Fußball-Bezirksliga: – Die Saison 2017/18 ist seit wenigen Tagen Geschichte, auch wenn noch nicht alle Entscheidungen gefallen. Neben Meister VfR Bad Bellingen will der SV 08 Laufenburg via Relegation gegen die SpVgg. Untermünstertal ebenfalls in die Landesliga aufsteigen. Das Hinspiel findet am kommenden Samstag, 17 Uhr, im Waldstadion statt. Zum Rückspiel fahren die Null-Achter am Samstag, 23. Juni, nach Untermünstertal, wo um 16 Uhr angepfiffen wird.

Nervenstark: Dominik Flum trifft immer am Elfmeterpunkt. Elf Mal trat er an und elf Mal jubelte der Stürmer des FC Geißlingen.
Nervenstark: Dominik Flum trifft immer am Elfmeterpunkt. Elf Mal trat er an und elf Mal jubelte der Stürmer des FC Geißlingen. | Bild: Matthias Scheibengruber

Offen ist auch noch, wer die Neulinge Bosporus FC Friedlingen und FC Schlüchttal zurück in die Kreisliga A begleitet. Stark gefährdet ist der FC Geißlingen, der darauf hoffen muss, dass sowohl der FC Tiengen 08 in der Landesliga verbleibt, als auch der SV 08 Laufenburg dorthin wieder aufsteigt. Nur eine dieser Optionen braucht der FC Wehr zum Ligaverbleib.

<strong>Dauerbrenner:</strong> Daniel Philipp vom FC Zell versäumte keine Bezirksliga-Sekunde.
Dauerbrenner: Daniel Philipp vom FC Zell versäumte keine Bezirksliga-Sekunde. | Bild: Matthias Scheibengruber

Dass es die Wehrer so erwischen konnte, liegt in erster Linie an der erschreckend schwachen Ausbeute der Rückrunde. Magere 15 Tore hat die Elf von Michael Schenker erzielt und nur 5 Punkte eingefahren. Selbst Schlusslicht BFC Friedlingen hat doppelt so viele Punkte in der Rückserie geholt. Auch der FC Schlüchttal weiß, wo die Defizite lagen. Außer dem Sieg beim SV Buch wurde auswärts nichts gerissen.

Nervenstark: Elvis Gojak von der SpVgg. Brennet-Öflingen hat vier Strafstöße gehalten.
Nervenstark: Elvis Gojak von der SpVgg. Brennet-Öflingen hat vier Strafstöße gehalten. | Bild: Matthias Scheibengruber

Insgesamt haben die 17 Vereine in den 272 Spielen 574 Spieler eingesetzt. Keine der 2880 Bezirksliga-Minuten haben lediglich drei Akteure verpasst. Die beiden Torleute Aykut Kaya vom FC Wittlingen und Simon Eckert vom SV Buch sowie – als einziger Feldspieler – Daniel Philipp vom FC Zell, dessen Clubs übrigens ohne Platzverweis an der Spitze der Fairness-Tabelle steht.

<strong>Die Verlässlichkeit in Person:</strong> Torhüter Simon Eckert vom SV Buch hat keine Minute der abgelaufenen Saison verpasst und war mit seinen Leistungen ein Garant für den siebten Tabellenplatz seiner Mannschaft.
Die Verlässlichkeit in Person: Torhüter Simon Eckert vom SV Buch hat keine Minute der abgelaufenen Saison verpasst und war mit seinen Leistungen ein Garant für den siebten Tabellenplatz seiner Mannschaft. | Bild: Matthias Scheibengruber

Zehn Spieler haben zumindest keines der 32 Spiele verpasst. Die größte Konstanz bewiesen drei Akteure des Meisters. Kai Schillinger, Tim Schillinger und Torschützenkönig Tim Siegin vom VfR Bad Bellingen waren immer dabei. Ebenfalls ohne Fehlspiel blieben Marco Götz und Fabian Schmidt von der SpVgg. Brennet-Öflingen, sowie Jan Körner und Marco Holzapfel vom SV Buch. Der beste Elfmeterschütze der Liga, Dominik Flum vom FC Geißlingen, stand ebenfalls 32 Mal auf dem Feld. Martin Rangnau (SV Jestetten), der in der Vorrunde die meisten Ein- und Auswechslungen verzeichnete, war ebenfalls immer dabei. Gleiches gilt für Michael Selb vom FC Schlüchttal.

<strong>Blitz-Joker:</strong> Felix Mülhaupt vom FC Geißlingen traf gegen den SV Buch genau 20 Sekunden nach seiner Einwechslung.
Blitz-Joker: Felix Mülhaupt vom FC Geißlingen traf gegen den SV Buch genau 20 Sekunden nach seiner Einwechslung. | Bild: Matthias Scheibengruber

Dass ein großer Fundus nicht immer maximalen Erfolg garantiert, zeigt ein Blick zum FV Lörrach-Brombach II, der gemessen an seinen Zielen als Achter enttäuschend abschnitt. 60 Spieler haben die Trainer im Verlauf der Saison eingesetzt – Routiniers und A-Junioren durften sich probieren. Ähnlich war es beim SV Weil II, wo Spielertrainer Thomas Schwarze 58 Akteure eingesetzt hat. Mit lediglich 23 Spielern kamen der SV Buch und der FC Geißlingen aus.

<strong>Keine Abwehrchance:</strong> Wo dieser Tim Siegin auftaucht, ist Gefahr im Verzug. Das spürt hier auch Daniel Baumgartner von der SpVgg. Brennet-Öflingen. Der 21-jährige Stürmer des VfR Bad Bellingen schraubte den Bezirksliga-Torrekord auf sagenhafte 46 Treffer.
Keine Abwehrchance: Wo dieser Tim Siegin auftaucht, ist Gefahr im Verzug. Das spürt hier auch Daniel Baumgartner von der SpVgg. Brennet-Öflingen. Der 21-jährige Stürmer des VfR Bad Bellingen schraubte den Bezirksliga-Torrekord auf sagenhafte 46 Treffer. | Bild: Matthias Scheibengruber

Tim Siegin vom VfR Bad Bellingen sorgt für einen ewigen Rekord

Tore sind das Salz in der Suppe eines jeden Fußballspiels. Und Torjäger werden nicht nur geliebt und gefeiert, sondern auch gejagt. So ergeht es in diesen Tagen auch Tim Siegin, der den VfR Bad Bellingen mit sage und schreibe 46 Toren in die Landesliga geschossen hat und damit einen Rekord für die Ewigkeit geschaffen haben dürfte.

  • Tim Siegin holte sich die Krone des Torjägers souverän. Er war in allen 32 Spielen auf dem Platz, erzielte im Schnitt 1,4 Tore pro Spiel. Auf seine Einsatzminuten umgerechnet, sind das jede 61 Minuten ein Torjubel. Richtig krachen ließ es der 21-Jährige beim höchsten Saisonsieg seines Teams. Vier Tore gelangen ihm zum 10:0-Erfolg beim Schlusslicht Bosporus FC Friedlingen. Schon in der Vorrunde hatte er einen Vierer-Pack geschnürt, als seine Elf mit 5:2 gegen den SV Buch gewann.
  • Sandro Knab stieg beim SV 08 Laufenburg erst nach dem Saisonauftakt wieder ein, kassierte zudem eine Gelb-Rote Karte – und damit eine Spielsperre. Insgesamt erzielte er 28 Treffer in seinen 28 Spielen. Bei ihm schlug es alle 80 Minuten im gegnerischen Tor ein. Drittbester Torschütze d4 Liga wurde Sandro D’Accurso (FC Erzingen) mit 23 Toren in 26 Spielen und 1528 Einsatzminuten. Der treffsichere Klettgau-Italiener brauchte somit nur 66 Minuten pro Tor.
  • Was den Stürmern die zweistelligen Torausbeuten sind, ist einem Spieler des FC Geißlingen vermutlich schnuppe. Felix Mülhaupt darf sich zweifellos der „Nils Petersen“ der Bezirksliga nennen. Einen besseren „Joker“ gab es nichticht. 14 Mal wurde der 23-Jährige bei 17 Spielen eingewechselt und dabei erzielte er fünf Joker-Tore. Beim 2:0 in Buch sogar nach 20 Sekunden! Die zweitbeste Ausbeute in dieser Hinsicht hatte Shaban Limani vom FC Erzingen, der vier seiner 19 Tore nach Einwechslungen erzielte.
  • Der Rekordsieg gelang dem VfR Bad Bellingen beim 10:0 in Friedlingen am 9. Mai. Ebenso viele Treffer fielen im ersten Spiel des neuen Jahres, als der FC Wittlingen den FC Schönau mit einem 8:2 nach Hause schickte. Die meisten Treffer in einem Spiel notierte Schiedsrichter Uwe Seifert (Waldshut-Tiengen) am 26. Mai, bei der Partie des VfR Bad Bellingen gegen den FV Lörrach-Brombach II. Elf Mal wurde neu angespielt, bis der 7:4-Sieg der Gastgeber besiegelt war. Müßig zu erzählen, dass Tim Siegin auch in diesem Spiel vier Mal erfolgreich war. Neun Treffer gab es vier Mal: Beim 1:8 von BFC Friedlingen gegen den FV Lörrach-Brombach II und beim 2:7 des Schlusslichts in Laufenburg sowie beim 1:8 des FC Schlüchttal gegen den VfR Bad Bellingen, der die 100-Tore-Marke nur um einen Treffer verpasste, und beim 4:5 des FC Schlüchttal gegen den FV Lörrach-Brombach II. (gru)