Bei jenem Verein, den der Mann auf der Trainerbank zu unglaublicher Größe geführt hat, ein Vorbild nicht nur in Deutschland sondern in ganz Volleyball-Europa. Jener Mann, der zum Synonym für den Erfolg des Klubs am Bodensee geworden war. Sich also vorstellen, dass der „Meistermacher“ tatsächlich einmal sein Baby, wie er den VfB immer wieder gerne bezeichnet hat, verlassen und in andere Hände geben könnte, für viele undenkbar. Und doch: Konsequent wie er in seinen sportlichen und betrieblichen Entscheidungen für teilweise höchste Polarisation gesorgt hatte, genauso konsequent wird nun der Abschied vollzogen. Ohne erkennbare Emotion, mit klarer Stimme: „Aus und vorbei“, sagt der Mann, der sein 40-jähriges (Spieler-)Trainerjubiläum jüngst gefeiert hat, 19 Jahre die Geschicke des oberschwäbischen Klubs gesteuert, ihn vom belächelten „Ewigen Zweiten“ zum Flaggschiff einer Sportart gemacht, gleichzeitig die Nationalmannschaft nach 36 Jahren wieder zu Olympischen Spielen geführt hat. Der Schritt ist Stelian Moculescu sicher nicht leicht gefallen. Aber die zuletzt mageren Zuschauerzahlen, darob enttäuschte Sponsoren, sein Alter: Richtig gehandelt. Respekt.