Handball, Oberliga, Frauen

HSG Strohgäu - SV Allensbach II 22:23 (10:11)

Einen überraschenden Sieg feierte der SV Allensbach II bei der HSG Strohgäu. Mit einer extrem offensiven 3:2:1-Abwehr wurden die Gastgeberinnen zu Fehlern gezwungen, die dem SVA Möglichkeiten eröffneten. Nur wurden zu viele hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Umso ärgerlicher, weil im Angriff vieles zusammen lief. „Wir hätten auf jeden Fall mit einer deutlicheren Führung in die Pause gehen müssen“, kritisierte Trainerin Babsi Harter. Bei den Gastgeberinnen mussten in der Pause einige „nette Worte“ gefallen sein, sie kamen deutlich aggressiver aus der Kabine. Der SVA hielt stramm dagegen, musste aber weitere Tore hinnehmen. War Allensbach zuletzt öfters einem Rückstand hinterher gelaufen, war es nun umgekehrt, angetrieben von den mitgereisten Fans, die die Halle in ein Tollhaus verwandelten. Aber zehn Minuten vor Schluss führte die HSG 19:18, was die SVA-Trainer zur Auszeit veranlasste. Die zeigte Wirkung. Fünf Minuten vor Schluss (22:20) lag die Sensation in der Luft, 60 Sekunden später Siebenmeter für die HSG: Felicitas Jüttner verfehlte das Tor, erzielte Sekunden danach das 21:22. Wieder war Laura Kayser zur Stelle (23:21), dann das 22:23 für Strohgäu, das in den letzten Sekunden einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Jüttner verwarf! „Die Mannschaft hat sich den Erfolg mehr als verdient, weil sie total fokussiert war, unbedingt gewinnen wollte“, lobte Trainer Rainer Leenen.