Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – Freiburger FC II 1:2 (1:1)

Tore: 0:1 (7.) Qorraj; 1:1 (30.) Strazzeri; 1:2 (90.+2/ET) Cibukciu. – SR: Benjamin Neumaier (Steinach). – Z.: 150. – Bes.: Rot für Stangl (90.+9) wg. Beleidigung (?); GR für Murawski (beide FSV/56.).

Warum Jeremy Stangl nach neun Minuten der Nachspielzeit die Rote Karte sah, darüber durfte oder wollte das Schiedsrichtergespann auch dem SÜDKURIER keine Auskunft geben. Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, da hatte schon der Rheinfelder Jens Murawski mit Gelb-Rot den Platz verlassen müssen.

Zu diesem Zeitpunkt hatte noch Benjamin Neumaier aus Steinach die Partie geleitet. Kurz danach musste er aber an seinen Assistenten Bohnert die Leitung abgeben. Der Grund: Neumaier hatte sich schon vor der Pause eine Zerrung geholt, versuchte es nochmals – aber erfolglos. Für ihn streifte sich der zufällig anwesende Hochrhein-Schiri Walter Osswald aus Malsburg-Marzell das Trikot über und nahm das Linienrichterfähnchen in die Hand. Die Unterbrechung der Partie dauerte etwas mehr als zehn Minuten.

FSV-Trainer Marc Jilg war jedenfalls restlos bedient: "Dieses Schiedsrichtergespann war heute restlos überfordert. Und außerdem fehlte jegliches Fingerspitzengefühl." Die Schuld an der Niederlage gegen einen spielstarken Gegner suchte Jilg aber nicht nur an den Unparteiischen. "In den ersten 20 Minuten fehlte bei uns die Laufbereitschaft. Auch den Willen zum Zweikampf habe ich vermisst", war der Trainer der Gastgeber durchaus kritisch mit seiner Mannschaft.

Schon nach sieben Minuten führten die Gäste. Zunächst wehrte Dennis Fritz im Tor noch den Schuss von Jetmir Qorraj ab, doch im Nachsetzen spitzelte dieser den Ball ins Tor. Nach einer gelungenen Kombination erzielte Sascha Strazzeri auf Pass von Massimo De Franco den Ausgleich (30.).

Nach dem Wechsel hatten die Gäste viel mehr Ballbesitz. Die Gastgeber, die ohne Anton Weis (Urlaub) und Justin Petretta (krank) angetreten waren, wurden in die eigene Hälfte gedrängt. Kurz vor Ende sprang dem Rheinfelder Besart Cibukciu ein Freistoß ans Bein. Der Ball nahm eine andere Richtung und kullerte zum 1:2 ins Tor.

FSV Rheinfelden: Fritz – Cibukciu, Murawski, Beltrani – Mendy, Dogan (90.+4 Salli), Rueb, Kittel, De Franco (68. Alfarano) – Strazzeri (80. Smailji), Stangl.