Volleyball, 3. Bundesliga: USC Konstanz – TV "Untersee Volleys" Radolfzell (Samstag, 19.30 Uhr, Schänzlehalle). – Unter normalen Bedingungen schon eine umkämpfte Partie, wird das Derby aber jetzt noch ein ganzes Stück brisanter: Radolfzell muss gewinnen, will es am letzten Spieltag noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben.

Die Vorzeichen stehen alles andere als gut. Gegen die vor Selbstbewusstsein strotzenden Gastgeber, die nach einer herausragenden Rückrunde den Klassenerhalt bereits sicher haben, muss für die Radolfzeller alles zusammenkommen, um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Erneut wird das Trainerteam um Antonio Bonelli improvisieren müssen, einmal mehr fallen viele Stammkräfte verletzt aus. Aber „wir werden bis zum letzten Punkt kämpfen und schauen, zu was es am Ende reicht“, sagte Antonio Bonelli vor dem Abschlusstraining am Freitag. Außerdem sind die Untersee Volleys auf fremde Hilfe angewiesen. Sollte der SV Fellbach II gegen den Meister Mimmenhausen zwei Punkte oder mehr holen, ist der Abstieg bereits am Samstag besiegelt. Kapitän Waldemar Stier: „Solange alles möglich ist, kämpfen wir! Dass wir das können, haben wir schon oft genug bewiesen!“

Im Gegensatz dazu kann der USC Konstanz völlig befreit und ohne Druck aufspielen. „Das Spiel gegen Radolfzell ruft natürlich gewisse Emotionen in uns wach“, sagte Spielertrainer Philipp Röhl. „Ein Derby ist immer eine heiße Sache – außerdem wollen wir uns mit einem Sieg bei unserem genialen Publikum verabschieden.“ Deshalb wurde im Laufe der Woche konzentriert trainiert und sich taktisch auf den eingestellt. Personell haben die Spielertrainer Philipp Sigmund und Philipp Röhl die Qual der Wahl. Julian Weisigk drängt auf eine Rückkehr in den Kader. „Das ist schon ein gewisser Luxus, 15 einsetzbare Spieler zu haben“, freut sich Sigmund. „Klar nehmen wir die Favoritenrolle an, doch Radolfzell ist besonders stark mit dem Rücken zur Wand“, warnt er seine Spieler. Sie dürften dem Gegner „keine Luft zum Atmen geben und ordentlich dagegenhalten. Aus sportlicher Sicht kann der USC Konstanz mit einem Sieg noch auf einen sehr guten fünften Platz klettern. Die Marschroute fürs letzte Heimspiel der Saison gibt Philipp Röhl so vor: „Wir möchten unseren Fans einfach noch mal ein Spektakel liefern und an die Vorstellungen der vergangenen Heimspiele anknüpfen.“ (bad/pr)

SV Fellbach II – TSV Mimmenhausen (Samstag, 16 Uhr, Gäuäcker-Sporthalle). – Mimmenhausen hat unter Christian Pampel vorzeitig Meisterschaft und Aufstieg in die 2. Bundesliga erreicht. Jetzt stehen noch die Spiele gegen die Reserve des Zweitligisten Fellbach und das See-Derby gegen den USC Konstanz aus. Fellbach hatte vor drei Spieltagen sinen Trainer gewechselt. Der 192-fache Ex-Nationalspieler und ehemalige Zuspieler des VfB Friedrichshafen, Michael Dornheim, wurde zu Saisonbeginn Trainer an seiner alten Wirkstätte, legte aber sein Amt nach Meinungsverschiedenheiten mit Vereinsführung und Mannschaft nieder. Jörg Ahmann sprang in die Bresche, Beachvolleyball-Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele in Sydney 2000. Die beiden Spiele unter ihm gewann Fellbach, hat sich Luft im Abschiedskampf verschafft. Mit vier Punkten Abstand zum Abstiegsplatz haben die Gastgeber den Klassenerhalt in eigener Hand. Die vorzeitige Meisterschaft gibt Trainer Pampel die Möglichkeit, seine Mannschaft unter Wettkampfbedingungen auf die höherklassige Liga vorzubereiten. „Wir werden erste neue Sachen ausprobieren“, sagt Pampel, der nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen kann. Zuspieler Michael Diwersy fällt verletzt aus, Außenangreifer Doru Pilihaci ist beruflich verhindert, hinter dem Einsatz von Diagonalangreifer Kolja Hüther steht ein Fragezeichen. „Wir werden die Ausfälle ersetzen und eine schlagkräftige Mannschaft aufstellen“, kündigt Pampel an. Ob er selber spielt oder sein Team von der Seitenlinie aus unterstützt, lässt er offen. Obwohl die Meisterschaft gelaufen ist, kennt Pampel nur ein Ziel: „Wir wollen gewinnen."

TV Waldgirmes – VfB Friedrichshafen II (Samstag, 20 Uhr). – Für den VfB steht am vorletzten Spieltag das Auswärtsspiel beim Tabellenvierten an. Durch die Grippewelle geschwächt, können die Friedrichshafener die knapp 400 Kilometer lange Reise zwar nicht vollzählig antreten, sind aber guter Dinge, den Hinspielpunkterfolg zu wiederholen. Annahme und Abwehr sollten besonders gut stehen. Schließlich hatte VfB-Trainer Jovan Markovic am Dienstag Unterstützung von Profi-Libero Markus Steuerwald, der wertvolle Tipps für Libero-Kollege Axel Stöferle und seine Mitstreiter parat hatte. (gsc)