Die Spruchkammer des Bezirks Hochrhein hat den Zuschauer, der gegen Ende der Partie des FC Weizen gegen den SC Lauchringen am 8. September den Lauchringer Spieler Kebba Manneh (Mamadou) rassistisch beleidigt hat, zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Das teilte der Südbadische Fußballverband mit

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Der Zuschauer habe sich „telefonisch beim Spieler entschuldigt und dieser hat die Entschuldigung auch angenommen“, schrieb der Verband. Dies sei bei der Höhe der Strafe berücksichtigt worden. Der FC Weizen hatte sich zudem für die Vorkommnisse entschuldigt. Auch dies sei gewürdigt worden.

Darüber hinaus stellte der Verband klar: "Die Höhe der Geldstrafe soll der Nachahmungsgefahr wirkungsvoll vorbeugen und deutlich zum Ausdruck bringen, dass der SBFV und seine Entscheidungsträger, solche Vorkommnisse nicht sehen wollen."

Partie wird mit Spielstand zum Zeitpunkt des Abbruchs gewertet

Gewertet wird die Partie so, wie sie zum Zeitpunkt des Abbruchs – die Lauchringer Spieler verließen aus Solidarität mit ihrem Mitspieler aus Gambia den Platz – stand, also mit 4:1 für den FC Weizen. "Das Bezirksportgericht Hochrhein hat nun befunden, dass das Spiel entsprechend dem Stand zum Zeitpunkt des Abbruches mit 4:1 Toren und 3 Punkten für den FC Weizen als gewonnen gewertet wird", heißt es in der Mitteilung.

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Lauchringer Mannschaft gab ein "Zeichen der Solidarität"

Von einer Strafe für den SC Lauchringen sah das Bezirkssportgericht ab und wertete das Verlassen des Spielfelds als „Zeichen der Solidarität“ und „Geste für die Integrationsfähigkeit“ des Fußballs. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, beide Vereine müssen der Entscheidung noch zustimmen.