Juniorenfußball: (sa) Zu einem besonderen Spiel lädt der SV Eggingen die Fußball-Fans unserer Region in einer Woche ein. Am Samstag, 21. Juli, trifft DFB-U19-Pokalgewinner SC Freiburg um 11 Uhr in Eggingen auf das U21-Team der Grasshoppers Zürich und wird drei Tage später für vier Tage (24.-27. Juli) an gleicher Stätte ein Trainingslager beziehen. Die Freiburger kommen mit der Empfehlung, vor wenigen Wochen in einem spannenden Finale um den DFB-Pokal den 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 bezwungen zu haben. Wie SC-Trainer Thomas Stamm mitteilte, werden acht Spieler, die beim Pokalerfolg dabei waren, auch in Eggingen dabei sein.

Bereits in den vergangenen Jahren bereitete Stamm seine U19-Junioren in Eggingen auf die Bundesliga-Saison vor. "Wir haben hier in Eggingen hervorragende Bedingungen", sagte Stamm, der aus dem schweizerischen Schleitheim (gegenüber Stühlingen) kommt, die örtlichen Verhältnisse also gut kennt.

Das U19-Team des SC Freiburg, das in der Bundesliga Südwest spielt und dort auf bekannte Teams wie Bayern München, VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg oder Eintracht Frankfurt trifft, belegte in der vergangenen Saison den achten Rang in dem 14 Vereine umfassenden Feld der U19-Bundesligisten. SC-Trainer Thomas Stamm: "Wir spielen jedes Jahr mit einer neuen Mannschaft, die aus zwei Jahrgängen besteht. Im vergangenen Spieljahr spielten wir mit den Jahrgängen 1999/2000. Altersbedingt wechselten jetzt die Spieler des Jahrgangs 1999 in die U23 des SC Freiburg. Für sie rückte der ältere Jahrgang der U17-Mannschaft (2001) nach, so dass die U19 in dieser Saison aus Spielern der Jahrgänge 2000/2001 besteht. Unser Ziel ist es, talentierte Spieler weiter zu fördern und an die U23 beziehungsweise an die Bundesliga-Profimannschaft heran zu führen."

Der SC Freiburg ist der erste deutsche Proficlub, der sich Ende der 1990er Jahre explizit als Ausbildungsverein positionierte. Die hochqualifizierte und nachhaltige Talentförderung ist seitdem ein Eckpfeiler des strategischen Konzepts, mit dem Freiburg langfristig als Bundesligastandort gesichert werden soll.

Ähnlich ist auch die Philosophie beim Grasshoppers-Club Zürich. Die Zürcher sind ebenfalls ein Ausbildungsverein, zu dem viele Talente wegen der professionellen Ausbildung finden. Einige fanden in die Schweizer Nationalmannschaft oder auch in internationale Ligen. Zum Beispiel Steven Zuber (TSG 1899 Hoffenheim), Haris Seferovic (Benfica Lissabon) oder Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin). Dies zeigt, dass in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet wurde. Auf diesen Erfolgen bauen die Schweizer und vielleicht zeichnet sich schon am Samstag in Eggingen ab, dass ein Grasshoppers-Talent Perspektiven für höhere Aufgaben hat.