Fußball-Bezirksliga: – Die Zielsetzung klingt bescheiden. „Wir wollen im Vergleich zum Vorjahr besser starten und mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, erinnert sich Trainer Urs Keser nur ungern an sein Einstands-Quartal bei der SpVgg. Brennet-Öflingen. Mit großer Euphorie hatte der Ur-Schwörstadter sein Amt beim Nachbarn angetreten und rieb sich nach einem Vierteljahr verwundert die Augen: „Es war ein formidabler Fehlstart mit nur sechs Punkten aus den ersten elf Spielen. So etwas brauchen wie nicht noch einmal.“

Keser und der Verein haben reagiert, denn die Ursache für die Misere waren der kleine Kader und die damit einhergehende geringe Trainingsbeteiligung: „Dazu kamen ein paar Verletzte und schon wurde es eng“, ist Keser froh, dass sechs neue Spieler gekommen sind: „Aktuell trainieren wir mit 16, 17 Jungs. Das macht richtig Spaß und die Stimmung ist auch viel besser.“

Dazu hat natürlich auch das gute Ende der vergangenen Saison beigetragen. Schon vor der Winterpause befreite sich das Team aus eigenen Kräften aus dem Abstiegssog und machte mit einer soliden Rückrunde vorzeitig den Ligaverbleib perfekt. Um über die Saison hinaus Bezirksliga-Fußball auf der schmucken Sportanlage rund um den Hans-Walcher-Sportplatz zu Füßen des Günnenbachs anbieten zu können, ist allerdings mehr gefragt als eine erneute Achterbahn-Saison.

„In erster Linie gilt es nun, die neuen Spieler zu integrieren und danach einen soliden Saisonstart hinzulegen“, ist Keser vor dem Auftakt beim SV Jestetten leicht bang: „Einige Spieler werden bei diesem Spiel urlaubsbedingt fehlen. Ich hoffe, dass wir uns trotzdem achtbar aus der Affäre ziehen können“, spekuliert er insgeheim darauf, dass dann jene Spieler, die keine Stammplatzgarantie haben, ihre Chance nutzen.

Die Neuzugänge können sich durchaus sehen lassen. Vom Landesligisten FSV Rheinfelden kamen Tolga Polat (35) und der elf Jahre jüngere Yusuf Cam. „Beiden fehlt noch etwas Spielpraxis. Aber wenn sie fti sind, sind sie echte Verstärkungen“, ist Keser froh um Alternativen. Die bietet auch Daniel Schäuble, der aus dem Wiesental gekommen ist: „Trotz seiner 20 Jahre hat er eine gute Übersicht“, lobt Keser den technisch versierten Abwehrspieler. Geduld erwartet er indessen von Alessio Catanzaro, Alessandro Donato und Manuel-Ricardo Runge, die aus der Kreisliga gekommen sind: „Sie werden aber alle ihre Chance bekommen.“