Furtwanger Team zurück. Fast hätte er sein Comeback auch noch gewonnen. Im Schwergewichtsduell gegen den 15 Kilogramm schweren Markus Neumaier führte Qorraj lange, gab jedoch in der letzten Kampfminute noch entscheidende drei Punkte ab.