Tennis: Die „Überlingen Open“ haben sich über nunmehr elf Jahre zu einer der besten Sportveranstaltungen im Bodenseeraum entwickelt und die 11. Auflage dieses Turniers scheint im Vergleich sogar noch internationaler und vom sportlichen Niveau her noch besser zu werden.

Tenniscracks aus 13 Nationen, darunter auch Spieler aus Argentinien und Neuseeland, werden ab Sonntag in der Qualifikation und dann ab Dienstag im Hauptfeld um die mehr als 2000 US-Dollar, die es als Siegprämie gibt, aber natürlich auch um die 18 Weltranglistenpunkte, die dem Turniersieger eine deutliche Verbesserung in der Weltrangliste versprechen, spielen.

Wie sportlich eng beieinander das Teilnehmerfeld ist, zeigt ein Blick auf die Meldeliste. Sie wird angeführt von Benjamin Hassan, der Anfang August bei einem ITF-Turnier in Trier im Einzel und im Doppel im Finale stand und auf Position 350 der Weltrangliste geführt wird. Seine Konkurrenten, die sich direkt für das Hauptfeld qualifiziert haben, stehen unter den Top 1000 der Weltrangliste. Wie dicht gedrängt das Hauptfeld ist, zeigt aber auch die Tatsache, dass der Österreicher Jonas Trinker (ATP-Weltrangliste Nummer 1063) und der Deutsche Florian Fallert (ATP 1069), die beide schon in Überlingen überzeugen konnten, den Weg über die Qualifikation gehen müssen.

Zwei Matches müssen die 32 Qualifikanten gewinnen, um ab Dienstag das Hauptfeld zu ergänzen. Ein Weg, den im Vorjahr René Schulte mit Erfolg gegangen war. In der ersten Runde im Hauptfeld konnte sich der Konstanzer zudem gegen Moritz Hoffmann durchsetzen, in der zweiten aber scheiterte er am späteren Turniersieger, dem Schweizer Adrian Bodmer. Doch an der Seite von Turnierfavorit Peter Torebko gab es ein Happy End, die beiden entschieden die Doppelkonkurrenz für sich. Ein Erfolg, den Schulte in diesem Jahr gerne wiederholen möchte.

Sein Doppelpartner hat aber in Überlingen noch ganz andere Ziele. Er komme nach Überlingen, bis er dieses Turnier einmal gewonnen habe, betonte der 30-Jährige, nachdem er wie schon 2016 im Vorjahr im Einzel-Halbfinale gescheitert war. Nun nimmt er seinen achten Anlauf und schien mit der Position 386 in der Weltrangliste die Nummer 1 der Überlinger Setzliste zu werden. Doch dann erhielt Turnierdirektor Markus Dufner eine Anfrage, die er sehr gerne positiv beantwortete und damit seine Wildcard nutzte. Benjamin Hassen, ein 23-Jähriger, der zu Beginn des Jahres noch auf Position 627 geführt wurde, war beim Challenger-Turnier in Meerbusch vorzeitig ausgeschieden und ließ nachfragen, ob er in Überlingen noch teilnehmen könne. „Er ist gemeinsam mit Peter Torebko der absolute Favorit!“, stuft Dufner ihn ein.

Aber auch in der „Quali“ kommen kurzfristig noch Hochkaräter zum Zug. So etwa der Österreicher Matthias Haim, der sich gerade erst mit einem Sieg beim ITF-Turnier in Bad Schussenried unter die Top 500 gespielt hat, zunächst aber nicht für Überlingen gemeldet hatte. Sollte er die beiden Runden meistern, wären alle Halbfinalisten des Vorjahres wieder dabei. Neben Torebko kommen Adrian Bodmer als Titelverteidiger und Louis Wessels als Vorjahresfinalist wieder an den Bodensee.

Überhaupt fällt auf, dass sich im Überlinger Teilnehmerfeld viele „Wiederholungstäter“ wie eben Peter Torebko finden. Ein Zeichen, dass die Veranstaltung nicht nur von der guten Organisation und dem familiären Flair lebt, sondern natürlich auch von der Lage der Anlage des TC Überlingen direkt am Bodenseeufer. Sodass für die Tenniscracks trotz des Kampfes um Preisgeld und Weltranglistenpunkte auch ein wenig Urlaubsatmosphäre aufkommt.

Turnierprogramm

Sonntag und Montag

Jeweils ab 10 Uhr: Qualifikation

Dienstag und Mittwoch

Jeweils ab 10 Uhr: 1. Runde, Hauptfeld

Donnerstag, 23. August

Ab 10 Uhr: 2. Runde, Hauptfeld

Freitag, 24. August

Ab 11: Uhr Viertelfinale Einzel

Samstag, 25. August

Ab 12 Uhr: Halbfinale Einzel

Sonntag, 26. August

Ab 13 Uhr: Finale Doppel, ab 15 Uhr: Finale Einzel

Weitere Infos und Ergebnisse im Internet unter:

http://www.ueberlingen-open.de