Fußball-Kreisliga A-West: (gru) Mit einer dürren Erklärung hat Aufsteiger SV Nollingen seinen Trainer Giovanni Di Feo entlassen: „Es gab atmosphärische Störungen. Die Vertrauensbasis ist zwischen Trainer und Vorstand ist nicht mehr gegeben“, wiederholt der Vorsitzende Andreas Balling die Notiz auf der Internetseite des Vereins: „Mehr möchten wir dazu nicht sagen.“

Im Zuge der kurzfristigen Trennung von Giovanni Di Feo hätten sich auch dessen Bruder Gerardo Di Feo (Betreuer) sowie Co-Trainer Giuseppe Lanza vom Verein verabschiedet, bestätigt Balling. Einen internen Nachfolger habe der Club bereits im Auge, zumal der Tabellenelfte am Samstag mit dem Derby gegen den FV Degerfelden in die Frühjahrsrunde startet: „Es gibt Gespräche. Im Verlauf der Woche können wir dazu mehr sagen“, so Andreas Balling, der andeutet, dass es sich auf jeden Fall um eine Interimslösung handeln wird: „Zur neuen Saison wird es einen neuen Trainer geben.“

Für Giovanni Di Feo kam das Aus kurz vor Rückrundenstart letztlich überraschend: „Ich habe am Sonntag vor unserem Testspiel intern ein paar Dinge angesprochen, die mir nicht passen. Zu keiner Zeit aber stand infrage, dass ich bis Saisonende bleiben werde.“ Seinen Abschied zum Ende seiner dritten Saison beim SV Nollingen hatte der 47-Jährige bereit im Herbst angekündigt: „Es gab Dinge, die mir nicht gefallen. Aber gemeinsam mit der Mannschaft hatten wir beschlossen, dass wir Charakter beweisen und die Saison durchziehen werden“, deutet er an, dass er sich selbst in der Winterpause bereits Gedanken gemacht habe, aufzuhören.

Im Zuge seiner nun erfolgten Entlassung befürchtet Giovanni Di Feo, dass dem Verein kurzfristig zahlreiche Spieler abhanden kommen: „Soweit ich informiert bin, haben bereits zwölf Fußballer, darunter einige Spieler, die schon seit ihrer Jugend beim SVN sind, angekündigt, ab sofort nicht mehr für den Verein spielen zu wollen.“

Sportlich habe er sich nichts vorzuwerfen, betont Di Feo. Der Aufsteiger stehe mit seiner sehr jungen Mannschaft ganz gut da: „Wir schweben nicht in akuter Abstiegsgefahr und sind auch noch im Pokal vertreten“, verweist Di Feo aufs Viertelfinale, das am Ostermontag beim Ligarivalen FC Hauingen stattfinden wird.