Handball, 3. Liga Frauen

FSG Waiblingen-Korb

SV Allensbach

26:30 (10:16)

Beim Tabellenletzten, für den ein Sieg die letzte Möglichkeit gewesen wäre, um dem sicheren Abstieg zu entfliehen und sich in die Relegation zu retten, gab sich Allensbach keine Blöße und fuhr einen verdienten 30:26-Sieg ein. Dabei hatte es für kurze Zeit nicht nach einem entspannten Saisonfinale für den SVA ausgesehen. Denn bereits zu Beginn entwickelte sich eine zunächst ausgeglichene Partie. Zwar konnte Allensbach durch Tore von Hannah Person, Svenja Hübner und Stefanie Hotz schnell mit 3:1 in Führung gehen, doch die Antwort der Hausherrinnen ließ nicht lange auf sich warten. Auch weil die Gäste sich zu viele Verwarnungen leisteten, leuchtete nach einer knappen Viertelstunde ein 6:6-Unentschieden von der Anzeigetafel der Waiblinger Staufer-Halle.

Ein Zustand, den sich die favorisierten Allensbacherinnen nicht gefallen lassen wollten. Angeführt von den nun stark aufspielenden Sarah Rothmund, Nadja Greinert und Hotz, erhöhte der SVA Schritt für Schritt das Tempo und schnürte Waiblingen-Korb vor dem eigenen Kreis ein. Begünstigt durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Tabea Bauer, mussten sich die Gastgeberinnen dem Allensbacher Druck nun geschlagen geben. Treffer um Treffer fand den Weg in das Gehäuse von Torhüterin Michaela Reemtsema, und nach etwa 20 Minuten führte der SVA hochverdient mit 11:6. Wiederum fünf Minuten später baute Franziska Höppe die Allensbacher Führung sogar auf sechs Zähler aus. Der Halbzeitpfiff des Schiedsrichters dürfte bei einigen FSG-Spielerinnen dementsprechend für Erleichterung gesorgt haben – mit 16:10 für den SVA ging es in die Pause.

Falls die Anhänger der FSG gehofft hatten, dass die Verschnaufpause ihrem Team neue Kräfte verleihen könnte, wurden sie schnell enttäuscht. Denn auf Seiten des SVA ließ man keinen Zweifel daran aufkommen, weiterhin genauso druckvoll wie in der ersten Hälfte aufspielen zu wollen. Der Favorit, bei dem mit Sophie Leenen auch einem Nachwuchs-Talent auf der Torhüter-Position Spielzeit gewährt wurde, verteidigte hoch und ließ Waiblingen-Korb kaum Luft zum Atmen. Vor allem Greinert und Rothmund machten mit ihrem konstanten Offensiv-Wirbel den Gastgeberinnen das Leben schwer. Leonie Scholls Treffer in der 52. Minute brachte sogar die Neun-Tore-Führung beim Stand von 29:20. Auch wenn sich die FSG noch einmal aufbäumte und Schadensbegrenzung betrieb, blieb Allensbach am Ende eine Nummer zu groß.

„Es war das letzte Spiel, und obwohl natürlich ein wenig die Luft raus war, haben sich alle noch einmal ordentlich ins Zeug gelegt“, zeigte sich Teamchef Oliver Lebherz zufrieden. „Auch wenn unsere Saison ein wenig holprig begonnen hat, ist der vierte Platz auf jeden Fall ein sehr positives Ergebnis. Heute konnten wir dann am Ende noch ein bisschen durchwechseln, um allen Spielerinnen Anteile zu gewähren“, bilanzierte Lebherz nach dem Saisonabschluss seiner Mannschaft.

SV Allensbach: Wörner, Lukau, Leenen (Tor); Lizureck (3), Person (3), Rothmund (5), Willauer, Bickel (1), Greinert (7), Hotz (4), Hoeppe (1), Hübner (4), Scholl (2).