Radsport: (sh) Großes Wetterglück kennzeichnete den 21. Schwarzwald Bike Marathon in Furtwangen: Trotz der schlechten Prognosen in den Tagen zuvor herrschte am Sonntag hervorragendes Wetter mit nicht zu kühlen Temperaturen und reichlich Sonnenschein. Mit 2562 gemeldeten Sportlern in allen Kategorien, von der Laufrad-Trophy bis zum 120-Kilometer-Marathon, erreichte der Veranstalter wieder die Rekordergebnisse des Vorjahres. Wären nicht zahlreiche Spitzenfahrer bei den deutschen Meisterschaften sowie Weltmeisterschaften im Bike-Marathon am gleichen Wochenende engagiert gewesen, wäre die Teilnehmerzahl nochmals deutlich höher ausgefallen. Am Start waren letztlich 2308 Radsportler.

Sieger über die Königsetappe über 120 Kilometer wurde nach einem spannenden Rennen Christian Kreuchler (Dresden) mit einer Zeit von 4:37,50,1 Stunden. Eine ganze Zeit lang war es auf dieser Strecke ein Quartett, das um den Sieg kämpfte. Christian Kreuchler setzte sich letztlich von seinen Konkurrenten ab und siegte beim Getrag Cup mit einem Vorsprung von 8,08 Minuten auf den zweitplatzierten Caleb Kieninger aus St. Georgen und weiteren 4,26 Minuten auf den drittplatzierten Benjamin Stark aus Lörrach. Die Damenkonkurrenz beim Getrag-Cup über 120 Kilometer gewann Jana Zieschank (Pfronten), die vor zwei Jahren bereits über diese Distanz erfolgreich war und im vergangenen Jahr den 3. Platz belegt hatte. Diesmal konnte sie sich gleich absetzen und siegte mit einem deutlichen Vorsprung von mehr als 23 Minuten vor Sabine Stampf aus Waiblingen. „Die ersten 50 Kilometer waren wegen der zu diesem Zeitpunkt noch herrschenden Kälte ziemlich schwierig“, kommentierte die Siegerin das Rennen. 

Beim Rothaus-Cup über 90 Kilometer gab es auf der Zielgeraden einen Zweikampf zwischen dem siegreichen Stefan Braun aus Durbach (3:28.59,9) und Ralf Egle aus Merzhausen (3:29.03,0). Bei den Frauen gewann Kati Rothe aus Simonswald (4:16.30,2) vor Susanne Stampf aus Freiburg (4:19.39,1).

Die am stärksten besetzte Klasse war der Ketterer Antriebe Cup über die Strecke von 60 Kilometern mit insgesamt 786 Bikern im Ziel. Hier siegte Johannes Bläsi (Münstertal) mit einer Zeit von 2:08.48,2 Stunden knapp vor Yannic Wörner, (Durbach/ 2:08.48,8) und Philip Hund (Durbach/2:14,22,0). Bei den Damen siegte über 60 Kilometer Miriam Chelius (Heltersberg/ 2:33,57,5) deutlich vor Evelyne Trepte (CH-Horgen/ 2:35,03,4) und Barbara Beckert (Kirchzarten/2:36.57,0).

Die besten Ergebnisse der Teilnehmer aus der Region lieferten an diesem Renntag Lars Koch und Jeannine Mark, beide aus Furtwangen. Lars Koch siegte beim Tw electric Cup über 42 Kilometer nach 1:21,33,4 Stunden mit einem Vorsprung von gerade mal einer Zehntelsekunde vor Heiko Hog aus Breitnau. Simon Gutmann (Breitnau) belegte mit 1:23.25,9 Stunden den 3. Platz. Und Jeannine Mark belegte ebenfalls beim tw electric Cup den 3. Platz mit einer Zeit von 1:43.31,8 Stunden. Siegerin in diesem Wettkampf wurde Jasmin Rebmann aus Stegen (1:37.52,5) vor Anette Rümmele (Todtnau, 1:39.21,8). Siehe auch Ergebnisse auf dieser Seite.

Beim EGT-Jugendcup der Altersklasse U17 über 42 Kilometer gewann bei den Herren Tobias Senn (Küssaberg/1:31,09,0) vor Jakob Brendle (Heitersheim/1:31.10,6) und Jan Faller (Breitnau/1:32.01,8). Bei der Jugend weiblich siegte Antonia Enderlin (Eichstetten/1:54.52,6) vor Lara Benk (Hügelsheim/1:55.16,5). Mit der gleichen Zeit ebenfalls auf dem 2. Platz kam Alice Ruh (Ehrenkirchen) ins Ziel.

Vorbildliche Firma

Biken für krebskranke Kinder war von Anfang an das zentrale Motto beim Schwarzwald Bike Marathon. Jedes Mal geht ein fester Anteil des Startgeldes an die Rehabilitationsklinik Katharinenhöhe in Furtwangen. Bei der Firmenwertung gab es einen Betrieb, der sich ganz besonders für die Katharinenhöhe einsetze. Die Firma Hermle aus Gosheim war ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern am Start und belegte bei der Firmenwertung den 3. Platz. 80 Biker, rund zehn Prozent der Belegschaft, waren auf der Strecke. Von der Firmenleitung wurde entschieden, für jeden gefahrenen Kilometer 20 Euro an die Katharinenhöhe zu spenden und verdoppelte somit den Betrag von zehn Euro je Kilometer aus dem Vorjahr. Letztlich konnte das Team im Rahmen der Siegerehrung einen Scheck über 82.800 Euro an Klinikleiter Stephan Maier überreichen