Fußball-Bezirksliga

FC Schönau – SV Herten 0:1 (0:1). – Tor: 0:1 (29.) Kipka. – SR: Philipp Jourdan (Lörrach). – Z.: 120. – Bes.: GR für Sailer (SVH/49.).

Die schönsten Geschichten schreibt nur der Fußball. Da wird der SV Herten vor Wochenfrist von der SpVgg. Brennet-Öflingen – noch dazu vor heimischer Kulisse – mit 1:6 gedemütigt, muss sich Schimpf und Schande anhören. Und eine Woche später gewinnt die nahezu gleiche Elf beim FC Schönau mit 1:0 und spielt fast die komplette zweite Spielhälfte in Unterzahl. Für Trainer Thorsten Szesniak ein Grund "stolz auf die Jungs" zu sein.

Nach der unteriridischen Leistung hatten sich zunächst die Spieler intern zusammengesetzt, sich über drei Stunden die Köpfe heiß geredet und sich so manche Sorge von der Seele geredet. Heraus kam vor allem ein Treueschwur für das Trainerteam. Thorsten Szesniak und Co-Trainer Musah Musliu durften sich der Loyalität der Mannschaft gewiss sein.

Entsprechend engagiert trat der SV Herten in Schönau auf den Platz. Ein schönes Spiel sahen die Zuschauer bei weitem nicht, aber einen Gast, der – so Szesniak – "die Grundtugenden für einen Erfolg" an den Tag gelegt hat: "Die Jungs hatten eine sensationelle Einstellung. Jeder hat für jeden gekämpft. Wir waren eklig und giftig in den Zweikämpfen. Genau so erwarte ich das auch", lobte Szesniak, hob aber mahnend den Finger: "Das kann jetzt aber nur der Anfang gewesen sein."

Selbst die Gelb-Rote Karte gegen Phil Sailer brachte den SV Herten nicht aus dem Konzept. Der FC Schönau fand kaum Mittel, um die Partie umzubiegen. Chancen für die Gastgeber fanden nicht statt oder wurden vom umsichtigen Torwart Jonas Schulz entschärft.

So blieb es beim Tor des Tages durch Benjamin Kipka, der nach 29 Minuten getroffen hatte. Remo Laisa setzte sich im Mittelfeld bei einem Pressschlag durch, schickte Robin Wiessmer steil. Dessen Hereingabe verwertete Kipka zum moralisch enorm wichtigen Sieg: "Wir müssen jetzt so weitermachen", sieht Szesniak durchaus die Möglichkeit, dass die 1:6-Klatsche eine Zäsur für die Mannschaft gewesen ist: "Es wäre mir recht, wenn dieser Sieg in Schönau ein Neustart in diese Saison bedeuten könnte", blickt er zuversichtlich auf die nächsten Aufgaben gegen den SV Weil II und beim FC Zell.