Fußball, Bezirksliga: Das spektakulärste Spiel des fünften Spieltages war zweifellos das 3:7 zwischen der DJK Donaueschingen II und dem FV Tennenbronn. Aber auch andere Partien des Wochenendes sorgten für Gesprächsbedarf.

Die Tormaschine des FV Tennenbronn lief am Samstag beim spektakulären 7:3-Sieg bei der Reserve der DJK Donaueschingen auf Hochtouren. Besonders in der Phase zwischen der zwölften und 25. Minute kamen die etwa 150 Zuschauer voll auf ihre Kosten, als die Tore beinahe im Minutentakt fielen und Tennenbronn mit 6:1 führte. „So ein Spiel habe ich noch nie erlebt. Dass in solch kurzer Zeit sieben Tore fallen, war für mich eine neue Erfahrung“, schmunzelt Tennenbronns Trainer Carmine Italiano auch noch zwei Tage nach der Partie. „Es war fast schon gemein, dass fast jeder Schuss ein Tor war. So fällt der Sieg ein bis zwei Tore zu hoch aus. Für das Torverhältnis nehmen wir das Resultat aber gerne mit“, bewertet der Trainer das Ergebnis. Der Tabellenzweite brannte in Hälfte eins ein Feuerwerk ab, nutzte sechs seiner neun Chancen, verteilte auf der anderen Seite aber auch Geschenke. „Die drei Gegentore ärgern mich, weil sie leichtsinnig und vermeidbar waren. Solche Fehler dürfen uns nicht passieren“, fand Italiano trotz des Sieges auch kritische Worte. Mit 13 von 15 möglichen Punkten ist der FV Tennenbronn erster Verfolger des Ligaprimus von Gutmadingen, der bisher alle Partien gewann.

Auch Erich Thurow von der DJK Donaueschingen II hat als Trainer noch nie ein solches Spiel erlebt. Warum sein Team sieben Gegentore kassierte, liegt für den Trainer auf der Hand: „So etwas passiert, wenn man mit dem Kopf nicht bei der Sache ist“, betont Thurow. Allerdings habe Tennenbronn einen besonders guten Tag erwischt. „Die Tore waren ein Zusammenspiel aus Zufall, Glück und Können. Bei unseren Treffern war es aber genau dasselbe. Zehn Tore in einem Bezirksliga-Siel sind etwas Besonderes. Mir wäre es lieber, wenn uns dies nicht noch einmal passiert.“

Der TuS Bonndorf entführte am Samstag verdientermaßen mit einem 3:0-Erfolg drei Punkte aus Bräunlingen. Trainer Björn Schlageter war entsprechend angetan von der Leistung seiner Mannschaft. „Der Sieg geht absolut in Ordnung. Wir haben von Beginn an die Partie kontrolliert, aber gute Chancen ausgelassen. Bereits zur Pause hätten wir mit 4:1 führen können“, analysiert Schlageter die ersten 45 Minuten. Zwei der drei Tore fielen dann in der Schlussphase. Besonders das Spiel mit Ball machte bei den Löwenstädtern im Vergleich zu den Partien zuvor Fortschritte. „Wir waren im spielerischen Bereich deutlich sicherer und sind selbstbewusster aufgetreten. Zudem haben wir viele gute Chancen herausgespielt“, lobt Schlageter seine Mannschaft. Der TuS steht nach dem Sieg beim FC Bräunlingen mit sechs Punkten auf Rang neun, hat aber im Vergleich zur Konkurrenz noch ein Spiel in der Hinterhand.

Ähnlich wie sein Trainerkollege bewertet auch Uwe Müller vom FC Bräunlingen das Spiel. „Bonndorf war uns in allen Belangen überlegen. Das ist eine super Mannschaft mit Landesliga-Erfahrung, die schon lange in dieser Klasse spielt“, lobt Müller den Gegner. Doch neben den Bonndorfer Qualitäten sieht der Aufstiegstrainer auch noch zwei andere Ursachen für die Heimniederlage. „Wir haben vergangenen Mittwoch und Samstag gespielt. Dadurch war die Belastung für uns verdammt hoch, zumal wir momentan extrem viele Ausfälle zu beklagen haben. Das hat Bonndorf clever ausgenutzt und vor allem in der Anfangsphase ein hohes Tempo vorgelegt.“ Zudem ging der Aufsteiger mit seinen wenigen Großchancen fahrlässig um. „Kurz vor dem 0:2 hatten wir eine Tausendprozentige, schießen den Ball aber drei Meter über das Tor. Wäre dieses Tor gefallen, hätte auch das Spiel anders ausgehen können“, so Müller.

Aufatmen konnte am Wochenende die DJK Villingen. Im Duell der Landesliga-Absteiger gegen den SV Obereschach gelang dem Team von Trainer Wolfgang Heinig der erste Saisonsieg. „Das 1:0 geht auf jeden Fall in Ordnung. Wir waren, was die Chancen betrifft, überlegen. Dies verstärkte sich noch nach dem Platzverweis“, analysiert Heinig, dessen Team eine Halbzeit lang in Überzahl agierte. Heinig: „Danach waren wir nicht clever genug und haben einige Chancen ausgelassen. Wichtig war aber, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Daher bin ich sehr zufrieden.“ Stellt der erste Sieg nun eine Art Brustlöser für die DJK dar? „Nein, das glaube ich nicht. Diese junge Mannschaft braucht noch Zeit. Es sind aber bereits Fortschritte zu erkennen und wir sind auf einem guten Weg.“