Schwarzwald-Marathon: Auch im ersten Jahr nach dem erfolgreichen Jubiläum mit der 50. Auflage scheint der Schwarzwald-Marathon nichts von seiner Popularität eingebüßt zu haben. Die Anmeldezahlen bewegen sich rund drei Wochen vor dem Start auf dem Niveau des Vorjahres und haben sogar eine leicht steigende Tendenz. Erwartet werden am 13. und 14. Oktober Läufer aus rund 30 Nationen. Einen ersten Vorgeschmack auf das Ereignis gibt es bereits am kommenden Sonntag, wenn der erste von zwei Trainingsläufen auf der Originalstrecke stattfindet.

Eine Neuerung gibt es diesmal abseits des Laufes. Das Organisationskomitee (OK) bietet erstmals eine kostengünstige Rücktrittversicherung für Starter an, die schon länger gemeldet haben, aber kurzfristig absagen müssen. „Es lässt sich schon jetzt absehen, dass diese Rücktrittversicherung eine gute Entscheidung war. Sie gilt für alle Läufer, die sich vor dem 27. August angemeldet haben und bezieht alle Läufe ab zehn Kilometer ein. So können sich die Sportler beispielsweise bei Krankheiten absichern“, sagt OK-Chef Frank Kliche. Er ist sich sicher, dass diese Versicherung noch mehr Sportler für den Lauf rund um Bräunlingen begeistert. Daher soll die Rücktrittversicherung auch 2019 angeboten werden.

Von vier auf nur noch zwei Läufe wurden indes die Trainingseinheiten reduziert. Der erste Trainingslauf startet am Sonntag um 9 Uhr an der Stadthalle Bräunlingen. Gelaufen werden 21 und 31 Kilometer auf der Originalstrecke. „Wir rechnen wieder mit 60 bis 70 Sportlern, die aus dem Umland, aber auch vom Bodensee oder aus den Nachbarstaaten kommen. Diese Läufe sind vor allen für Neulinge ideal, um sich mit den Gegebenheiten der Strecke vertraut zu machen. Gleichzeitig nutzen unsere Trainer und Führungsläufer die Chance, um eventuelle Nachbesserungen an der Strecke vorzunehmen“, ergänzt Kliche. Geplant sind Gruppenläufe ohne Zeitmessung und in einem gemütlichen Lauftempo, wobei Einzelstarter auch ihr eigenes Tempo gehen können. Der zweite Trainingslauf findet eine Woche später, am Sonntag, 30. September, statt, wobei keine Anmeldungen nötig sind und diese Läufe kostenlos angeboten werden.

Kliche selbst wird am Wochenende beim Marathon in Karlsruhe versuchen, weitere Interessenten für den Schwarzwald-Marathon zu werben. Dies ist die letzte externe Werbung. „Vor Ort mit Läufern zu sprechen, hat in der Vergangenheit immer viel gebracht. Deshalb wollen wir auch künftig nicht darauf verzichten“, ergänzt Kliche. Aktuell haben sich Sportler aus 28 Nationen angemeldet. Am Start sind auch erstmals Starter von den Färöer-Inseln. Die Chance, die Marke von 30 Nationen zu knacken, bezeichnet der OK-Chef als gut. Vor allem, wenn das Wetter weiterhin mitspielt. Kliche: „Wir wissen aus den vergangenen Jahren, dass es in Bräunlingen immer viele Nachmeldungen am Lauftag selbst gibt. Die Sportler pokern und studieren erst die Liste der Konkurrenten. Andererseits würde schönes Wetter auch mehr Zuschauer an die Strecke locken und den Aufwand der beteiligten Vereine und Helfer noch mehr belohnen. Rundum würde es den Volksfestcharakter unserer Veranstaltung noch mehr stärken. Ich jedenfalls habe für die 51. Auflage ein sehr gutes Gefühl.“ Von einem befürchteten Einbruch bei den Läuferzahlen, gerade nach dem Jubiläumsevent, sei nichts zu spüren.

Immer populärer wird der vor einigen Jahren eingeführte Staffelmarathon. Hier versprechen die bisherigen Anmeldezahlen für 2018 ein mögliches Rekordergebnis. Dabei wird der Marathon in vier verschiedenen lange Strecken aufgeteilt. Die erste Passage umfasst 11,5, die zweite 6,5, die dritte 17 und die Schlussetappe sieben Kilometer. Kliche: „Wir mussten diesen Kompromiss eingehen, da die Wechselpunkte mit den Fahrzeugen erreichbar sein müssen. Ich habe aus vielen Gesprächen erfahren, dass die Staffel als familienfreundlich eingeschätzt wird. Auch das Interesse von Firmen und anderen Gruppierungen steigt. Auch hier sind Anmeldungen weiterhin möglich.“