Die sieben Schwarzwälder Landesligisten überstanden den Start in die zweite Saisonhälfte ohne Niederlagen. Zwei Siegen stehen fünf Punkteteilungen gegenüber.

Mit einem 5:1-Erfolg in Markdorf startete der FC 08 Villingen II. Schon nach 45 Minuten führte die Elf von Trainer Marcel Yahyaijan mit 3:0. „Es war eine gute Leistung. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, doch für das Selbstvertrauen war es wichtig, mit einem Sieg zu starten. Wenn wir alle ehrlich sind, müssen wir uns eingestehen, dass wir noch etwas Luft nach oben haben“, bilanziert Yahyaijan den Erfolg. Auch nach dem zwischenzeitlichen Treffer von Markdorf hatte der Übungsleiter nie das Gefühl, dass etwas anbrennen könne. Geärgert hat sich Yahyaijan indes über die Rote Karte seines Spielers Minou-Claude-Exauce Tsimba Eggers: „Bei einer 5:1 -Führung darf das in der zweiten Minute der Nachspielzeit nicht passieren. Ich hoffe, der Junge lernt daraus.“

Ein gutes Derby lieferten sich der FC Furtwangen und der FC Schonach, auch wenn es keine Tore gab. „Ich war überrascht, wie gut meine Mannschaft schon jetzt ein hohes Tempo spielen kann und auch im Zweikampfverhalten überzeugte. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn es ein kleines „Aber“ gibt“, bilanziert Schonachs Trainer Enrique Blanco. Das Aber bezog sich aus seiner Sicht auf die Zeit zwischen der 20. und 25. Minute. „Da laufen wir dreimal allein auf den Torhüter zu und bringen die Kugel nicht über die Linie. Wir haben in dieser Phase den Ball wunderbar laufen lassen. Später ging das Ergebnis wieder in Ordnung, denn Furtwangen präsentierte sich als die erwartet starke Mannschaft.“ Erfreut stellte Blanco fest: „Auch wenn wir im Test in Offenburg schon eine starke Leistung gezeigt haben, hätte ich nicht gedacht, dass wir schon so weit sind.“

Mit der torlosen Punkteteilung gegen Schonach ist der FC Furtwangen nun elf Spiele in Serie ungeschlagen. Trainer Markus Knackmuß war ebenfalls etwas überrascht, wie gut seine Elf bereits in Form ist. „Wir haben in den letzten Testspielen einige dumme Gegentreffer kassiert. Daher bin ich erfreut, dass hinten die Null stand“, ergänzt Knackmuß und lobt Schlussmann Christoph Wehrle, „der uns zumindest in einer Situation mit einer ganz starken Reaktion den Punkt gerettet hat“. Keine Kritik gab es von Knackmuß an Martin Willmann, wegen des verschossenen Elfmeters gegen Schonachs Torhüter Maximilian Pfau. „Der Elfer war gut geschossen, aber eben auch gut pariert.“ Gefreut hat Knackmuß, dass seine Elf in der zweiten Halbzeit versuchte, spielerische Elemente auszupacken. Die Eindrücke aus der Partie machen Mut und geben Zuversicht, dass die Furtwanger möglichst nahtlos an den guten zweiten Teil der Vorrunde anknüpfen.

Mit einem Paukenschlag startete die DJK Donaueschingen. Auf einen 5:2-Erfolg gegen Frickingen hatten wohl nur wenige Experten gewettet. „Es hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen. Wir haben den Gegner kaum zur Entfaltung kommen lassen. Laufleistung und Spielfreude meiner Mannschaft haben mir gefallen. Auch die Wechsel haben perfekt funktioniert. Wir hatten nie einen Qualitätsverlust“, freut sich DJK-Trainer Olaf Kurth über den gelungenen Auftakt und sagte nach der Partie seinen Spielern: „Wir haben die Latte jetzt sehr hoch gelegt. Diese Leistung gilt es in den kommenden Begegnungen zu bestätigen.“ Aus einer starken Mannschaftsleistung wollte Kurth keinen Spieler herausheben.

Mit einem 2:2-Unentschieden kehrte der FC Löffingen vom bisher so starken Aufsteiger FC Überlingen zurück. In der Nachspielzeit gelang der Ausgleich. „Ein gerechtes Ergebnis. Wir haben uns den Punktgewinn verdient. Für die Moral ist der Zähler sehr wichtig, vor allem nach der langen Vorbereitungszeit“, sagt Löffingens Trainer Tim Heine. Zweimal glich seine Elf einen Rückstand aus, wobei Heine gerade nach dem zwischenzeitlichen 1:1 sogar die besseren Chancen bei seiner Mannschaft sah. „Das Spiel war eine kleine Standortbestimmung. Wir haben gesehen, woran wir in den nächsten Übungseinheiten zu arbeiten haben. Da ist mir einiges aufgefallen.“ Der Coach lobte den Willen seiner Mannschaft, die selbst in der Nachspielzeit alles versuchte und belohnt wurde.

Aufsteiger SV Obereschach nahm beim 2:2-Unentschieden dem ambitionierten Tabellendritten FV Walbertsweiler einen Punkt ab. Trainer Mario Bibic würdigte nach der Partie seine Elf: „Die Spieler zeigten Einsatz, Engagement und Charakterstärke, die uns seit drei Jahren auszeichnen. Meine Elf hat alles in die Waagschale geworfen.“ Auf dem Hartplatz fand sich erwartungsgemäß Obereschach in den ersten Minuten besser zurecht. Dann aber packte der Gast seine Qualitäten aus, hatte Feldvorteile und auch die bessere Spielanlage. Darauf waren die Gastgeber jedoch vorbereitet. „Wir haben über die gesamten 96 Minuten sehr kompakt verteidigt und uns auch vom Rückstand nicht nervös machen lassen“, fügt Bibic an. Wegen des verschossenen Elfmeters ärgerte sich Bibic weniger. „Das kann passieren. Keiner macht das freiwillig.“

Nur nicht verlieren lautete die Marschroute der DJK Villingen vor dem Gastspiel beim bisherigen Tabellenletzten SC Konstanz/Wollmatingen. Da der Gastgeber das gleiche Ziel hatte, waren beide Teams zunächst bestrebt, keinen Treffer zu fangen. „Mit dem Punkt können wir leben. Gegen Ende der Partie hatte Konstanz die etwas besseren Chancen. Wir haben uns zu wenige Möglichkeiten erarbeitet. Immerhin lief bis zu unserer 1:0-Führung alles planmäßig“, resümiert DJK-Trainer Jan Hirsch das 1:1. Die Freude über die zwischenzeitliche Führung währte nur vier Minuten, dann glich Konstanz aus. „Meine Mannschaft hat ordentlich gespielt. Allerdings hätte ich mir in einigen Aktionen mehr Mut gewünscht“, fügt Hirsch an.