Fußball-Bezirksliga: – Für Jasmin Rastoder steht fest: "Ich möchte mich im eigenen Stadion als Aufsteiger verabschieden." Seit zwölf Jahren spielt Rastoder, der von AGS Lauchringen kam, für den FC Tiengen 08. Nun aber soll Schluss sein mit aktivem Fußball: "Ich bin künftig nur noch Trainer der D-Junioren", betont der 35-Jährige. Wirklich überzeugend klingt das noch nicht: "Es wird schon eine Umstellung für mich werden. Meine Frau jedenfalls zweifelt noch daran, dass ich wirklich aufhöre."

Mit einem Sieg über Aufsteiger SpVgg. Brennet-Öflingen kann der FC Tiengen 08 zwar noch nicht den Meistertitel feiern, wohl aber den direkten Aufstieg: "Das wollen wir unbedingt vor heimischer Kulisse schaffen", ist Rastoder zuversichtlich. Zwar fehlen die Defensivrecken Steffen Huber und Daniel Albicker, der mit seinem 4:3-Siegtreffer in Schönau die Tür zur Landesliga aufgestoßen hat, aus privaten Gründen, doch die zunächst nicht einkalkulierten Tomas Masek und Sven Maier sind wohl dabei: "Tomas hat seine Arbeit anders eingeteilt und Sven seinen Urlaub verschoben", so Rastoder: "Alle wollen in diesem Spiel dabei sein."

Allerdings geht es nicht nur um den fünften Landesliga-Aufstieg in den vergangenen 40 Jahren. "Wir haben da noch eine Rechnung offen", lacht Rastoder: "Beim 3:7 in der Vorrunde in Brennet haben wir unsere schlechteste Saisonleistung abgeliefert." Eine Party sei nicht geplant: "Wenn wir gewinnen, feiern wir spontan", so Rastoder, der als Sportchef derzeit mit Gesprächen für die neue Runde betraut ist: "Bis auf Robin Matt und Timo Stürzl, die zur SpVgg. Wutöschingen wechseln, bleibt der Kader zusammen. Ich bin zuversichtlich, dass wie sieben neue Spieler bekommen."

Die zweite wichtige Entscheidung strebt der SV Herten an. Mit einem Sieg über Schlusslicht FC RW Weilheim will die seit sieben Spielen unbezwungene Elf von Thorsten Szesniak letzte Zweifel am Ligaverbleib beseitigen. Auf Hertener Ausrutscher wartet indessen der FC Wallbach, dessen Aufgabe beim VfR Bad Bellingen ungleich schwerer ist. Der aktuelle 13. Platz ist nur dann kein Abstiegsplatz, wenn der SV Kirchzarten in die Verbandsliga aufsteigt und der Aufstiegsrunden-Teilnehmer der Hochrhein-Bezirksliga den Sprung in die Landesliga schafft.