Fußball-Landesliga: SV Denkingen – SV Geisingen (Sonntag, 15 Uhr, HFM-Arena). – An die neue Rollenverteilung müssen sich alle beim SV Denkingen erst einmal gewöhnen. Denn man kann es drehen und wenden, wie man will: Am Sonntag ist die Mannschaft von Trainer Helmut Wunderlich beim Gastspiel des SV Geisingen Favorit. Der Heimvorteil, beziehungsweise die Auswärtsschwäche des Aufsteigers, der auf fremden Plätzen noch keinen Sieg in dieser Saison einfahren konnte, sowie die Tabellenlage betonen diese Feststellung eindeutig.

Das Team vom oberen Linzgau hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt, gravierende personelle Veränderungen blieben aus, sodass Coach Wunderlich auf ein eingespieltes Team bauen kann. Daran dürfte auch die 0:1-Niederlage am vergangenen Spieltag in Stockach nichts ändern, zumal auch VfR-Trainer Stefan Pröhl betont hatte, dass am Ende viel Glück für seine Mannschaft, im Umkehrschluss Pech für den SV Denkingen im Spiel gewesen war.

In der Offensive stellt der Tabellenvierten SV Denkingen aktuell mit Jonathan Scheike, der Mittelfeldspieler lauert hinter der Spitze, einen der treffsichersten Angreifer der Landesliga. Allerdings macht dies den SVD auch leicht ausrechenbar, denn zehn der 18 Denkinger Treffer gehen auf das Konto von Scheike. Die restlichen acht Tore teilen sich sechs sdeiner Mannschaftskameraden. Dass die Konkurrenz auf den Topscorer aufmerksam geworden ist und ein besonderes Auge auf ihn geworfen hat, zeigt die Tatsache, dass er in den zurückliegenden vier Spielen drei Mal ohne Torerfolg geblieben war. Doch der Denkinger Erfolg basiert ja nicht nur auf treffsicheren Fußballern sondern auch auf einer stabilen Hintermannschaft, die bisher erst elf Gegentreffer in zehn Saisonspielen zugelassen hat.

Die Zwischenbilanz der Gäste liest sich da doch deutlich schlechter: Schon 27 Gegentore stehen beim Team von der Donau zu Buche – nur Schlusslicht SC Markdorf musste mehr Tore hinnehmen. In drei Partien trafen bisher die Gegner fünf Mal oder öfter. Und auch die Verantwortlichen beim SV Denkingen stets betonen, nach wie vor Zähler gegen den Abstiegs zu sammeln: Jetzt heißt es, die neue Rolle anzunehmen und ohne Überheblichkeit weiter zu punkten!

Die weiteren Spiele in der Landesliga

  • FC Singen 04 – FC Überlingen (heute, 19 Uhr). – Das gab es in der Fußball-Geschichte des Bezirks Bodensee noch nicht sehr oft, dass der FC Überlingen als Favorit den FC Singen 04 besucht. Während der Verbandsligaabsteiger noch nach konstanter Form sucht, scheint die Elf aus Überlingens diese gefunden zu haben.
  • FC Furtwangen – FV Walbertsweiler/Reng. (Samstag, 15 Uhr). – Beide Teams bleiben hinter den Erwartungen zurück und rangieren nur in der zweiten Tabellenhälfte. Allerdings ist der Druck auf die Gastgeber stärker.
  • SG Dettingen-Dingelsdorf – FC Neustadt (Samstag, 15.30 Uhr). – Die beiden punktgleichen Nachbarn trennt nur das Torverhältnis vom möglichen Abstiegsrang. Beide sollten dringend punkten.
  • FC 08 Villingen II – VfR Stockach (Samstag, 17.30 Uhr). – Beim Aufsteiger lief es zuletzt rund, was von der Oberligareserve nach nahezu optimalem Start nicht mehr gesagt werden kann. Stockach ist nicht chancenlos.
  • DJK Donaueschingen – FC Hilzingen (Sonntag, 15 Uhr). – Die beiden Schlusslichter Markdorf und Hilzingen können den Kontakt zum Mittelfeld verlieren. Hilzingen fehlen bei nur vier Zählern auf dem Konto schon sieben Punkte auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Ob es bei der DJK, die in den vergangenen beiden Monaten nur ein Spiel verlor, etwas Zählbares gibt, erscheint fraglich.
  • SC Markdorf – FC Bad Dürrheim (Sonntag, 15 Uhr). – Zum Saisonauftakt überraschte Markdorf mit einem 3:1 in Furtwangen. Seither gibt es nur Niederlagen. Die Lage ist ernst, doch ausgerechnet jetzt kommt mit Bad Dürrheim einer der heißesten Titelanwärter, der einiges gutzumachen hat.
  • Ferner spielen: FC Löffingen – FC Schonach (Samstag, 16 Uhr).