Fußball: – Bei der Hauptversammlung der Schiedsrichtervereinigung Hochrhein in der Stadthalle Wehr herrschte gute Stimmung. Grund: Bezirksschiedsrichter-Obmann Ralf Brombacher (Kandern) berichtete über die tollen Leistungen der Unparteiischen aus dem Bezirk und über eine leichte Entspannung bei der Entwicklung der Schiedsrichterzahl. Der Bezirk Hochrhein ist mit seinen Schiedsrichtern also sehr gut aufgestellt und ist erneut mit 17 Schiedsrichtern in den überregionalen Ligen vertreten.

Seit 21 Jahren hat der Bezirk erstmals wieder einen Regionalliga-Schiedsrichter. Jonas Brombacher (Kandern) ist der neue Spitzenmann aus dem Bezirk, was seinen Vater Ralf, Chef der Hochrhein-Schiris, stolz machte. Als jüngster Liga-Schiedsrichter war er in die Oberliga gestartet und holte sich Platz eins. "Es war im vergangenen Jahr abzusehen, dass Jonas in der Oberliga dabei sein kann. Doch mit dem Aufstieg bereits im zweiten Jahr konnte keiner rechnen", freute sich Ralf Brombacher.

Steffen Fante (Neuenburg) belegte Platz eins in der Verbandsliga. Marco Brendle (Freiburg) war Bester in der Landesliga. Altersbedingt verzichtet Fante auf den Aufstieg in die Oberliga, Brendle verzichtet zugunsten des Drittplatzierten, des 13 Jahre jüngeren Stefan Mera-Linz (Schopfheim), der nun in der Verbandsliga pfeift. In die Landesliga steigen Mirco Radtke (Maulburg), Timo Bugglin (Weil) und Lukas Gäng (Erzingen) auf. Als Achte überzeugten in der Oberliga Luigi Satriano (Zell) und Hafes Gerspacher (Heitersheim), die bis zuletzt ganz vorn mitgemischt hatten.

Etwas entspannt hat sich die Situation bei den Schiedsrichtern. Die gemeinsame Aktion der Schiedsrichtervereinigung und des Bezirksfußballausschusses mit den Vereinen mit vier zusätzlichen Schnellkursen, die beim Bezirkstag 2017 beschlossen worden war, brachte einen kleinen Erfolg. Der Bezirk konnte meldete 66 neue Schiedsrichter. "Darauf waren wir stolz, aber es sind nur 45 hängen geblieben", kommentierte Brombacher, "das hat uns gerettet, wir konnten den Spielbetrieb aufrecht erhalten. Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir sein wollen." Nicht alle Vereine hätten mitgezogen, sagte der Schiedsrichter-Chef. Ein kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der Jungschiedsrichter ist rückläufig. Allerdings gebe es "tolle Talente".

Mahnende Worte fand Brombacher mit Blick auf die Rekordzahl von 949 Spielrückgaben. Brombacher: "Das ist inakzeptabel." Im abgelaufenen Spieljahr wurden 7442 Spiele besetzt, im Vorjahr 6799. Die beiden Spitzenreiter waren Thomas Ruppert aus Rickenbach mit 93 und der Wehrer Albert Hibold mit 96 Einsätzen.

 

Interview mit dem Top-Schiedsrichter des Bezirks Hochrhein, Jonas Brombacher (Kandern):