Ringen: – Zum Saisonauftakt waren die Ringer aus Adelhausen und Rheinfeldne im Soll. Bundesligist TuS Adelhausen siegte beim saarländischen AC Heusweiler mit 17:4. Die Reserve unterlag erwartungsgemäß, aber doch hoch mit 4:17 gegen die RKG Reilingen-Hockenheim. Oberliga-Titelfavorit KSV Rheinfelden machte aus einem 8:9-Pausenrückstand gegen den KSV Appenweier ein souveränes 24:9.

Bundesliga Südwest: ACHeusweilerTuS Adelhausen 4:17

Ein Auftakt nach Maß feierte der TuS Adelhausen im Saarland. Der kurzfristige Ausfall im Schwergewicht führte zum Einsatz von Eigengewächs Felix Krafft, der seinen Kampf im weniger geliebten Greco-Stil souverän mit 6:0 gewann. Einen erfolgreichen Einstand feierte der Georgier Beka Bujiashvili (57 kg Freistil), der im Frühjahr vom Liga-Konkurrenten ASV Mainz auf den Dinkelberg gewechselt war. Bereits in der ersten Minute gewann er technisch überhöht 16:0.

Ebenfalls vorzeitig als Sieger von der Matte gingen Eigengewächs Stephan Brunner (75 kg Freistil) und Neuzugang Georg Harth (80 kg Freistil). Weitere Punkte für Adelhausen steuerten Danijel Janecic (75 kg Greco, 6:8), Arian Güney (86 kg Greco, 0:2) und William Harth (98 kg Freistil, 4:5) bei. „Ich bin sehr zufrieden. Es lief alles nach Plan“, freute sich Trainer Bernd Reichenbach.

Regionalliga: TuS Adelhausen II – RKGReilingen-Hockenheim 4:17

Unter Wert geschlagen geben musste sich die Reserve des TuS Adelhausen auf heimischer Matte. Lediglich drei der zehn Duelle gewann das Team von Tobias Oßwald und Maik Hohler durch die Routiniers Pascal Ruh (75 kg Freistil), Marius Quinto (80 kg Freistil) und Michael Kaufmehl (98 kg Freistil). „In der Ecke sitzen ist nervlich noch schlimmer als selbst auf der Matte zu stehen“, scherzte Oßwald nach seiner Premiere beim amtierenden Meister, der seine Saisonziele aber deutlich niedriger gesteckt hat.

Vor allem die Nachwuchsringer machten es spannend. Die 15-jährigen Nick Naumann und Leonard Zavarin feierten ihre Regionalliga-Premiere. Während Naumann (57 kg Freistil) mit körperlichen Defiziten chancenlos war, zeigte sich Zavarin unerschrocken. Zwar lag er nach zwei Minuten bereits 0:5 hinten, doch hielt er dem weiteren Druck stand und verlor lediglich 0:6.

Beinahe als Sieger ging Alican Ulu (71 kg Greco) von der Matte. In der zweiten Runde stellte er seinen Gegner zunehmend in die Passivität, wodurch er den Ausgleich schaffte. Doch brachte dies die Motivation bei Gegner Robin Laier zurück und dieser überrannte Ulu schier 20 Sekunden vor dem Gong, was mit einer Vier für den Gästeringer belohnt wurde. „Hier fehlt uns zu Teil noch die Cleverness“, resümierte Oßwald. Dennoch war er mit den einzelnen Ergebnissen zufrieden, denn auch Ersatzschwergewichtler Marvin Moser konnte beim 2:3 gegen den fast 30 Kilogramm schwereren Erik Offenloch zumindest die Niederlage in Grenzen halten.

Oberliga: KSV Rheinfelden – KSV Appenweier 24:9

Die Hochrheinringer bestätigten beim Saisonauftakt ihre Favoritenrolle. Noch nicht in Bestbesetzung – dafür mit sieben Eigengewächsen angetreten – besiegte der KSV Rheinfelden dennoch den Vorjahrsvierten aus der Ortenau deutlich. „Das Ziel war einstellig zu bleiben, das ist uns gelungen“, freute sich KSV-Coach Sascha Oswald. Einen Einstand nach Maß hatte Neuzugang Ferenc Almasi (130 kg Greco), der nach 24 Sekunden als Schultersieger wieder von der Matte ging.

Nach ihren verletzungsbedingten Ausfällen meldeten sich Sebastian von Czenstkowski (80 kg Freistil) und Raphael Stegherr (86 kg Greco) eindrucksvoll zurück. Beinschrauben-Basti ging mit seiner Spezialität in Führung und wurde nach einem Konter Schultersieger. Stegherr blieb seinem besonderen Stil treu und sorgte damit für Spannung im KSV-Anhang. In der Bodenlage im Nachteil, sorgte er im Stand mit einem Kopfhüfter für Jubel. Am Ende fehlten ihm nur Sekunden zum Schultersieg. Er gewann den aktionsreichsten Kampf des Abends mit 22:12.