Segeln: Es geht im Segelsport auf dem Bodensee im Moment Schlag auf Schlag: Über Pfingsten lockte das Match Race Germany zahlreiche Segelinteressierte an das Langenargener Ufer, dann waren Tausende anlässlich der Internationalen Bodenseewoche an der Konstanzer Hafenmeile, um die Regatten zu verfolgen und die fast 150 Yachten zu bewundern, und am 3. Juni starten wieder hunderte Boote zur Rund Um. Zuvor allerdings blickt die deutsche Segelszene auf den Konstanzer Trichter, denn dort gastiert von Freitag bis Sonntag die Segelbundesliga. Nach dem Saisonauftakt auf dem Starnberger See steht in Konstanz der zweite Spieltag der Saison 2016 auf dem Programm. Mit dabei sind auch fünf Crews vom Bodensee, in der 1. Bundesliga der Wüttermbergische Yachtclub (WYC), der Segel- und Motorbootclub Überlingen (SMCÜ) und der Lindauer Segelclub (LSC), in der 2. Bundesliga der Bodensee Yachtclub Überlingen (BYCÜ) und der nun gastgebende Konstanzer Yachtclub (KYC).

Je 18 Vereinscrews treten in der 1. und der 2. Bundesliga an, um in diesem Jahr beim sechsten Termin auf der Hamburger Außenalster den Meister zu küren, aber auch Auf- und Absteiger sowie Relegationsteilnehmer zu ermitteln.

Gut gestartet sind auf dem Starnberger See die Lindauer, denn der Aufsteiger beendete die Wettfahrten auf Rang drei hinter dem Norddeutschen Regattaverein und dem Titelverteidiger, dem Deutschen Touring Yacht-Club. Aber auch der WYC (5.) und der SMCÜ (8.) stehen in der vorderen Tabellenhälfte. Interessante Infos über die Teams und die Regatten liefern die Homepage der Segelbundesliga (segelbundesliga.de) und der dortige Link „SAP Sailing Analytics“. So hatten die Überlinger mit 4,63 Knoten die höchste Geschwindigkeit aller Crews am Start, und auch auf dem Vorwindkurs waren sie mit exakt 5,63 Knoten am Schnellsten. Die Lindauer hingegen versuchten ihr Glück, indem sie möglichst wenige Manöver segelten.

Der WYC, in der Saison 2013 Vizemeister und im Vorjahr knapp der Relegation entronnen, geht in diesem Jahr ambitioniert an den Start und trainierte bereits gemeinsam mit den Konstanzer und den Überlinger Seglern auf dem Gardasee.

Und was erwartet die Aktiven, aber auch die Zuschauer am zweiten Spieltag vor Konstanz? Die jeweils 18 Boote der 1. und 2. Bundesliga – jede Liga hat ihre eigene Regattabahn – treten in drei Sechsergruppen gegeneinander an. Eine einzelne Wettfahrt dauert etwa 15, maximal 20 Minuten. „Das ist sehr kurz und knackig. Da bringt ein Heimvorteil gar nichts, denn in der kurzen Zeit kann man die Revierkenntnisse gar nicht ausspielen“, sagt Wettfahrtleiter Christian Rau (KYC). Zunächst werden 13 solcher Runden, Flights, in unterschiedlichen Zusammensetzungen gesegelt. In den letzten beiden Flights treten dann nur noch die ersten sechs Boote des Zwischenklassements an, so dass hier das Niveau sehr hoch sein dürfte.

Am Freitag beginnen die Wettfahrten ab 11 Uhr, am Samstag ab 9.30 Uhr und am Sonntag ab 9 Uhr. Ab 13 Uhr gibt es jeweils Liveübertragungen am Yachthafen an der Seestraße. Die Wendetonnen befinden sich – je nach Wind – auf Höhe des Endes der Seestraße und der Schmugglerbucht. Seinen besonderen Reiz beziehen die Regatten der Bundesliga, dass hier zum einen vierköpfige Vereinsteams gegeneinander antreten und zum anderen in einer Einheitsklasse, mit J70-Booten, gesegelt wird.

Der Zeitplan

Freitag

8 Uhr: Check-In

10 Uhr: Skippers’ Meeting

11 Uhr: Start der ersten Wettfahrt der 1. und 2. Segel-Bundesliga

Samstag

9.30 Uhr: Wettfahrten 1. und 2. Liga

13 Uhr: Live-Übertragung, Yachthafen

Sonntag

9 bis 16 Uhr: Wettfahrten 1./2. Liga

13 Uhr: Live-Übertragung, Yachthafen

16.30 Uhr: Siegerehrung