Fußball-Bezirksliga, Hochrhein

FC RW Weilheim – SV Herten 2:2 (1:1). – Tore: 1:0 (9.) Emmerich; 1:1 (33.) Kocer; 1:2 (48.) R. Wiessmer; 2:2 (87.) Steffen. – SR: Peter Becker (Hinterzarten). – Z.: 250. – Bes.: GR für Kühn (SVH/80.).

Langweilig war das Oktoberfest-Spiel beim FC RW Weilheim nicht. Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase sogar die Chance zum Sieg. So verwundert nicht, dass sie unterm Strich mit dem 2:2 zufrieden waren.

Die Hausherren erwischten den besseren Start: "Wir waren mutlos und passiv", wunderte sich Trainer Thorsten Szesniak über das Auftreten seiner Jungs in den ersten 20 Minuten. Besser machten es die Gastgeber, die sich fest vorgenommen hatten, nach vier Niederlagen in Folge zur Feier des Tages endlich mal wieder zu gewinnen.

Und es schien alles für sie zu laufen. Nach neun Minuten traf Michael Emmerich zur verdienten Weilheimer Führung: "Wir hatten sogar die Chance, das 2:0 zu machen", so Sportchef Alexander Rindt, der ebenfalls mitwirkte. In der Folge wurde das Hertener Konzept zunächst etwas durcheinander gebracht, denn noch in der ersten halben Stunde mussten die verletzten Philipp Müller und Philip Bitzer vom Platz. "Diese beiden Wechsel haben wir aber gut weggesteckt und kamen kurz danach zum Ausgleich", so Szesniak.

Tunahan Kocer hatte sich gut durchgesetzt und traf mit einem Lupfer aus spitzem Winkel zum 1:1. Schon vor zwei Jahren hatte der Hertener Stürmer in Weilheim getroffen, vier Mal beim 4:0-Sieg. Und es sollte noch besser für die Gäste werden: "Robin Wiessmer schloss kurz nach Wiederanpfiff eine Kontersituation mit dem 2:1 für uns ab", war Szesniak bis zu diesem Zeitpunkt zufrieden.

Das änderte sich allerdings schnell. "Danach aber haben wir das Spiel nur noch verwaltet, wollten das 2:1 über die Runden bringen. Dass das nicht funktioniert, war mir schnell klar", ärgerte sich Szesniak, denn kurz vor Schluss wurde das Weilheimer Anrennen gegen die nun in Unterzahl – der eingewechselte Kühn hatte Gelb-Rot gesehen – spielenden Gäste belohnt.

"Wir haben es immer wieder versucht. Kampfgeist und Wille waren da", so Rindt zu den Bemühungen seines Teams. Michael Emmerichs Freistoß flog in den Strafraum, nur Patrick Steffen ging zum Ball, touchierte ihn leicht, aber entscheidend – und Jonas Schulz war überwunden.

Jetzt folgte bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Peter Becker ein offener Schlagabtausch. Ein Freistoß von Marco Romano krachte an die Latte, den Abpraller erwischte Tunahan Kocer per Kopf und verfehlte das Tor nur knapp. Im Gegenzug stand Patrick allein vor Jonas Schulz und vergab die Chance zum 3:2.