Fußball-Landesliga: (gew) Für den Drittletzten FSV Rheinfelden und den Vorletzten FC Tiengen 08 geht es ums Überleben in der Liga. Noch drei Spiele sind es in dieser Saison. Während der FSV Rheinfelden am Samstag auf heimischer Richterwiese gegen den so gut wie sicher feststehenden Meister FC Waldkirch krasser Außenseiter ist, will der FC Tiengen 08 beim SV Au-Wittnau (8.) punkten.

Die Tatsache, dass der SV Kirchzarten sein vorgezogenes Spiel am Mittwochabend beim FSV RW Stegen gewonnen hat, kommt beiden Hochrhein-Teams nicht zugute. "Der SV Kirchzarten ist sechs Punkte vor uns und damit fast unerreichbar. Wahrscheinlich geht es für uns nur noch darum, auf dem drittletzten Platz zu bleiben", sagt Trainer Marc Jilg vom FSV Rheinfelden vor der Partie gegen den Tabellenführer. Damit würde es auf einen Zweikampf zwischen dem FSV Rheinfelden und dem FC Tiengen 08 im Kampf um den drittletzten Platz kommen. Der Drittletzte würde dem Abstieg sicher entgehen, wenn es der FC Denzlingen in der Verbandsliga noch auf den sechstletzten Platz – den ersten Nicht-Abstiegsplatz – schafft oder wenn sich der Zweite in der Staffel 2 der Landesliga in der Aufstiegsrunde gegen die beiden anderen Landesliga-Vizemeister durchsetzt. Wenn beide Fälle eintreten würden, wäre sogar der Zweitletzte der Staffel 2 in der Landesliga gerettet.

"Wir müssen aus den restlichen drei Spielen mindestens vier Punkte holen, um Drittletzter zu bleiben. Wenn wir das nicht schaffen, sind wir weg. Und selbst wenn wir vier Punkte holen, müssen wir noch abwarten, was der FC Tiengen 08 noch holt", sagt Jilg. Ob drei dieser vier Punkte ausgerechnet gegen Spitzenreiter FC Waldkirch geholt werden, ist fraglich. Gut drauf ist der FSV Rheinfelden derzeit nicht. Elf der vergangenen 13 Spiele wurden verloren. Das spricht für sich. "Es wird schwer, aber abgeschrieben haben wir uns noch nicht", gibt sich der Trainer kämpferisch.

Personell ist beim FSV Rheinfelden fast alles im Lot. Während das Stammpersonal auf dem Feld an Bord ist, gibt es auf der Torwartposition ein echtes Problem. So hat sich Dany Quintero vor einer Woche eine Schnittverletzung bei einem robusten Zweikampf zugezogen – einen tiefen Schnitt am Ringfinger. Nach einer Untersuchung steht fest, dass eine Sehne gerissen ist. "Dany wird diese Saison nicht mehr spielen können", bedauert Jilg, jetzt wieder auf Suche nach Ersatz gehen zu müssen. Danys Bruder Denis ist beruflich verhindert. "Wir werden kurzfristig entscheiden, wer Dany vertritt. Es wird jemand aus unseren eigenen Reihen sein", so Jilg.

Der FC Tiengen 08 trauert vor der Partie am Samstag beim SV Au-Wittnau noch ein bisschen der Niederlage von zuletzt gegen die SF Elzach-Yach nach. "Das haben wir vergeigt. Ein Remis wäre auf alle Fälle drin gewesen", weiß Trainer Oliver Neff. Er glaubt fest daran, dass der FC Denzlingen in der Verbandsliga dem Abstieg noch entgehen kann und es folglich in der Landesliga nur zwei Absteiger geben wird. "Wir müssen erst einmal vom vorletzten Platz weg", so Neff, der das Schielen auf die Konkurrenz aber nicht übertreiben will: "Wir schauen erst einmal uns, denn wir müssen erst einmal die Punkte holen." Wichtig sei es, dass seine Mannschaft den unbedingten Siegeswillen zeige. Neff: "Wenn bei uns alle klar im Kopf sind, können wir überall etwas holen."

Fehlen wird in der Partie beim SV Au-Wittnau Albin Hashani. Er hat vor zwei Wochen in der Partie beim FC Freiburg-St. Georgen wegen einer Tätlichkeit Rot gesehen und wurde dafür hart bestraft. So bleibt Hashani bis Rundenende gesperrt. "Für ihn ist die Saison vorbei. Diese harte Strafe kann ich nicht ganz nachvollziehen", klagt der Trainer.