Tennis: (jümü) Die verstärkte Förderung der Jugendspieler sowie die Gewinnung neuer Mitglieder vor allem über den Breitensport haben sich die Verantwortlichen des Bezirks Schwarzwald-Bodensee auf ihre Fahnen geschrieben. Nach zwei Jahren Pause kam dies bei der gut besuchten Sport- und Jugendwartetagung in Stockach klar zum Ausdruck. Geehrt wurden außerdem die Bezirks-Mannschaftsmeister der vergangenen Saison.

Der Bezirksvorsitzende Jürgen Hähnel begrüßte auch den Schatzmeister und Vizepräsident des Badischen Tennisverbands, Florian Huschka, der über die aktuellen Entwicklungen berichtete. Bei zwei Regionalkonferenzen im Juli will sich der Verband mit den Vereinen über verschiedene Themen austauschen und dann bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober entsprechende Beschlüsse fassen. Eine deutliche Verschärfung bei personenbezogenen Daten sieht Huschka durch das Inkrafttreten der neuen Datenschutzgrundverordnung im Mai. „Nehmen Sie das Thema ernst“, warnte er die Vereine.

Bezirkssportwart Daniel Guttenberger rückte die Bezirksmeisterschaften in den Fokus und animierte die Sport- und Jugendwarte, noch mehr Spieler zu diesen tollen Events zu schicken. Im Hinblick auf die neue Wettkampfsaison appellierte er, die Durchführungsbestimmungen durchzulesen und auch zu beachten. „Dabei hat der Oberschiedsrichter eine wichtige Funktion“, betonte Guttenberger. Spielverlegungen sind prinzipiell nur nach vorne möglich. Er hoffe, dass sich zu der Mixed-Runde zum Saisonende noch mehr Mannschaften anmelden.

In Vertretung des Bezirksjugendwarts Tim Nitsch sprach Brigitte Kuhn das neue Jugend-Förderkonzept an: Ziel ist, möglichst viele Jugendliche mit vielversprechendem Potenzial zu sichten und nach leistungssportlichen Kriterien altersgerecht zu fördern, um diese so an die nationale und internationale Spitze im Jugendbereich zu führen. Dazu ist es erforderlich, dass die verantwortlichen Personen in den Vereinen, den Bezirken und im Verband eng miteinander kooperieren und nach einheitlichen Prinzipien fördern. Gemeldet für die neue Saison sind weniger Mädels-, dafür aber mehr Jungenteams. Hähnel machte auf die schwierige geografische Ausdehnung des Bezirks aufmerksam. „Natürlich müssen wir überall präsent sein.“

Ein wichtiger Faktor im Nachwuchsbereich ist das Schultennis, unterstrich Referentin Regina Meyer-Stoll. „Hier müssen wir unsere neuen Mitglieder abholen, am besten schon im Kindergarten.“ Um eine gute Betreuung der Schüler zu gewährleisten, setzt der Verband auf die Ausbildung von Schülermentoren aus den Reihen der Schulen. Sie wies auf die Förderung der Kooperationen durch den Badischen Sportbund, des Tennisverbandes und des Bezirks bei verschiedenen Aktivitäten hin.

Dem Bezirksvorsitzenden liegt die Wiederbelebung des Vorständeturniers am Herzen. „Ich würde mich freuen, wenn sich ein Verein bereit erklären würde, die Plätze dafür bereit zu stellen“, so Hähnel. Außerdem kündigte er ein Seminar mit dem Thema: „Wie macht Tennis Spaß“ an, um den Vereinen Perspektiven zur Mitgliedergewinnung zu vermitteln. „Wir suchen im Bezirk einen Breitensportreferenten sowie Turnierreferenten, um die Vorstandsmitglieder zu entlasten“, so Hähnel zum Abschluss der Tagung. Er bedankte sich beim gastgebenden TC Stockach für die hervorragende Organisation und Bewirtung.