Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – FC Teningen 1:2 (1:2)

Tore: 0:1 (18.) Rees; 0:2 (29.) Hodel; 1:2 (34.) Strazzeri. – SR: Thomas Schillinger (Obertsrot). – Z.: 120. – Bes.: Sawaneh (FSV/80.) hält HE von Rees.

Das war gar nicht nach dem Geschmack von Marc Jilg. Der Trainer des FSV Rheinfelden sprach von einer verdienten Niederlage, die sogar höher hätte ausfallen können. "Das war glatte Arbeitsverweigerung. Der Wille hat heute gefehlt und die Leidenschaft. Eine absolut klägliche Vorstellung von uns", war Jilg enttäuscht.

Die Gäste begannen furios und hatten bereits in den ersten zehn Minuten zwei klare Chancen ausgelassen. In der 18. Minute war es dann doch soweit: Ein Freistoß des Gäste-Kapitäns Florian Rees kullerte zur Überraschung vieler ins Tor. Jilg: "Wir hatten uns vorgenommen, Standards für den Gegner zu vermeiden. Und dann fallen beide Gegentore durch Standards. Unglaublich."

Kaum hatten sich die Gemüter beruhigt, fiel auch schon das zweite Gegentor. Ein Freistoß von der rechten Seite klatschte an die Latte. Hier sah FSV-Torwart Saikou Sawaneh nicht gut aus. Von der Latte sprang der Ball wieder ins Feld, und Tom Hodel stand goldrichtig, um per Kopfball auf 2:0 für die Gäste zu erhöhen.

Dann endlich wachten die Gastgeber auf, wurden forscher und kamen auch zu einigen Torchancen. Die Belohnung folgte nach einer guten halben Stunde. Paul Mendy schlenzte einen Schuss aus halbrechter Position fast in den Torwinkel. Von dort prallte er allerdings zurück ins Feld, wo Sascha Strazzeri die Konfusion nutzte und den 1:2-Anschlusstreffer erzielte.

Nach dem Wechsel waren die Gastgeber nicht mehr in der Lage, dem Spiel eine Wende zu geben. Die Gäste waren stets einen Tick schneller, starteten mehrere gefährliche Angriffe, ohne erfolgreich zu sein. Drei Mal rettete FSV-Keeper Sawaneh in höchster Not gegen die Stürmer der Gäste, die plötzlich allein vor ihm aufgetaucht waren. Da hatte er seinen Fehler beim zweiten Gegentor aus der ersten Hälfte schon mehr als wett gemacht.

Nochmals stand Sawaneh im Zentrum der Aufmerksamkeit: Zehn Minuten vor dem Ende parierte er einen zweifelhaften Handelfmeter, den Florian Rees zu unplatziert schoss. Es wäre das 1:3 gewesen. In der Nachspielzeit hatten die Gastgeber doch noch eine große Chance zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Vincent Kittel setzte Jeremy Stangl einen Flugkopfball nur knapp neben das Tor. "Der Ausgleich wäre nicht verdient gewesen", blieb Jilg durchaus selbstkritisch.

FSV Rheinfelden: Sawaneh – Murawski, Beltrani, Eschbach (57. Kleiner), Schreiner (31. Mendy) – Venturiero, Smailji (85. J. Jilg), Kittel, Weis, Strazzeri (53. Salli) – Stangl.