Fußball-Bezirksliga: – Sieben Spiele vor Saisonende zeichnet sich sowohl an der Spitze als auch im Tabellenkeller ein gewisser Trend ab. An der Spitze kann sich der FC Schönau mit einem Sieg über den FC Wallbach absetzen, zumal der FC Tiengen 08 beim Tabellennachbarn SV Weil II gastiert. Allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass vor dem Duell der beiden Spitzenteams am 27. Mai eine Vorentscheidung fällt. Im Tabellenkeller werden die fünf Letzten einen Club ausspielen, der in der Liga bleibt.

Souverän gewann der FC Tiengen 08 zuletzt das Derby gegen den VfB Waldshut und fährt mit Selbstvertrauen zum SV Weil II. Wird der Aufstieg ernsthaft angestrebt, muss dort gewonnen werden, zumal ein neuer Konkurrent erwachsen ist. Aufsteiger SpVgg. Brennet-Öflingen hat sich mit 17 Punkten aus den sieben Spielen im neuen Jahr von Platz elf auf Rang vier nach vorn gearbeitet. Die Offiziellen meiden das Wort "Landesliga" zwar wie der Teufel das Weihwasser und freuen sich, dass der Abstieg kein Thema mehr ist.

Nach dem jüngsten 2:1-Erfolg beim SV Jestetten geben sich zumindest die Spieler einen Tick forscher: "Wir wollen weiter eine tolle Rückrunde spielen und nehmen es wie es kommt", sagt Timo Bernauer, der im Winter vom FC Rotzel kam und bereits sechs Tore erzielt hat. "Die Aufstiegsspiele sind mein persönliches Ziel", wird Abwehrspieler Yannik Böhler im Video-Interview mit dem SÜDKURIER indessen etwas konkreter.

Diesem Ziel könnte der Neuling im vorverlegten Spiel gegen den SV Buch einen weiteren Schritt näher kommen. Der Gegner hat auf Rang neun allerdings nichts zu verlieren: "Wir wollen mindestens einen Punkt", gibt Spielertrainer Denys Martini die Richtung vor. Schließlich kamen die Bucher dem Gastgeber beim Spieltermin entgegen: "Sie haben am Wochenende personelle Probleme und für uns war es kein Problem am Freitag zu spielen – also haben wir zugestimmt."

In die Zielgerade biegt Schlusslicht FC Rot-Weiß Weilheim gegen den SV Jestetten ein: "Im Fußball ist doch alles möglich. Abgerechnet wird erst am Schluss", will sich Trainer Lars Müller mit einem möglichen Abstieg noch nicht befassen: "Unser Problem ist, dass wir nie zwei Mal in Folge mit der gleichen Aufstellung antreten konnten. Wir haben einfach zu oft verletzte Spieler zu beklagen." So habe die Elf in dieser Spielzeit zu viele Punkte liegen lassen: "Teilweise spielen wir ja ganz ordentlich, bringen es aber nicht zu Ende", hofft er schnellstens auf ein Erfolgserlebnis: "Unterm Strich fehlen uns aus verschiedensten Gründen rund 20 Prozent. Wenn wir endlich ein Frustlöser-Spiel erwischen und eine Serie starten, könnten wir es noch schaffen." Zwei Mal war sein Team ganz nah dran am Frustlöser. Doch sowohl gegen den FC Schönau als auch zuletzt in Bad Bellingen reichten die Führungen nicht zum Erfolg:

Um die Zukunft des Teams ist Müller nicht bange: "Acht A-Junioren haben für die nächste Saison zugesagt. Der Stamm bleibt zusammen und vielleicht kommt noch der eine oder andere junge Spieler mit Bock auf Fußball in einem hervorragenden Umfeld zu uns." Für Müller war es Ehrensache, dem Verein für die neue Saison unabhängig von der Liga zuzusagen: "Ich habe ja auch meinen Anteil an der sportlichen Situation." Er geht davon aus, dass alle Beteiligten ihre Lehren aus dieser Spielzeit ziehen: "Dann sollten wir in der kommenden Spielzeit ganz gut dastehen."