Fußball-Kreisliga A-Ost: – Hohe Wellen hatte die rassistische Beleidigung des aus Gambia stammenden Kebba Manneh vom SC Lauchringen beim Spiel vor knapp zwei Wochen beim FC Weizen geschlagen. Der 22-Jährige war kurz vor Schluss von einem heimischen Zuschauer beschimpft worden und hatte daraufhin weinend den Platz verlassen. Seine Teamkollegen schlossen sich ihm an – die Partie wurde beim Stand von 4:1 für den FC Weizen abgebrochen.

In der Folge berichteten neben dem SÜDKURIER auch überregionale Tageszeitungen sowie ein Fernsehteam der SWR-Landesschau über den Vorfall. Der Südbadische Fußballverband (SBFV) hat Ermittlungen eingeleitet. Das Urteil der Spruchkammer des Bezirks Hochrhein, so Sportrichter Rainer Koller (Bad Säckingen), werde in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Für Kebba Manneh und den SC Lauchringen sei der Vorfall indessen abgeschlossen, betont Sportchef Tobias Kummer: „Sowohl der FC Weizen als auch jene Person, die Kebba beleidigt hat, haben sich beim Verein und Kebba persönlich gemeldet und um Entschuldigung gebeten. Kebba hat diese Entschuldigung ebenso wie wir als Verein angenommen. Damit ist für uns der Vorfall erledigt.“

Strafrechtliche Ermittlungen gegen den Zuschauer des FC Weizen seien nicht aufgenommen worden, bestätigt Oberstaatsanwältin Iris Janke von Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen: „Von Amts wegen wird wegen Beleidigung nur ermittelt, wenn eine ganze Volksgruppe rassistisch beleidigt wird. In diesem Fall liegt weder uns noch der Polizei eine Anzeige der beleidigten Person vor.“