Ringen: – Im wahrsten Sinne des Wortes sind die Fans des TuS Adelhausen morgen "aus dem Häuschen". Mit einem nie zuvor erlebten Aufgebot an Zuschauern im Rücken reisen die Ringer des TuS Adelhausen ins Saarland, um nach dem eindrucksvollen 20:11 im Halbfinal-Hinkampf beim KSV Köllerbach-Püttlingen den größten Erfolg der 55-jährigen Vereinsgeschichte klarzumachen. Zwei große Reisebusse wurden gechartet, dazu gesellen sich unzählige Privatfahrer als Konvoi in Richtung Saarland.

Beim KSV Köllerbach-Püttlingen will die Staffel der Trainer Bernd Reichenbach und Florin Philipp den erstmaligen Einzug des Vereins ins Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft klar machen. Wie es sich dort anfühlt, dürfte Bernd Reichenbach seinen Jungs sicher längst erzählt haben. Als Verantwortlicher beim KSV Ispringen stand er vor Jahresfrist bereits im Finale, dass er allerdings gegen den mittlerweile in die Deutsche Ringerliga (DRL) abgewanderten SV Germania Weingarten verlor.

Das trotz des Vorsprungs von neun Punkten noch nichts gewonnen ist, verdeutlichte Reichenbach schon unmittelbar nach dem Triumph vor über 800 Zuschauern in der heimischen Dinkelberghalle. "Im Ringen ist noch alles möglich, das ist Sport”, kommentierte er die auf den ersten Blick gute Ausgangsposition eher nüchtern: "Eine ungeplante Schulterniederlage, wie bei Alex Semisorow, und schon kann das Ganze eine andere Dynamik entwickeln. ” Der TuS Adelhausen hofft vor dem Rückkampf, dass sein Schwergewichtler Nick Matuhin seine Lungenentzündung vom Dezember gut überstanden hat und für den Kampf in Köllerbach fit ist. Sein wahrscheinlicher Gegner Oleksandr Khotsianivskyi, ist in dieser Saison bisher nicht nur unbesiegt geblieben. Der Ukrainer gab sogar keine einzige Wertung ab.

Der Südbadische Ringerverband (SBRV) zeigt sich indessen mit dem Verlauf der aktuellen Saison sehr zufrieden. Wie Vorsitzender Martin Knosp (Urloffen) zusammenfasste, seien aus der starken Bundesligagruppe Südwest alle fünf qualifizierten Teams ins Viertelfinale gekommen, zwei sogar ins Halbfinale. Zumindest nach den Vorkampf-Ergebnissen ist ein reines Südwestduell im Finale zwischen dem TuS Adelhausen und dem ASV Mainz, der den Hinkampf mit 14:10 bei Wacker Burghausen gewann, durchaus denkbar.