Fußball-Bezirksliga

SV Buch – FV Lörrach-Brombach II 6:3 (2:0). – Tore: 1:0 (7.) Hoppe; 2:0 (20.) Pecoraro; 3:0 (48.) Martini; 4:0 (60.) Pecoraro; 5:0 (64.) Armanowski; 5:1 (79.) und 5:2 (82.) beide K. Keller; 5:3 (88.) Imgraben; 6:3 (90.) Armanowski. – SR: Andreas Sättele (Löffingen). – Z.: 160.

Der SV Buch, immerhin als Tabellenletzter von Schiedsrichter Andreas Sättele auf den Platz geführt, erwischte gegen den ohne seinen treffsicheren Max Höcketstaller (acht Saisontore) angetretenen Titelaspiranten einen Sahne-Tag: "Es hat einfach alles gepasst heute", schwärmte Trainer Michael Hägele tiefenentspannt nach zuletzt vier Pleiten in Folge: "Auch bei mir gab es den Moment, in dem ich mich gefragt habe, was hier passiert." Die Gäste kassierten die zweite Pleite in Folge. Eine Woche nach dem 2:4 gegen den SV Weil II rutschen sie bei zehn Gegentoren in zwei Spielen und vor dem Heimspiel gegen den SV 08 Laufenburg auf Rang drei zurück.

Schon nach sieben Minuten hatte Mario Hoppe den Torreigen eröffnet, 13 Minuten später erhöhte Pascal Pecoraro auf 2:0. Der Offensivspieler hatte erheblich Anteil am Kantersieg, denn als er nach 64 Minuten seinen Platz für Marco Maier räumte, hatte er kurz zuvor das 4:0 erzielt und zusätzlich zwei Scorer-Punkte als Vorbereiter verbucht: "Er hat ein klasse Spiel gemacht", lobte Hägele, nicht ohne den Teamgeist hervorzuheben: "Die Mannschaft hat ihn sehr unterstützt, ihn von Defensivaufgaben entlastet."

Zu diesem Zeitpunkt war die Partie scheinbar längst entschieden, denn kurz nach der Pause hatte Denys Martini auf 3:0 erhöht und Dawid Armanowski war zeitgleich mit dem Pecoraro-Wechsel das 5:0 gelungen.

Als die Schlussviertelstunde anbrach nahm Hägele auch Martini vom Feld: "Er fehlt am Sonntag bei der SpVgg. Brennet-Öflingen. Deshalb wollte ich angesichts des klaren Spielstandes etwas probieren." Alexander Malcherzyk kam, eine Minute später auch Niklas Eckert für Mario Hoppe. In diese Umstellung hinein – und befreit von seinen "Schatten" Martini und Moritz Hackenberger – hauchte Kevin Keller den phasenweise konsternierten Gästen neues Leben ein.

Mit zwei Treffern innerhalb von drei Minuten gestaltete Keller das Resulat erträglicher. Als Max Imgraben in der 88. Minute gar das 3:5 erzielte, war Hägele doch froh, dass die Restspielzeit überschaubar war – und dass er einen Feingeist wie Dawid Armanowski im Team hat. Der hatte in der Schlussminute gesehen, dass FVL-Torwart Marco Herrmann deutlich vor seinem Kasten stand: "Dawid lief zwei, drei Meter mit dem Ball über die Mittellinie und zog dann aus gut 45 Metern ab", sah Hägele in der Schlussminute das Sahnehäubchen auf einem perfekten Tag: "Zuvor hatte die 2. Mannschaft auch gewonnen. Also ging es in bester Stimmung aufs Bucher Oktoberfest."