Schwarzwald-Marathon: Svenja Mann (Laufteam Rennwerk) und Nils Schallner (Freiburg) gewannen am Sonntag die 51. Auflage des Schwarzwald-Marathons rund um Bräunlingen. Die 40-jährige Karlsruherin erreichte nach 3:08,06 Stunden das Ziel. Der 38-jährige Schallner, im vergangenen Jahr Zweiter in Bräunlingen, benötigte 2:33,38 Stunden. Jeweils dahinter folgten Läufer aus Hüfingen. Bei den Männern belegte Peter Fane (2:33,47) Platz zwei, bei den Frauen Sandra Schmid (3:10,13). Die dritten Plätze gingen an Marcus Baur (LG Rems/2:51,19) und Bettina Eyhorn (TSG Schopfheim/3:10,36).

Zufriedene Gesichter: Nils Schallner (links) und Peter Fane belegten beim Marathon die Plätze eins und zwei. <em>Bild: Zschäbitz</em>
Zufriedene Gesichter: Nils Schallner (links) und Peter Fane belegten beim Marathon die Plätze eins und zwei. Bild: Zschäbitz | Bild: Zschäbitz, Dietmar

Die insgesamt 2700 Starter in allen Wettbewerben erlebten den wärmsten Schwarzwald-Marathon des vergangenen Jahrzehnts. Sogar im stets kalten Oberbränd, dem höchsten Punkt der Strecke, herrschten 16 Grad. Zudem waren die Läufe spannender als in den vergangenen Jahren, denn diesmal gab es keinen Start-Ziel-Sieg.

Pünktlich um 9.30 Uhr gingen die Marathonläufer auf die Strecke. Schon beim ersten Staffelwechselpunkt, nach rund zwölf Kilometern, führte Schallner mit rund 25 Sekunden vor Fane, der den Spitzenreiter nie aus den Augen verlor. Baur hingegen hatte an dem Punkt schon drei Minuten Rückstand auf das Duo. Manfred Kiene (Unterkirnach) und Andreas Müller (Aichhalden) versuchten aufzuschließen. Bei den Frauen hatte sich schnell eine Dreiergruppe gebildet. Eyhorn, Mann und Gertrud Wiedermann lagen nur zehn Sekunden auseinander.

In Oberbränd sahen die Zuschauer nahezu die gleiche Konstellation. Fane hatte hier seinen Rückstand auf Schallner auf 15 Sekunden reduziert. Baur, Kiene und Müller indes hatten auf das Duo etwas verloren. Das Frauen-Trio an der Spitze schenkte sich indes nichts. Die Positionskämpfe blieben spannend.

Wenige Kilometer vor dem Ziel, in Unterbränd, passierte Fane als neuer Spitzenreiter die gewohnt große Zuschauerkulisse. Schallner ließ seinen Konkurrenten jedoch nicht ziehen und setzte sich seinerseits auf den letzten Kilometern wieder leicht ab. Im Ziel lagen elf Sekunden zwischen beiden Läufern. Bei den Frauen sprengte Mann das Trio und ließ sich im Ziel als Siegerin feiern.

„Nahe Platz zwei in der vergangenen Saison habe ich diesmal den Sieg angestrebt. Es war ein super Wettkampf auf einer super Strecke. Ich bin sehr glücklich, dass meine Taktik aufgegangen ist“, sagte der Freiburger Nils Schallner nach dem Zieldurchlauf. Fane war keine Sekunde enttäuscht über Platz zwei, Im Gegenteil: „Ich bin erst vor vier Wochen den Berlin-Marathon gelaufen und hätte nicht gedacht, hier so weit vorne zu landen. Es war mein erster Marathon in Bräunlingen und ich bin sehr zufrieden. Ich habe zwischenzeitlich geführt, weil ich mein Tempo durchziehen wollte und als mein Konkurrent mir Platz eins anbot, habe ich diese Position übernommen. Mir war klar, dass Schallner im Schlussspurt wieder vorziehen wird.“

Die 40-jährige Frauensiegerin aus Karlsruhe entschied sich für einen Start in Bräunlingen, „weil ich genug von den Straßenläufen habe“. Und Mann ergänzte: „Bei Kilometer 20 habe ich eine kleine Lücke zu meinen Konkurrenten gerissen. Das war wohl die Entscheidung. Die schöne Landschaft und der Sieg stimmen mich überglücklich.“ Quasi ein Heimrennen hatte Sandra Schmid (Sport Weiß-Team). In Hubertshofen geboren und wohnhaft in Hüfingen, sagte die 40-Jährige im Ziel: „Zur Hälfte des Rennens lag ich nur noch auf Platz vier. Da habe ich mein Tempo angezogen. Die Wärme hat mir auf der Strecke nichts ausgemacht. Ich bin schon mehrfach in Bräunlingen gelaufen, aber das ist meine beste Platzierung.“

Klare Sieger im Halbmarathon

Wie gewohnt gingen beim Halbmarathon die meisten Läufer an den Start. Omar Tareq (Rheinfelden) setzte sich in 1:11.58 Stunden vor Alexander Grigo (LT Pfohren/1:14,37) und David Jansen (SV Reichenau) durch. Bei den Frauen ließ Christin Wintersig (SV Reichenau) in 1:28,55 Stunden alle Konkurrentinnen hinter sich. Melanie Schneider (LC Schaffhausen/1:29,33) und die vereinslose Laura Pauli (1:33,55) belegten die weiteren Podestplätze. „Für mich war es ein Start-Ziel-Sieg. Zwischendurch wurden die Beine schwer, was wohl daran lag, dass ich mit einer Männergruppe mitlaufen wollte“, sagte Wintersig. Herrensieger Tareq gab von Beginn an Vollgas. „Ich wollte gewinnen und bin durchgehend mein Tempo gelaufen. Ich bin sehr zufrieden.“ Grigo hatte zunächst einen Start beim Marathon geplant, stieg aber nach einer Trainingsverletzung auf die halbe Distanz um. Mit Platz zwei zeigte sich der Sportler ebenfalls zufrieden.

Er gewann den Halbmarathon: Omar Tareq. Bilder: Roger Müller
Er gewann den Halbmarathon: Omar Tareq. Bilder: Roger Müller | Bild: Roger Müller

TV Villingen Staffelsieger: (rom) Unglaublich, was in diesem Jahr bei den Staffeln über die Marathondistanz abging. 36 Staffeln gingen auf die Strecke, auch da toppten die Verantwortlichen das Vorjahresergebnis. Der Sieg bei den Staffeln ging an den TV Villingen (2:47,30 Stunden) in der Besetzung Tim Assmann, Lukas Erle, Elias Sturm und Jan Heinzelmann. Die zweite „Garde“ des TV Villingen mit Lukas Stiepermann, Tim Heinzelmann, Fabian Hölzle und Manuel Gundelsweiler benötigte 3:08,30 Stunden und belegte Rang drei.

Schnellster Läufer über die 10 Kilometer am Samstag war Hardy Flum (LG Hohenfels) in 37,02 Minuten. Bei den Frauen ging der Sieg an Stefanie Reichle von der LG Baar; sie benötigte 42,37 Minuten.