Das tut weh, aber so richtig. Innerhalb von 16 Tagen haben die Nullachter das südbadische Pokal-Finale „verdaddelt“ und den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. Zwei Rückschläge in gut zwei Wochen, von denen schon einer sehr schwer zu verdauen ist. Der Zweite, so lautet ein gefügeltes Wort, ist der erste Verlierer. Die Villinger wurden in dieser Saison gleich dreimal Zweiter – im Pokal, in der Oberliga und jetzt in der Relegation.

Doch ist der FC 08 wirklich ein Verlierer? Nein! Enttäuschend war lediglich die Pokal-Pleite gegen den Verbandsligisten SV Linx. In der Liga und in der Aufstiegsrunde hat die Mannschaft von Jago Maric begeistert. Vor einem Jahr waren die Villinger noch Verbandsligist, am Mittwochabend in Pirmasens standen sie kurz vor dem Schritt in die Regionalliga. Und dies nach einer Saison, in der die Rahmenbedingungen alles andere als optimal waren. Schon allein das Wechsel-Theater um Top-Torschütze Nedzad Plavci und dessen zweimonatige Sperre klaglos wegzustecken, war beachtlich.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Nullachter nach der Winterpause gefühlt nur noch „englische Wochen“ hatten. Dass der Verein in den vergangenen zwölf Monaten zweimal den Sportlichen Leiter wechselte, war für den Erfolg auch nicht gerade förderlich. Dennoch ließ sich die Mannschaft nicht vom Weg abbringen. Dies war, ist und bleibt beeindruckend. Der FC 08 Villingen kann auf die Saison 2017/18 stolz sein. Daran ändert auch die Niederlage in Pirmasens nichts.