Kart: – Dem Motto „100 Prozent Emotionen, 0 Prozent Emissionen“ wurde der zweite Badenova Hochschwarzwald Grand Prix am Schluchseering vollends gerecht. Nach zwei Renntagen mit sieben spannenden Wettkämpfen im Elektro-Go-Kart ging das Team Badenova rund um den Höchenschwander Rennfahrer Thomas Schaller als strahlender Sieger hervor. Insgesamt 24 Teams waren am Start, die in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt waren.

Das Badenova Team startete in der höchsten Kategorie Sport. „Wir waren zwar Titelverteidiger, dennoch waren wir nicht die Favoriten“, betont Thomas Schaller: „Diese Rolle hatte ganz klar das Team Motorsport Management, rund um Fabian Vettel.“ Der Bruder von Sebastian Vettel ist "Lamborghini Trophy-Fahrer" und seine ebenfalls im Motorsport bekannten Teamkollegen aus Österreich waren oder sind in diversen Motorsportklassen aktiv.

Höhepunkt des Rennens war das Duell zwischen Schaller und Vettel im fünften Wettkampf, bei dem sich die beiden Rennfahrer in den letzten acht Minuten ein fulminantes Kopf an Kopf Rennen lieferten. „Mehrfach überholten wir uns gegenseitig im Kampf um den ersten Platz. Hart aber fair, war dabei die Devise. Bestimmt zehn Mal wechselten wir die Positionen. Schlussendlich hatte ich in diesem Rennen leider ganz knapp das Nachsehen“, berichtet Schaller. Es war für alle Beteiligten das spannendste Rennen überhaupt. Beide Fahrer wurden unter tosendem Applaus in der Boxengasse empfangen.

Bis zum letzten Rennen blieb es weiter spannend. Den Gesamtsieg konnte das Team Badenova erst im letzten Lauf eintüten, bis dahin lagen vier der sechs Teams fast gleichauf in der Gesamtwertung. Die Zuschauer wurden für ihr langes Ausharren im Regen entschädigt. Mit einem ersten Platz, fünf zweiten und einem vierten Platz holte sich das Team Badenova den Gesamtsieg. „Die Mission Titelverteidigung ist gelungen“, freut sich Schaller: "Die Teams waren definitiv stärker als im Vorjahr. Wir mussten kämpfen bis zum Schluss."

Glück gehabt? „ Na ja, etwas Glück gehört schon dazu. Aber bei diesem Rennen lag der Schlüssel zum Erfolg ganz klar in der fehlerfreien Arbeit, sowohl in der Boxengasse als auch auf der Strecke“, berichtet Schaller, der seit fast zwei Jahrzehnten zu den schnellsten Kartfahrern unserer Region gehört. "Wir kamen mit nur einer Zeitstrafe durch alle sieben Rennen. Unsere Konkurrenz musste teilweise in jedem Rennen ein Zeitstrafe absitzen. Sei es wegen rüpelhafter Fahrweise, Überholen unter gelber Flagge oder einem Fehler in der Boxengasse, wie auch beim Fahrerwechsel.“

Das Wetter präsentierte sich durchwachsen, die Strecke war meist nass. Während die Fahrer dabei durchaus ihren Spaß hatten, war es für die Zuschauer an der Rennstrecke nicht gemütlich. Trotzdem verfolgten zahlreiche Besucher das Geschehen. Der Regen brachte auch den Zeitplan ins Schleudern. Weil die Karts, die Nässe nicht vertrugen, hinkte der Rennablauf letztlich um Stunden hinterher. Nichtsdestotrotz wird es auch 2019 einen Badenova Hochschwarzwald Grand Prix geben, erklärt Schaller.