Wassersport: Es war schon ein beeindruckender Anblick, wenn man in den letzten Tagen vom Konstanzer Hafen vorbei an der Imperia-Statue auf den Konstanzer Trichter blickte. Nahezu 160 Segelyachten kämpften bei der Internationalen Bodenseewoche von Freitag bis Sonntag auf fünf Regattabahnen um Siege und Pokale. Gute Winde am Freitag und Samstag sorgten dafür, dass in vielen Klassen das Maximum von acht Wettfahrten durchgeführt werden konnten, so dass die Skipper ihre zwei „Ausrutscher“ streichen konnten. Nur fünf Proteste unterstrichen den sportlich-fairen Verlauf der Wettkämpfe. „Alle Segler sind diszipliniert gesegelt. Regelverstöße wurden durch Einsicht und durch Ersatzstrafen von den Seglern auf den Bahnen selbst geregelt!“, erläuterte Jury Obmann Michael Zeiser, warum er eher ruhige Regattatage verbrachte.

Als beste Seglerin wurde Diana Hundeborn mit dem „Lilly Honsel Braumann-Preis“ ausgezeichnet, die Crossover-Wertung sicherte sich bei den klassischen Booten Günter Reisacher vom SC Staad, der auf seiner „cerf volant“ die Lacustre-Klasse für sich entschied. Die Wertung „Cross Over Modern“ ging durch den Sieg in der Bootsklasse ORC Sportboote an den Bregenzer Julius Trippolt.

Unter sportlichem Blickwinkel die anspruchsvollste Klasse stellten die Drachen, denn hier wurde im Rahmen der Bodenseewoche eine Ranglistenregatta gesegelt. Wenig überraschend setzte sich hier der Favorit Andreas Hermann auf „Onyx“ aus Überlingen vor der „Muff“ von Stefan Bleich (SV Staad) durch. Ansonsten triumphierten wieder die Bodenseewoche-Seriensieger Richard Volz mit der „Passat“ bei den 75errn und Rolf Winterhalder mit der „Bijou VI“ bei den 30er Schärenkreuzer. Erfolgreichster Club der diesjährigen Bodenseewoche war der SV Staad.

Nicht nur gesegelt wurde bei der Bodenseewoche: Unser Bild zeigt den Start der Achter-Ruderer zum Langstreckenrennen über 5,3 Kilometer im Konstanzer Trichter, den „3 Miles of Constance“.
Nicht nur gesegelt wurde bei der Bodenseewoche: Unser Bild zeigt den Start der Achter-Ruderer zum Langstreckenrennen über 5,3 Kilometer im Konstanzer Trichter, den „3 Miles of Constance“.

Wieder einmal waren die abendlichen Ruderregatten ein Publikumsmagnet bei der Internationalen Bodenseewoche. Sowohl beim „Imperia-Sprint“ der Doppelvierer am Freitag als auch beim Langstreckenrennen der Achter, den „3 Miles of Constance“, war auf der Hafenmole reichlich Betrieb.

Den Sprint im K.o.-System gewann die Crew vom RC Undine Radolfzell. Bei den „3 Miles of Constance“ erreichte die favorisierte Mixed-Crew vom Lokalmatador RV Neptun Konstanz als Erste das Ziel im Konstanzer Hafen. Bei den Männern war die Rudergemeinschaft aus Würzburg, Honnef und Limburg am schnellsten.

Die nächste Auflage der Bodenseewoche soll sportlich durch einen Wettkampf der Ruder-Bundesliga weiter aufgewertet werden.

Alle Ergebnisse im Internet: www.internationale-bodenseewoche.com