Dann das frühe Aus im Pokal gegen den Aufsteiger RheinMain. Und jetzt noch das in dieser Deutlichkeit schon sehr überraschende Final-0:3 gegen die Berlin Recycling Volleys. Lange Gesichter bei den Volleyballern in blau-weiß, nicht pink. Am Sonntag fand eine Punkterunde ihr Ende, die besser schnell in Vergessenheit geraten sollte. Nicht so das Ende einer Ära. Gestern Nachmittag beendete Stelian Moculescu nach 40 Jahren seine Trainerkarriere, 19 davon allein in Friedrichshafen. Der 65-Jährige hatte schon während der Saison – völlig unüblich beim VfB bisher – seinen Abschied bekannt gegeben. Statt sich aber mit dem 14. Meistertitel den Abgang ein wenig zu versüßen, muss der erfolgreichste deutsche Volleyballcoach mit einem ungewohnt titellosen Jahr von dieser Sportbühne abtreten. Berührt, wie die Berliner seinen Abschied von der Trainerbank mit viel Respekt zelebriert haben. Eine Ära in Volleyball-Deutschland ist zu Ende gegangen, vor allem aber eine in Friedrichshafen. Auch wenn „Mocu“ nun nicht mehr das Sagen hat am See, „seine“ Erfolge leben weiter. Große Erfolge mit der Nationalmannschaft und dem VfB: seit 1997 13 Mal Deutscher Meister und Pokalsieger sowie am 1. April 2007 Champions-League-Sieger! Zurecht geht er als Meistermacher nicht nur in die VfB-Annalen ein. Alles Gute, Stelian!