Frau Maier, Sie haben bereits in der vergangenen Saison beim SV Allensbach mittrainiert, sind aber parallel noch für ihren Heimatverein in Fridingen aufgelaufen. Was gefällt Ihnen an Ihrer neuen Wirkungsstätte besonders?

Ich bin froh darüber, dass ich schon vergangene Saison immer wieder am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte. Jetzt endlich Spiele mit der Mannschaft bestreiten zu können, ist aber noch mal etwas anderes. Mir gefällt besonders, dass ich so gut ins Team aufgenommen wurde, dafür bin ich sehr dankbar. Weil sich alle verstehen, machen auch die langen Auswärtsfahrten viel Spaß.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, Ihre Schwächen?

Ich würde mich selbst als sehr ehrgeizige Person beschreiben. Auf Handball bezogen, ist das Eins-gegen-eins meine große Stärke, und meine Wurfkraft. Zu meinen Schwächen zählt definitiv, dass ich mir über alles immer viele Gedanken mache und oftmals nicht das nötige Selbstvertrauen habe.

Die erste Hälfte der Hinrunde ist gespielt. Wie lautet Ihr Fazit?

Insgesamt können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Wir hatten schon einige schwere Aufgaben, die wir als Team gut gelöst haben. Ich finde, wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und hoffe, dass wir das weiterhin tun, um ganz oben mitzuspielen. Ich merke auch bei mir selber, dass ich mich mit jedem Spiel wohler fühle, nicht mehr ganz so nervös bin wie am Anfang.

Auswärts 6:0 Punkte, zuhause 3:3. Woran liegt das?

Das liegt meiner Meinung nach sicher ein Stück weit an den Gegnern, denn Regensburg und Freiburg sind starke Mannschaften, die vermutlich um die ersten Plätze spielen. Das erste Heimspiel der Saison ist, denke ich, auch immer etwas ganz Besonderes, und Nervosität spielt bei einigen auch eine große Rolle. Ich hoffe allerdings, dass wir in Zukunft auch zuhause noch oft mit den Fans Siege feiern können und so spannende und gute Spiele abliefern, wie wir es zum Beispiel in Haunstetten und Gröbenzell getan haben.

Sie sind Deutsche Vizemeisterin im Inline-Speedskating. Lässt sich das mit dem Handballsport vereinbaren?

Das war mein größter sportlicher Erfolg, jedoch musste ich vor ein paar Jahren aufgrund einer Verletzung damit aufhören und bin so noch mehr zum Handball gekommen. Früher lag die Priorität definitiv beim Inline-Speed-skating, weshalb ich auch nicht in die Handball-Auswahl gehen konnte. Jetzt bin ich allerdings ganz glücklich, dass es so gekommen ist und ich in Allensbach gelandet bin.

Fragen: Andreas Spiegel