Fußball Bezirksliga, Hochrhein

FC Wehr – SpVgg. Brennet-Öflingen 4:1 (2:0). – Tore: 1:0 (34.) und 2:0 (40.) beide Ranert; 3:1 (54./ET) Rebis; 3:1 (72.) Matzner; 4:1 (87.)Vardi. – SR: Luigi Satriano (Zell). – Z.: 470.

Vor toller Kulisse, nahezu 500 Zuschauer säumten den Uwe-Wassmer-Kunstrasenplatz, beendete der FC Wehr im Wehratalderby beim 4:1 gegen die SpVgg. Brennet-Öflingen nicht nur sein punktloses Dasein am Tabellenende, sondern durfte auch noch den ersten Sieg nach genau fünf Monaten feiern.

Für die Gäste war die Pleite bitter, denn sie hatten vor dem ersten Treffer die besseren Chancen. Doch scheiterten Fabian Schmidt mit einem Freistoß und Yusuf Cam nach einem Alleingang am nervenstarken Markus Deiß im Wehrer Kasten: "Wenn wir da in Führung gehen, sieht die Welt anders aus", war Gästetrainer Urs Keser überzeugt. Glück hatte seine Elf aber auch, dass Elvis Gojak einen Freistoß von Alex Rebis glänzend gegen die Latte lenkte.

Dass der Sieg an die Wehrer ging, lag nicht nur am effektvolleren Spiel des Gastgebers und dem bienenfleißigen Julian Matzner, der vor der Pause für seine Torjäger Andreas Ranert perfekt auflegte und in der 72. Minute mit dem 3:1 die Entscheidung besorgte: "Wir machen unglaubliche Fehler im Aufbauspiel", sah Keser seine Elf hilflos, als die Wehrer die Fehlpässe abfingen und über Matzner in zwei identischen Szenen zum 2:0 kamen.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste druckvoller, erzwangen das Eigentor von Rebis zum 1:2. Zu mehr reichte es ohne die gesperrten Götz-Brüder, sowie ohne die erkrankten oder verletzten Tolga Polat, Timo Metzger und Timo Bernauer sowie Marcel Leitner nicht: "An den Ausfällen lag es nicht unbedingt. Die Jungs, die aufgestellt waren, wollen spielen und müssen das dann auch zeigen. Stellen wir unsere Fehler nicht ab, wird es schwer", so Keser.

Zufriedener, aber längst nicht auf Wolke sieben war Michael Schenker: "Natürlich tut der Sieg gut, aber wir sind noch lange nicht aus dem Tief heraus", ist ihm die "Flatter" nach dem Anschlusstor sofort aufgefallen: "Da kam plötzlich wieder die Angst hervor, dass Fehler gemacht werden. In dieser Phase waren wir zu offen." Erst nach Matzners feiner Einzelleistung, die das 3:1 brachte, sei die Entscheidung gefallen.