Fußball-Landesliga: FC Tiengen 08 – FC Teningen 2:4 (2:2)

Tore: 0:1 (2.) Heidenreich; 1:1 (9.) Maier; 1:2 (11.) Stübbe; 2:2 (17.) Ködel; 2:3 (60.) Stübbe; 2:4 (78.) Österreicher. – SR: Julian Gumz (Radolfzell). – Z.: 160. – Bes.: GR für Hashani (FCT/63.).

"Nach vier Spielen und vier Niederlagen ist noch nichts verloren", will Vassilios Dimitriadis vom FC Tiengen 08 im SÜDKURIER-Videointerview auch nach der 2:4-Niederlage im Kellerduell gegen Aufsteiger FC Teningen, noch nichts von Panikstimmung wissen. Tatsache ist aber, dass die Tiengener nun Schlusslicht der Liga sind und wie in der vergangenen Saison der Konkurrenz hinterher laufen.

Es ging von Beginn an zur Sache im Langensteinstadion: Schon nach 17 Minuten waren vier Treffer gefallen. "Wir wollten die Null lange halten", sagte Tiengenens Trainer Oliver Neff nach der Partie. Diese Taktik ging völlig daneben: In der 2. Minute gelang den Gästen, die ohne ihren besten Spieler, den Rot-gesperrten Fabio Saggiomo, antreten mussten, durch Marcel Heidenreich die Führung. Sieben Minuten später glich Sven Maier auf Vorlage von Harun Zengin aus. Fast im Gegenzug kam Sebastian Hug beim Herauslaufen gegen Stephan Stübbe zu spät. Dieser bedankte sich mit dem 2:1. Kurios der Ausgleich in der 17. Minute: Nach einer Ecke von Tomas Masek ließ sich der Teninger Torwart Niklas Krause den Ball abluchsen. Die Gäste monierten ein Foul, Nico Ködel nutzte die Verwirrung und staubte zum 2:2 ab. Kurz darauf ließ Harun Zengin noch eine große Chance für die Gastgeber aus, doch auch der FC Teningen blieb stets gefährlich. So parierte Keeper Hug einen gefährlichen Freistoß von Florian Rees.

Nach dem Wechsel hatten die Tiengener noch einige Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Dies gelang aber den Gästen durch den stets gefährlichen Stephan Stübbe nach einer Stunde. Als kurz darauf Albin Hashani wieder einmal mit Gelb-Rot vom Platz musste, reagierte der Gastgeber trotzig, vergab aber beste Chancen. So scheiterten nacheinander Maier, Ködel und Masek in aussichtsreichen Positionen. Ihre Torgefährlichkeit bewiesen dafür die Gäste: Zwölf Minuten vor dem Ende traf der eingewechselte Frederik Österreicher zum 4:2. Danach hatten die Gastgeber nichts mehr zuzusetzen.

Oliver Neff beklagte die Umstellungen innerhalb seiner Mannschaft durch die vielen Ausfälle. "Im fünften Spiel wird es nächstes Wochenende die fünfte Viererkette geben. Die Defensive kann sich natürlich unter diesen Umständen nicht einstellen und auch nicht harmonieren", suchte der Tiengener Trainer nach einer Erklärung. Eine Ausrede solle das, so Neff, aber nicht sein.

FC Tiengen 08: Hug – Gallmann (88. Baotic), Ködel, Hashani, S. Dimitriadis – Masek, Pipinic (46. Ndow), Di Girolamo, V. Dimitriadis, Zengin (83. Cascio Ingurgio) – Maier.

 

Interview von SÜDKURIER-Sportredakteur Gerd Welte mit Vassilios Dimitriadis vom FC Tiengen 08